Oscar-Favoritin Jesse Buckley kehrt mit „The Bride! Lang lebe die Braut“ ins Kino zurück. Aber wer ist die wandelbare Schauspielerin aus einer irischen Kleinstadt eigentlich?
Erst „Rosamunde Pilcher“, jetzt Oscar-FavoritinWie hat Jessie Buckley das geschafft?

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Jessie Buckley (36) ist ab Donnerstag, 5. März, in „The Bride! Es lebe die Braut“ im Kino zu sehen. (Bild: 2026 Getty Images/John Phillips)

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Buckley, hier bei einer Aufführung im Buckingham Palast 2014, begann ihre Schauspielkarriere auf der Theaterbühne. (Bild: 2014 Getty Images/WPA Pool)
Mit 22 Jahren sagte Jessie Buckley (36) zu ihrer Agentin: „Ich will Judi Dench sein.“ Dass sie einmal, wie ihr Vorbild, nicht nur auf der Theaterbühne, sondern auch auf der großen Leinwand Erfolge feiern würden, wusste die 1989 geborene Irin damals noch nicht. Lange sah sie sich selbst als Musikerin und Musicaldarstellerin, zog für diesen Traum bereits mit 17 nach London - „dann habe ich Shakespeare gespielt.“ Durch den Dichter habe sie sich selbst als Schauspielerin gefunden, erklärte sie vor kurzem im Interview mit dem US-Magazin „Deadline“.
Von der Musicalbühne auf die große Leinwand

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In ihrem Kinofilmdebüt „Wild Rose“ konnte Buckley auf ihre musikalische Erfahrung vertrauen. (Bild: eOne Germany)
Im Jahr 2008 belegte Buckley bei der britischen Musical-Castingshow „I'd Do Anything“ den zweiten Platz und begann zwei Jahre später ihr Studium an der Royal Academy of Dramatic Art in London, an der unter anderem Schauspielgrößen wie Anthony Hopkins gelernt haben. Beinahe jedoch hätte sie aufgeben müssen. Aber ein Mann namens Tony, den sie in einem Club kennenlernte, kam zur Hilfe, wie die 36-Jährige kürzlich im Podcast „Award Chatter“ erzählte: „Er bezahlte mir dankenswerterweise meine Ausbildung an der Academy und meinen Aufenthalt, was ich mir sonst wahrscheinlich nicht hätte leisten können.“

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In Maggie Gyllenhaals „Frau im Dunkeln“ spielte Buckley das jüngere Ich einer britischen Professorin (Olivia Coleman). Ihre Performance brachte ihr eine Oscarnominierung als beste Nebendarstellerin. (Bild: Netflix)
Gleichzeitig stand Buckley, die in ihrer Kindheit unter anderem Klavier, Klarinette und Harfe spielte, das erste Mal vor der Kamera: Im ZDF-Fernsehfilm „Rosamunde Pilcher: Vier Frauen - Virginias Geheimnis“ (2010) war sie in einer Nebenrolle zu sehen. Während ihres Schauspielstudiums wirkte sie in Kurzfilmen mit, doch nach ihrem Abschluss 2013 widmete sie sich zunächst vor allem ihrer Theaterkarriere. Sie stand unter anderem in Shakespeares Globe Theatre auf der Bühne und spielte gemeinsam mit dem Oscar-nominierten Jude Law am Londoner West End.
Nebenbei war Buckley in einigen britischen Serien zu sehen. Doch erst 2016 ergatterte sie ihre erste Hauptrolle vor der Kamera in der BBC-Adaption von Leo Tolstois „Krieg und Frieden“. Von da an erreichten immer mehr Angebote die Schauspielerin: Unter anderem stand sie neben Tom Hardy in der Serie „Taboo“ (2017) vor der Kamera, feierte im Psychothriller „Beast“ (2017) ihr Filmdebüt, kehrte in „Wild Rose“ (2018) zu ihren Musical-Wurzeln zurück und erlebte in der Emmy-nominierten HBO-Serie „Chernobyl“ (2019) die Nachwirkungen einer Katastrophe. Allein im Jahr 2020 spielte Buckley in fünf verschiedenen Projekten mit.
Jessie Buckley auf der Bühne: Ein „Powerhaus an Emotionen“

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Auch auf der Bühne erfolgreich: Für ihre Performance als Sally Bowles in einer Neuinszenierung des Musicals „Cabaret“ (2021) wurde Buckley ausgezeichnet. (Bild: 2022 Getty Images/Jeff Spicer)

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„Hamnet“-Regisseurin Chloé Zhao wollte niemand anderen als Buckley für die Rolle von Shakespeares (Paul Mescal) Frau Agnes. (Bild: 2025 FOCUS FEATURES LLC. ALL RIGHTS RESERVED.)
2021 sollte Buckleys bis dahin erfolgreichstes Jahr werden. Für Maggie Gyllenhaals „Frau im Dunkeln“ wurde die 36-Jährige unter anderem neben Judi Dench für einen Oscar in der Kategorie beste Nebendarstellerin nominiert.
In einer Neuinszenierung des Musical-Klassikers „Cabaret“ am Londoner West End übernahm sie neben Eddie Redmayne eine der Hauptrollen. Für ihre Performance wurde sie ein Jahr später mit dem wohl wichtigsten britischen Theaterpreis, einem Olivier Award, ausgezeichnet. Sie sei ein „Powerhaus an Emotionen“, schwärmte damals ein Kritiker von ihr. 2022 veröffentlichte sie außerdem mit dem ehemaligen Suede-Gitarristen Bernard Butler ein gemeinsames Album.
Jessie Buckley ist Oscar-Favoritin - und bald wieder im Kino zu sehen

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In dem Horror-Musical „The Bride! Es lebe die Braut“ von Maggie Gyllenhaal spielt Buckley die wieder zum Leben erweckte Ida an der Seite von Frankensteins Monster (Christian Bale, links). (Bild: 2026 Warner Bros. Entertainment)
An der Seite der Oscar-Preisträgerinnen Frances McDormand und Rooney Mara stand Buckley für den Film „Die Aussprache“ (2021) vor der Kamera. Anlässlich dessen besuchte die 36-Jährige ein Filmfestival in den USA, wo sie erstmals auf Regisseurin Chloé Zhao traf. Die 43-Jährige begann wenig später, an „Hamnet“ zu arbeiten, und war sich sofort sicher: Für die Rolle von Shakespeares Frau Agnes wollte sie nur Buckley.
Eine richtige Entscheidung, wie sich nach der Premiere des Films herausstellte: Man werde noch „jahrelang“ über die Buckleys Performance sprechen, schrieb etwa ein Filmkritiker des „Rolling Stone“-Magazins. Für ihre Darstellung gewann sie bereits einen Golden Globe und einen BAFTA als beste Hauptdarstellerin. Außerdem wurde sie zum zweiten Mal für einen Oscar nominiert und gilt für viele als Favoritin.
Am Donnerstag, 5. März, kommt nun der nächste Film mit Buckley in der Hauptrolle in die Kinos: Für „The Bride! Es lebe die Braut“ arbeitete sie einmal mehr mit Maggie Gyllenhaal zusammen. In dem Horror-Musical sucht Frankensteins Monster (Christian Bale) im Chicago der 1930er-Jahre einen Arzt auf, denn er wünscht sich eine Gefährtin. Gemeinsam erwecken sie eine ermordete Frau (Jessie Buckley) zum Leben.
Jessie Buckley will privat „einfach nur Mensch sein“
Buckley hält ihr Privatleben größtenteils aus der Öffentlichkeit heraus. Abseits von Filmsets und roten Teppichen genießt die 36-Jährige die Einfachheit des Landlebens im englischen Norfolk. Dort lebt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrer 2025 geborenen Tochter. „Ich denke nicht, dass ich meine Arbeit, so wie ich sie angehe, lange machen könnte, wenn ich keinen Ort hätte, an den ich zurückkehren und einfach nur Mensch sein kann“, erklärte sie gegenüber „Deadline“. (tsch)

