Eigentlich muss für ihn beim Kochen alles perfekt sein. Doch an Tag 4 von „Das perfekte Dinner“ (VOX) in und um Aschaffenburg geht für Ben (37) einiges schief. Geschirr zerbricht, Kartoffeln fallen auseinander - und dann misslingt dem Planungsmanager einer Eisfabrik auch noch das Zitronensorbet.
Eis-Profi ruiniert beim VOX-“Dinner“ ausgerechnet das Dessert„Das schlechteste Eis, das ich je gemacht habe“

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Die Morchelsahne schäumt nicht so richtig - da beginnt bei Ben (37) die Verzweiflung. (Bild: RTL)

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Was sein „liebstes Hobby“ Kochen betrifft, ist Ben aus Babenhausen Perfektionist. (Bild: RTL)
Bislang der Kritischste in der Aschaffenburger „Dinner“-Runde, stellt Ben (37) aus Babenhausen auch höchste Ansprüche an sich selbst. Bei seinem neben Essengehen „liebsten Hobby“ Kochen müsse „alles perfekt sein“. Das gilt erst recht fürs Grillen: Der Planungsverantwortliche in einer Eiscreme-Fabrik nennt sechs Grills für unterschiedliche Bedürfnisse sein eigen.

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Mist, die Kartoffeln zu dick gehobelt! Ben fällt seine ambitioniertes „Mille-feuille“ auseinander. (Bild: RTL)
Beim „perfekten Dinner“ überlässt er daher nichts dem Zufall und hat seine Schwester Esther (44) als Schnippelhilfe engagiert (“Sie hat einen schätzenswerten Umgang mit Lebensmittel“). Esther hingegen findet ihren Bruder vor allem „süß und sensibel“. Dass er in der Tat über ein sympathisch wackliges Nervensystem verfügt, zeigt der Verlauf der Vorbereitungen, in dem nach und nach das Ungeplante überhand nimmt.
- Vorspeise: Frischer Auftakt mit Farbe, Finesse und Meer - Lachs auf Rote-Bete-Tatar mit Avocado-Creme
- Hauptspeise: Wild, aromatisch, perfekt abgestimmt - Rehrücken
- mit „Kartoffel-Blätterteig“ und Selleriepüree
- Nachspeise: Ein süß-säuerlicher Abschluss - Dinkel-Brioche-Pudding an Pflaumenkompott und Zitronensorbet
„Das schlechteste Eis, das ich je gemacht habe“

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An Tag 4 in und um Aschaffenburg trifft sich die „Dinner“-Runde bei Ben in Babenhausen. (Bild: RTL)

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Nach einigen Pannen spiegelt Bens „Stimmungs-Oktopus“ seine Verfassung gut wider. (Bild: RTL)
Dass an Tag 4 zum vierten Mal Rote Bete auf den Tellern landet, nach zweimal Carpaccio und einmal Beilage diesmal als Tatar, ist noch kein Beinbruch. Auch dass Japan-Expertin Antonia (29) nicht schmeckt, dass Ben die Vorspeise mit der Ei-Algen-Gewürzmischung „Furikake“ verfeinert hat - geschenkt. Johannes (40) nennt den Gang immerhin eine „Geschmacksexplosion“: „Hat sich wunderbar im Mund entwickelt und total Spaß gemacht.“
Kritisch wird es mit der als „Kartoffel-Blätterteig“ geplanten Hauptspeise-Beilage. Für die „Milles-feuille“ hat Ben, wie er selbst anmerkt, „zu dick gehobelt“ - beim Heben aus der Pfanne fallen die Schichten auseinander. Zum Rehrücken (Johannes: „Die Pfefferkruste ist mir ein bisschen zu viel“) gibt es also eine Art „crunchy“ Bratkartoffeln. Der Morchelschaum gerät auch eher zur Sauce: „Aber ich kann euch etwas nachschäumen“, versucht Ben die Komponente zu retten.
Als sich dann auch noch sein Dinkel-Brioche-Pudding nicht adäquat aus den Förmchen löst, ist es um sein Selbstvertrauen geschehen: „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal in der Küche so geschwitzt habe - literweise!“ Auch das Zitronensorbet bringt keine Abkühlung. Es hat zu viele Eiskristalle - besonders ungünstig für den Manager einer Eiscreme-Fabrik: „Das ist das schlechteste Eis, das ich je gemacht habe.“
„Die harte Arbeit hat sich gelohnt“, versucht Johannes zu trösten. Und in der Tat hat es den Gästen bei allen Zwischenfällen gut geschmackt. Mit 32 Punkten belegt Ben mit Lucia (63) derzeit den zweiten Platz hinter Youngsterin Luna (22), die mit 38 Punkten führt. Als Cliffhanger zum letzten Dinner versprechen Ben und Johannes jenseits aller Kulinarik auch noch Spektakuläres: Werden Sie sich zum Finale gemeinsam von ihren Schnauzbärten verabschieden? (tsch)
