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Eine Liebeserklärung an die DDREiner der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten läuft heute im Free-TV

Im Spielfilm „Good Bye, Lenin!“ verkörpert Daniel Brühl (links) den jungen Alex Kerner, dessen Mutter während der Wende im Koma liegt und nach dem Mauerfall wieder aufwacht. Um ihr den Tod durch eine Herzattacke zu ersparen, inszeniert Alex die DDR in der Wohnung. (Bild: ZDF/Conny Klein / X-Filme / Beta Film)

Copyright: ZDF/Conny Klein / X-Filme / Beta Film

Im Spielfilm „Good Bye, Lenin!“ verkörpert Daniel Brühl (links) den jungen Alex Kerner, dessen Mutter während der Wende im Koma liegt und nach dem Mauerfall wieder aufwacht. Um ihr den Tod durch eine Herzattacke zu ersparen, inszeniert Alex die DDR in der Wohnung. (Bild: ZDF/Conny Klein / X-Filme / Beta Film)

Einer der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten: Daniel Brühl brillierte 2003 in „Good Bye, Lenin!“ und nahm das Publikum mit auf eine Zeitreise in die DDR.

Daniel Brühl ist längst auch international ein gefragter Star. Er konnte in Großproduktionen wie „Das Bourne Ultimatum“, „2 Tage Paris“, „Inglourious Basterds“ und „The First Avenger: Civil War“ überzeugen. Daheim in Deutschland hat Brühl seine Zuschauer ja bereits zu Beginn seiner Karriere erobert - spätestens durch die Hauptrolle in Wolfgang Beckers umwerfender Zeitgeschichtskomödie „Goodbye, Lenin!“ (2003), die 3sat am Sonntag, 31. Mai, um 21.45 Uhr wiederholt. Mehr als 6,5 Millionen Zuschauer hatten den vielfach ausgezeichneten Abschiedsgruß an eine kleine Republik im Kino gesehen.

Alex (Daniel Brühl) lässt für seine Mutter auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen.  (Bild: ZDF/Conny Klein / X-Filme / Beta Film)

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Alex (Daniel Brühl) lässt für seine Mutter auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen. (Bild: ZDF/Conny Klein / X-Filme / Beta Film)

Die Geschichte ist natürlich hinreichend bekannt: Am Abend des 40. Jahrestags der DDR erleidet Mutter Kerner (Katrin Sass) einen Herzinfarkt und fällt ins Koma. Sie bekommt von den Ereignissen im Herbst 1989 nichts mit. Weder vom Fall der Mauer noch von der Abwicklung der Firma ihres Sohnes Alex (Daniel Brühl) oder vom neuen Job ihrer Tochter Ariane (Maria Simon) bei „Burger King“. Als sie im Sommer 1990 aufwacht und „Was ist passiert?“ fragt, bekommt sie von Alex „Nichts“ zur Antwort.

Komisch und skurril, gleichzeitig aber auch herzlich und warm

Alex' (Daniel Brühl) Mutter Christiane (Katrin Saß) ist aus dem Koma wieder erwacht und ahnt noch nichts von dem Ende der DDR.  (Bild: ZDF/Conny Klein / X-Filme / Beta Film)

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Alex' (Daniel Brühl) Mutter Christiane (Katrin Saß) ist aus dem Koma wieder erwacht und ahnt noch nichts von dem Ende der DDR. (Bild: ZDF/Conny Klein / X-Filme / Beta Film)

Ihr Sohn setzt nun alles daran, dieses Nichts wirklich zu machen. Denn jede Aufregung könnte Mutter Kerners Tod bedeuten. Also lebt die DDR in der 79 Quadratmeter großen Plattenbauwohnung der Kerners weiter: Pioniere kommen ans Krankenbett, die „Aktuelle Kamera“ wird von Alex' Westberliner Kumpel und Hobbyfilmer Denis (Florian Lukas) gefälscht, und auch für plötzlich auftauchende Coca-Cola-Werbebanner gibt es einleuchtende sozialistische Erklärungen.

Weil draußen derweil munter weiter Geschichte (Fußball-WM, Währungsunion, Einigungsvertrag) gemacht wird, verselbstständigt sich das Spiel mit der Wirklichkeit. Alex gerät immer tiefer in die Zwickmühle und weiß, dass er irgendwann die Realität anerkennen muss. „Good Bye, Lenin!“ ist komisch und skurril, gleichzeitig aber auch herzlich und warm.

Trotz all der Komik und den grotesk-absurden Einfällen macht der Film die DDR nicht lächerlich, sondern zeigt sie detailverliebt so, wie sie war: eine kleine Republik, in der bei Weitem nicht alles stimmte, aber deren Menschen sich zu helfen wussten und ihr Leben mit großem Einfallsreichtum meisterten. Und viele erkannten durchaus an, dass die Zeit reif ist für Veränderungen. (tsch)

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 (Bild: 2021 Getty Images/Yui Mok - WPA Pool)
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