Stoffservietten und Püree zogen sich durch die bisherige „Das perfekte Dinner“-Woche in Darmstadt. Doch am letzten Abend will Susanne einiges anders machen. Das sorgt für erstaunte Gesichter ...
„Dinner“-Gastgeberin erlaubt sich Deko-Scherz„Ich hätte es nicht gedacht!“

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Markus fällt sofort auf: Susanne hat den Tisch tatsächlich mit Papierservietten gedeckt.
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In Pfungstadt hat sich Susanne (39) ein kleines Pflanzenparadies geschaffen. Umgeben von viel Grün freut sich die Logopädin immer über Besuch: „Ich mag das, wenn ich Gäste habe und wir einfach gemeinsam das Leben feiern können.“ Sie hat sogar Zitronen, Granatäpfel, Pfirsiche, Bananen und Tomaten angepflanzt: „Im Sommer ernähren wir uns, was Obst und Gemüse angeht, wirklich nur saisonal und absolut regional aus dem Garten.“
Nachdem diese Woche beim „perfekten Dinner“ alle anderen Stoffservietten auf die Tische dekoriert haben, zieht nun widerwillig auch Susanne mit: „Ich habe mich ja ganz bewusst gegen Stoffservietten entschieden, und jetzt hat meine Mama mir aber tatsächlich gestern doch noch mal welche genäht.“
Mit ihrem Motto „La dolce vita“ möchte Susanne vermitteln: „Das Leben ist bunt, das Leben ist schön.“ Außerdem: „Fast keine Kultur verkörpert La dolce vita so gut wie Italien.“ Und dazu passen folgende Gaumenfreuden:
- Vorspeise: Dekonstruierte Bruschetta - Tomate / Burrata / Brot / Basilikum
- Hauptspeise: Offene Lasagne - Nudel / Tomate / Rind / Hartkäse
- Nachspeise: Panna cotta - Sahne / Himbeere / Pistazie

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Ein skeptischer Blick: Sieht der selbstgemachte Balsamico-Kaviar appetitlich aus oder eher klumpig wie der erste Versuch?
„Letztendlich klingen alle Speisen auf der Menükarte, als ob sie sehr einfach vorzubereiten wären“, doch inzwischen kann Markus (36) Susanne gut einschätzen. „Deswegen bin ich mir auch sehr sicher, dass es nicht so sein wird.“ Zur Feier des Finales erhofft sich Turina (35) „bisschen mehr Party heute“. Was den Gästen positiv auffällt: Nach den vergangenen vier Abenden gibt es heute endlich kein Püree.
Gäste stehen vor der falschen Tür
„Ich hoffe sehr, dass die meine Tür finden“, fällt Susanne bei der Vorbereitung des Aperitifs ein. Eigentlich wollte sie den Gästen noch sagen, dass der Eingang etwas versteckt liegt, „aber ich hab's dann irgendwie immer vergessen“. Tatsächlich steht die Darmstadt-Truppe erst vor einer anderen Tür. „Sind wir hier falsch?“, fragt Turina, als niemand öffnet.
Ein Blick ums Eck führt sie in den grünen Garten - und zu Susannes Haustür. Was Petra (66) noch interessiert: „Wo haben wir denn geklingelt vorhin?“ Es war nur die Airbnb-Wohnung.

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Beim zweiten Anlauf finden Max, Petra, Turina und Markus (von links) die richtige Eingangstür, versteckt hinter viel Grün.
Als die Gäste am Tisch Platz nehmen, fallen Markus sofort die Papierservietten auf: „Ich hätte es nicht gedacht! Respekt, dass du es durchgezogen hast!“ Denn schon seit Tag eins sind Stoffservietten ein Thema - und scheinbar ein Muss beim „perfekten Dinner“ in Darmstadt. Dann verteilt Susanne doch noch grinsend die Stoffware ihrer Mutter, „weil ich mitbekommen habe, wie wichtig euch Stoffservietten sind“. Turina lacht: „War eine lustige Aktion.“
Wie Bruschetta, aber doch nicht wie Bruschetta
Die Bruschetta dekonstruiert Susanne folgendermaßen: in konfierte Tomaten, Burrata-Espuma, Brotchip und Balsamico-Kaviar. Für letzteren braucht Susanne zwei Anläufe. Denn der erste Versuch sieht eher nach Geleebrocken aus. „Es hat ein bisschen erinnert an Bruschetta, aber war schon meiner Meinung nach weiter weg von Bruschetta“, überlegt Max (28). „Ich hätte die Vorspeise wirklich anders genannt“, hat sich Markus etwas anderes vorgestellt. „Letzten Endes war es sehr viel Burrata.“
Natürlich macht Susanne die Pasta für ihre offene Lasagne selbst. Überhaupt stellt der Hauptgang die größte Herausforderung dar. Denn die Nudelplatten sollen nicht zu hart, nicht zu weich und das Ragout gut eingekocht sein. Doch wieder hat Markus etwas Spektakuläreres erwartet als einfach nur schmackhaftes Soulfood: „Das ist halt auch so ein Essen, das man sich gerne mal Sonntagnachmittag macht, wenn man abends einen schönen Fernsehabend hat.“ Für Petra ist die Pasta zu al dente: „Ich hätte sie mir ein Ticken weicher gewünscht.“
Motto erfüllt
Wie Max die Panna cotta mit Pistaziencreme und Himbeer-Sorbet findet: „Sehr lecker.“ Auch sonst kommt wenig Kritik auf. „Wir konnten heute auf jeden Fall La dolce vita erleben“, resümiert Markus den Abend.
„Ich fand die Hauptspeise halt schon einfach“, überlegt Turina, wie viele Punkte sie vergibt. Am Ende kann Susanne mit 33 Punkte Turina nicht mehr auf dem ersten Platz ablösen. „Wir sind aber insgesamt sehr hoch“, findet Markus die Bewertungen allgemein sehr fair - und verdient. (tsch)

