Abo

„Das perfekte Dinner“Kandidatin nennt indisches Bhatura-Brot eine „richtig lecker Stulle“

Mit trockenen Statements unterhält Sassi (rechts) die ganze Runde - besonders Anna amüsiert sich bestens. (Bild: RTL)

Copyright: RTL

Mit trockenen Statements unterhält Sassi (rechts) die ganze Runde - besonders Anna amüsiert sich bestens. (Bild: RTL)

Aktualisiert:

An Tag 2 von „Das perfekte Dinner“ (VOX) in Potsdam treffen nicht nur kulinarisch Welten aufeinander. „Ich zaubere, kreiere, genieße“, schwärmt Gastgeberin Pauline von ihrer orientalische inspirierten „High End-Küche“. Auch der Konkurrenz schmeckt's: „Die Stullen - schmausibausi!“

In Michendorf, neun Kilometer von Potsdam entfernt, bringt Anna (45) die bisherige Entwicklung auf den Punkt: „Gestern Ossiland, heute Orient.“ Mit „gestern“ meint sie den Auftakt bei Potsdam-Urgestein Sassi (30), die den Abend mit Herz, Schnauze und einem Dinner mit DDR-Kindheitsklassikern als Ostalgie-Revue inszenierte. Den „Orient“ hat sich wiederum Pauline (40) auf die Fahnen geschrieben.

Die Berlinerin mit philippinischen Wurzeln sieht sich selbst als sinnliche Zeremonienmeisterin. Ihre Küche nennt sie „Genusswerkstatt“, in der sie nicht nur schnöde koche: „Ich experimentiere, zaubere, kreiere.“ Dazu sei sie „immer perfekt vorbereitet“: „Ich überlasse nichts dem Zufall.“ Als lebendes Beispiel für ihre kulinarischen Zauberkünste zeigt sich ihr Ehemann Niki (43): „Seit unserer Hochzeit vor zwölf Jahren habe ich 14 Kilo zugenommen.“ Als Schnippelhilfe für das orientalische Dinner weicht er ihr bis zum Ende nicht von der Seite und widmet sich dem Baklava-Dessert fast ganz allein: „Der Mann kann einfach mit Teig.“

„Für mich riecht Kreuzkümmel ein bisschen nach Schweiß“

Motto: Zwischen Safran und Rosenblättern - ein Märchen aus „Tausendundeine Nacht“

  1. Vorspeise: Teigtasche gefüllt mit Rinderhack und sanft geschmorten Kartoffeln, dazu ein Trio aus Mango, Minze und Dattel
  2. Hauptspeise: Zartes Geflügel in seidig-buttrigem Glanz, verfeinert mit Gewürzen der Ferne
  3. Nachspeise: Schichten aus Nuss und Honig, erfrischt durch Vanille, Basilikum und Minze
Malai Kofta mit Reis und selbstgebackenem Bhatura-Brot: Bei Pauline wird es in Potsdam indisch. (Bild: RTL)

Copyright: RTL

Malai Kofta mit Reis und selbstgebackenem Bhatura-Brot: Bei Pauline wird es in Potsdam indisch. (Bild: RTL)

Paulines Gäste freuen sich auf die ungewohnten Genüsse, garniert mit einem Hauch von Skepsis. „Für mich riecht Kreuzkümmel ein bisschen nach Schweiß“, bekennt Anna. Nicht so Konrad (34): „Ich bin ein Gewürzmensch.“ Und Pauline erst! Die verarbeitet Basilikum und Minze sogar in der Dessert-Mousse zur Baklava: „Das muss man erlebt haben.“ Bei den Basics „zaubert“ sie anders als andere: Zwiebeln und Knoblauch kommen bei ihr industriell verpackt und bereits fertig gehackt aus der Tiefkühltruhe: „Schmecken so viel besser als die frischen.“

Nach den „Rubinen der Nacht“ (Paulines Aperitif aus Granatapfelsirup und Cremant) können sich die Gäste zunächst an Samosas mit zweierlei Füllungen, Malai Kofta (Bällchen aus Cashews und Frischkäse) sowie Dips erfreuen. „Du erwartest nicht, dass wir die mit Messer und Gabel essen?“, zeigt sich Konrad erfrischend lässig.

Indische Köstlichkeiten wie am Fließband: Pauline (40) bezeichnet ihre Kochkünste als „High End“. (Bild: RTL)

Copyright: RTL

Indische Köstlichkeiten wie am Fließband: Pauline (40) bezeichnet ihre Kochkünste als „High End“. (Bild: RTL)

Ebenso sorgt Sassi, mit ihrer unverwechselbaren Art das Gegenteil der feierlichen Pauline (“Die Safranfäden sind von meiner Freundin aus Persien“), für humoristische Highlights: „Die Dreiecke und Bälle sind toll“, lobt sie die Vorspeisen: „Und die Saucen - übel toll.“ Richtige Begeisterung („Schmausibausi“) erzeugen bei ihr die indischen Fladenbrote, „Bhaturas“ gennant: „Die Stullen sind richtig lecker, Alter!“

Da fällt es nicht weiter auf, dass Konrad das Huhn im Butter Chicken trocken findet und Sassi die Creme zur Baklava „fisselig im Mund“. Bea (62) wiederum mag Baklava eigentlich überhaupt nicht: „Aber das ist die beste, die ich je gegessen habe.“ Hergestellt hat sie Paulines Ehemann fast im Alleingang, was ihrer Bewertung allerdings keinen Abbruch tut. Mit 36 Punkten geht die Genusswerklerin klar in Führung - wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. (tsch)

Jochen Breyer erkundet die „geheime Welt des Adels“ in Deutschland. (Bild: ZDF/Nicolai Mehring)

Deutscher Adel

Jochen Breyer erblickt „geheime Welt“ – und „kann es kaum glauben“