Ärzte pfeifen Königin zurück Johnson gibt Entwarnung: „Queen ist gut drauf“

Wie steht es um die Gesundheit der Queen? Elizabeth II. muss auf Anraten ihrer Ärzte kürzer treten. Angesichts der zunehmenden Sorgen um die Gesundheit der Königin steht nun ihr praller Terminkalender im Fokus.

London. Ihr Pflichtgefühl ist legendär. Sie gönnt sich keine Ruhe. Doch inzwischen fordert das stolze Alter von 95 Jahren auch von der britischen Queen Elizabeth II. Tribut. Angesichts der zunehmenden Sorgen um die Gesundheit der Königin wurde ihre Höflinge nun instruiert, die Agenda bis Weihnachten und auch danach genau zu prüfen, berichtete die Zeitung „Daily Mirror“ unter Berufung auf royale Quellen.

Nötig sei ein „sorgfältiger und vorsichtiger“ Ansatz für künftige Termine. Zuvor hatte der Buckingham-Palast mitgeteilt, dass die Ärzte der 95 Jahre alten Monarchin zwei weitere Wochen Schonung empfohlen haben.

Künftig sollen Termine und damit verbundene Reisen danach entschieden werden, wie sich die Queen fühlt. Seitdem sie 90 ist, verzichtet Elizabeth II. bereits auf Fernreisen. Zuletzt hatte sie auch zwei Inlandsreisen abgesagt: nach Nordirland und zum Klimagipfel, der an diesem Sonntag in der schottischen Großstadt Glasgow beginnt.

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Premier Boris Johnson: Queen ist gut drauf

Nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson geht es der Queen trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit gut. „Ich habe wie jede Woche als Teil meines Jobs mit Ihrer Majestät gesprochen, und sie war gut drauf“, sagt Johnson am Samstag (30. Oktober) dem Sender ITV am Rande des G20-Gipfels in Rom. „Ihre Ärzte haben ihr gesagt, dass sie sich schonen muss, und das sollten wir alle respektieren und verstehen. Alle wünschen ihr nur das Beste.“

Zudem sollen andere Mitglieder der Royal Family ihr Engagement ausdehnen und die Queen noch häufiger bei ihren Terminen begleiten, wie der „Mirror“ weiter berichtete. „Die engeren Mitglieder der Royal Family als Einheit haben kollektiv einen größeren Bedarf an Zusammenarbeit in ihren gemeinsamen Projekten diskutiert“, zitierte das Blatt seine Quelle. Dabei gehe es auch darum, sich kurzfristig gegenseitig zu unterstützen. „Nach dem Ende der Corona-Maßnahmen haben alle das Bedürfnis, rauszukommen und mehr zu tun.“

Sorge um die Gesundheit von Queen Elizabeth II.

Der Gesundheitszustand der Queen ist in den vergangenen gut zwei Wochen stärker in den Fokus gerückt. Bei einem Besuch der Londoner Westminster Abbey in Begleitung ihrer Tochter, Prinzessin Anne, zeigte sich das Staatsoberhaupt erstmals überhaupt nicht aus medizinischen Gründen mit einem Gehstock. Zwei Tage später war sie erneut mit Gehhilfe zu sehen. Die Nacht zum 22. Oktober verbrachte die Königin dann sogar „aus praktischen Gründen“ im privaten King-Edward-VII-Krankenhaus, wo sie zu „Voruntersuchungen“ war. Danach verordneten die Ärzte ihr eine Ruhepause - die nun verlängert wird.

„Die Queen ist sich der Notwendigkeit bewusst, sich zu schonen, und das wird sie nun tun“, so die Palastquelle. „Sie wird ohne Zweifel wieder auftreten, wenn sie sich bereit fühlt.“ Erklärtes Ziel der Queen ist, am 14. November am traditionellen Gottesdienst zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs sowie die Weltkriegstoten teilzunehmen. Der Remembrance Sunday ist ein Pflichttermin für die Royals.

Queen Elizabeth II. feiert 2022 ihr 70-jähriges Jubiläum auf dem Thron

Ihren königlichen Terminkalender, der bereits wenige Wochen nach dem Tod ihres Ehemanns Prinz Philip im April wieder prall gefüllt war, arbeitete Elizabeth II. auch in den vergangenen Tagen stoisch ab. Die Nachrichtenagentur PA zählte allein im Oktober trotz des Krankenhausaufenthalts ein knappes Dutzend Termine, darunter ein Besuch in Cardiff und ein Tag beim Pferderennen, das die Monarchin liebt. Teilnehmern ihrer Termine zufolge machte sie zuletzt einen fitten Eindruck.

Für ihre Berater und Höflinge dürfte es schwer werden, im neuen Jahr die Anzahl der Termine zu reduzieren. 2022 ist Elizabeth II. seit 70 Jahren Königin - sie sitzt seit dem Tod ihres Vaters König Georg VI. am 6. Februar 1952 auf dem Thron. Diese Platin-Jubiläum wird vom Palast seit Monaten beworben. Zentraler Termin ist ein langes Wochenende Anfang Juni, dabei sind unter anderem ein großes Konzert, ein Gottesdienst und eine Militärparade geplant. (dpa)

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