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Ewald Lienen wirft Julian Nagelsmann „Sabotage“ an der eigenen Mannschaft vor

Ewald Lienen hat das deutsche WM-Aus in seinem Podcast analysiert. (Bild: 2024 Getty Images/Thomas F. Starke)

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Ewald Lienen hat das deutsche WM-Aus in seinem Podcast analysiert. (Bild: 2024 Getty Images/Thomas F. Starke)

„Da schafft es das Trainerteam, so eine Truppe zu demontieren“: Ewald Lienen hat in seinem Podcast zu einer harten Abrechnung mit Julian Nagelsmann ausgeholt. Den bei der WM gescheiterten Bundestrainer findet er zu jung und zu „intellektualisiert“ in seiner Herangehensweise.

Der Schock über das blamable WM-Aus der DFB-Auswahl im Sechzehntelfinale sitzt auch bei vielen Fußball-Experten tief. Ewald Lienen nutzte seinen Podcast „Der Sechzehner“ für eine Abrechnung mit Julian Nagelsmann, die an Schärfe schwer zu übertreffen ist.

Für ihn sei Nagelsmann „nicht das Problem des deutschen Fußballs“, sagte Lienen. „Aber vielleicht sind seine Art, seine Herangehensweise, seine Ideen, die er bedingungslos verfolgt, ein Teil des Problems.“ Zwar habe Deutschland keine Weltklassespieler zur Verfügung. Aber trotzdem hätte sich die Mannschaft anders präsentieren müssen.

Julian Nagelsmann ist mit Deutschland bei der WM schon im Sechzehntelfinale gescheitert. (Bild: 2026 Getty Images/Robert Cianflone)

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Julian Nagelsmann ist mit Deutschland bei der WM schon im Sechzehntelfinale gescheitert. (Bild: 2026 Getty Images/Robert Cianflone)

Dass dies nicht geschehen sei, machte Lienen am Bundestrainer fest. Unter anderem habe er wichtige Spieler zu spät eingesetzt, auf ungeeigneten Positionen aufgeboten oder gar nicht erst nominiert.

Lienen stört sich an Nagelsmanns „intellektualisierter Art“

„Da schafft es das Trainerteam, so eine Truppe zu demontieren, muss ich schon fast sagen“, schimpfte der ehemalige Bundesliga-Spieler und -Trainer. „Das ist Sabotage. Wenn ich ohne defensive Qualität, ohne Außenstürmer da rumhänge - das tut mir weh.“

Ewald Lienen fand sogar, die Causa Nagelsmann diene als „Spiegelbild der Gesellschaft“. Denn auch in Politik und Wirtschaft würden immer mehr Führungspositionen fragwürdig besetzt. „Es ist ein Teil des Problems, das Trainer wie Julian in so jungen Jahren in derartig verantwortungsvolle Positionen kommen“, ärgerte sich der 72-Jährige.

Dem 38-jährigen Nagelsmann warf er zudem eine „intellektualisierte Art“ vor. „Der Fußball ist nicht so. Du musst als Trainer etwas vorleben.“ Das könne ein Trainer aber nur bedingt, der selbst nicht auf hohem Niveau gespielt habe und das Gefühl nicht kenne, „wie es ist vor einem vollen Stadion zu spielen“. Nagelsmann hatte seine Laufbahn als Nachwuchsspieler von 1860 München im Alter von 20 Jahren wegen einer Knieverletzung frühzeitig beenden müssen. (tsch)

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