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„Das perfekte Dinner“Enthüllung von Gastgeber macht Kandidaten sprachlos: „Bist du richtig Promi?“

Als Mathias, Lui und Angela (von links) Ragils Follower-Zahl hören, sind sie platt.
 (Bild: RTL)

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Als Mathias, Lui und Angela (von links) Ragils Follower-Zahl hören, sind sie platt. (Bild: RTL)

Aktualisiert:

Gastgeber Ragil hat am ersten Abend der „Dinner“-Woche in Bamberg noch ein Geheimnis gehütet. Das verrät er den Gästen nun am zweiten Tag und sorgt damit für große Sprachlosigkeit ...

„Ich komme ursprünglich aus Indonesien“, gibt Ragil (34) am zweiten Tag des „perfekten Dinners“ in Bambergseine kulturellen Wurzeln bekannt. „Ich möchte zeigen, dass auch die indonesische Küche was Leckeres sein kann.“

Weil in der indonesischen Küche so viele Arbeitsschritte notwendig sind, beklebt der Sozialpädagoge und Zumba-Trainer aus Strullendorf seine Küchenschränke mit genauen Ablaufplänen für sein „perfektes Dinner“. Die Gerichte hat Ragil vorher mit seiner Mutter abgesprochen: „Sie hat alles abgesegnet.“

Unter dem Motto „Indonesischer Abend mit Ragil“ gibt es:

  1. Vorspeise: Mie Pecel und Bakwan Medan - Gemüse / Erdnuss-Sauce / Nudeln
  2. Hauptspeise: Nasi Kuning mit Ayam Gulai und Acar Timun Nanas - Reis / Hähnchen / Gulai-Currysauce / Pickle
  3. Nachspeise: Bubur Kacang Hijau mit Ketan Manis - Mungobohnen / Kokosmilch / Reis
Ragil (links) und sein Mann Frederik ergänzen sich perfekt. (Bild: RTL)

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Ragil (links) und sein Mann Frederik ergänzen sich perfekt. (Bild: RTL)

An Indonesien vermisst Ragil besonders die Esskultur, „dass wir zusammen am Boden sitzen und mit den Händen essen“. Bei den Erinnerungen an die ursprüngliche Heimat kommen ihm ein paar Tränchen: „Wieso weine ich denn jetzt?“ Mit seiner Mutter telefoniert er jeden Tag: „Ich vermisse sie natürlich auch.“

Zu Gast bei indonesischer Berühmtheit

Mit der Kamera hat er gar keine Probleme. „Ich wollte schon immer Schauspieler sein“, deshalb dreht er mit seinem Mann Frederik (40) Videos für die sozialen Medien und wurde damit zur Berühmtheit. „Ich war auch schon in einem sehr großen Podcast in Indonesien, zusammen mit Frederik.“ In Indonesien sei Homosexualität noch immer ein Tabu, doch Ragil möchte zeigen, „dass man glücklich sein kann, so wie man ist, egal wen man liebt“.

Etwas schärfer hätte die Vorspeise sein dürfen, findet Mathias. (Bild: RTL)

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Etwas schärfer hätte die Vorspeise sein dürfen, findet Mathias. (Bild: RTL)

Lui (31) entdeckt die YouTube-Auszeichnung an der Wand: „Ist er Influencer und hat uns nichts davon erzählt?“ Mathias (40) fragt nach: „Also bist du richtig Promi?“ Ragil lächelt vielsagend: „In Indonesien kann man so sagen, ja.“ Dann verrät er seine Follower-Zahl: 4,8 Millionen. Den Gästen bleibt der Mund offenstehen. Lui muss sich sammeln: „Als ich erfahren habe, dass Ragil so ein kleiner Fernsehstar und YouTube-Star ist, dachte ich mir erst mal: krass!“

Ragils Geschichte berührt Mathias

Die Vorspeise ist laut Ragil „ein Streetfood-Klassiker in Medan“. Beschwingt tanz er durch die Küche: „Uhhh, lecker!“ Mathias will wissen: „Ist es jetzt so, wie es sein muss, oder wäre es schärfer?“ Ragil antwortet erwartungsgemäß: „Schärfer.“ Doch Mathias findet: „Ich weiß nicht, ob er sich damit einen wirklichen Gefallen getan hat, das europäisch zu machen.“

Ragils Lebensgeschichte berührt Schorsch (links) und Mathias zutiefst.
 (Bild: RTL)

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Ragils Lebensgeschichte berührt Schorsch (links) und Mathias zutiefst. (Bild: RTL)

Nach dem ersten Gang berichtet Ragil von den vielen Hasskommentaren auf Social Media: „Ich war die erste Person, die aus Indonesien quasi offen drüber gesprochen hat - über Homosexualität.“ Mit seiner Mutter hatte er nach seinem Coming-out lange keinen Kontakt. Die Geschichte berührt Mathias zutiefst, denn seine Eltern reagierten ganz gelassen: „Umso krasser dann zu hören, dass du dann erst mal ein Elternteil verlierst.“ Er wischt sich die Tränen aus den Augen.

„Dachte kurz, ich müsste ersticken“

Weiter geht das Menü mit Hähnchencurry und Ananas-Gurken-Salat. Den mochte Ragils Gastmutter gerne, als er vor 14 Jahren als Au-Pair in Deutschland war. Mathias probiert die Chilipaste, vor der Ragil noch warnt: „Vorsicht, scharf!“ Das merkt Mathias: „Ich dachte kurz, ich müsste ersticken.“

Konzentriert richtet Ragil seine Hauptspeise an: Hähnchencurry mit Ananas-Gurken-Salat und Reis.
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Konzentriert richtet Ragil seine Hauptspeise an: Hähnchencurry mit Ananas-Gurken-Salat und Reis. (Bild: RTL)

Ragil erklärt seine Reisbällchen mit Kokosraspeln und die gekochten Mungbohnen: „Ich habe es extra nicht so süß gemacht, wie es in Indonesien ist. Normalerweise ist es süß, süß, süß, süß und süß.“ Ungewöhnlich findet Schorsch (50) den lila Reis: „Der hat schon bisschen anders geschmeckt, hat sich auch von der Textur im Mund anders angefühlt, aber jetzt nicht schlecht.“

Schorsch zieht sein Fazit zum indonesischen Abend: „Für mich hat ein bisschen was heute noch gefehlt, und das waren hauptsächlich die Gewürze der indonesischen, asiatischen Küche.“ Das gibt 30 Punkte und den vorerst zweiten Platz für Ragil. (tsch)

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