„Die erwarten natürlich Japanisch von mir, was ich auch liefern werde“, verspricht Kayo an Tag 4 der Düsseldorf-Woche ein „Dinner“-Menü mit Kulinarik ihrer Heimat. Doch eine Zutat stößt auf wenig Gegenliebe ...
„Das perfekte Dinner“-Kandidatin ist „erleichtert“, als sie die Tischdeko ihrer Konkurrentin sieht

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Kayo (Mitte) hat aus dem Dessert einen kulinarischen Zen-Garten gezaubert. (Bild: RTL)

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Albert zeigt Mark, Daniel und Jutta (von links), wie sie gleich die Stäbchen richtig einsetzen. (Bild: RTL)
In Osaka geboren, lebt Kayo (57) schon seit 20 Jahren in Düsseldorf und arbeitet in einem Finanzunternehmen. Dank der großen japanischen Community sind asiatische Lebensmittel immer verfügbar. Und so steht einem authentischen „Das perfekte Dinner“-Menü mit dem Motto „Taste of east“ nichts im Weg. Es gibt:
- Vorspeise: Trilogie aus Japan - Thunfisch / Aubergine / Hähnchen
- Hauptspeise: Tokyo - Nigiri diversity - Fisch / Veggie / Fleisch
- Nachspeise: Kyoto - Zen-Garten - Matcha / Maronen / Azuki

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Die Vorspeise: ein Dreierlei aus mariniertem Thunfisch, gebackener Aubergine und Hähnchen-Teriyaki. (Bild: RTL)
Matcha gehört schon immer zur japanischen Küche. „Das ist total gehyped jetzt“, wundert sich Kayo über den Trend. „Das ist auch teurer geworden, weil es jetzt in der ganzen Welt getrunken wird.“ Sie weiß aber auch, dass der Geschmack polarisiert: „Ich hoffe, dass die Leute Matcha mögen.“ Zur Eingewöhnung verarbeitet Kayo den grünen Tee im Kuchen: „Gebackene Sachen mit Matcha-Geschmack ist vielleicht einfacher für jeden.“
„Angst, dass es so gut sein wird“

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Jutta und Mark schauen Kayo fasziniert bei der Sushi-Zubereitung zu. (Bild: RTL)
Über die Nigiri freuen sich alle. Außer Jutta (64): „Ich liebe Sushi - nicht.“ Probieren wird sie es trotzdem. Albert (31) hat hingegen Vorbehalte dem Matcha gegenüber: „Es sollte eigentlich Matsche heißen, weil genauso schmeckt das.“ Mark (42) findet den bitter-herben Geschmack ebenfalls „gewöhnungsbedürftig“. Dem schließt sich Jutta an: „Ich bin kein Freund von Matcha.“
„Ich habe Angst“, verrät Albert den anderen bei der Begrüßung vor Kayos Haus. „Ich habe Angst, dass es heute so gut sein wird, dass ich nie wieder mit den gleichen Augen auf Sushi schauen kann.“ Jutta macht eine freudige Entdeckung bei der Tischdeko: „Ich bin jetzt schon erleichtert, dass da auch eine Gabel liegt.“ Bis die Vorspeise kommt, gibt der erfahrene Sushi-Esser Albert den anderen einen kleinen Kurs in der Stäbchen-Benutzung.
Vorspeise mit „Umami-Explosion“

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Ob den Gästen der grüne Matcha-Kuchen schmeckt? (Bild: RTL)
Kayo stellt ihre Trilogie aus mariniertem Thunfisch, gebackener Aubergine und Hähnchen-Teriyaki vor. Jutta vergewissert sich: „Und das essen wir jetzt mit Messer und Gabel?“ Kayo lacht: „Ja. Ich auch.“ Die unbekannten Aromen begeistern die Gäste. Daniel (40): „Der Thunfisch war so butterzart, den konnte man am Gaumen zerdrücken.“ Mark: „Die Aubergine mit der Walnuss - wunderbar.“ Albert mag die „Umami-Explosion“: „Ich könnte den Teller auslecken.“
Als Hauptspeise bereitet Kayo verschiedene Nigiri, Ei-Omelette und Miso-Suppe zu. „Jetzt wissen wir, warum es so lange gedauert hat“, bestaunt Jutta die Vielfalt und Handwerkskunst auf dem Teller. „Wir hätten mehr Geduld haben müssen innerlich, weil man hat ja sofort gesehen, dass da so viele Details drauf waren.“ Mark ist vollauf zufrieden: „Was Unerwartetes auf dem Teller zu erleben, fand ich klasse.“
Zu schön zum Aufessen
Es folgt: ein Zen-Garten aus Matcha Kuchen, Maronen-Eis und Rote-Bohnen-Paste. „Ich habe es so genannt, weil ich die einzelnen Komponenten genauso verzieren wollte wie der Zen-Garten in Kyoto“, erklärt Kayo ihre Idee. „Das ist so schön, dass man es schade findet, das aufzuessen“, lässt Albert den Teller auf sich wirken. Nicht einmal der Matcha-Geschmack kann den Dessert-Genuss trüben, denn wie Jutta erfreut feststellt: „Das meiste Matcha an dem Kuchen war die Farbe.“
„Die hat sich wirklich eine Wahnsinnsmühe gegeben“, resümiert Jutta. Albert findet: „Das war echt ein Erlebnis heute.“ Trotzdem verpasst Kayo mit 36 Punkten ganz knapp die Führung. (tsch)
