„Das perfekte Dinner“ Kandidat Marcus setzt auf mutiges Menü – alles Kalkül

Das Foto zeigt den "Das perfekte Dinner"-Kandidaten Marcus beim Kochen in seiner Küche

Marcus gibt in dieser Folge den Gastgeber bei „Das Perfekte Dinner“

„Fernweh“: Mit seinem Motto-Menü trifft Marcus definitiv einen aktuellen Nerv. Mit kuriosen Speisen aus Amerika, Europa und Asien will er die Konkurrenz überzeugen – und hat Erfolg.

Eine wendige Maschine schneidet Kartoffeln im Akkord in hauchdünne Scheiben, parallel vakuumiert der Ehemann den Hirschrücken, im Ofen backt „Schokoladensand“ und wartet die Heißluftfriteuse auf marinierte Maiskölbchen: Keine Frage, hier ist ein Profi am Werk, dazu ein erlesener Gerätepark an raffinierten Küchen-Helferlein.

„Ich mache hier mit, um mich beweisen zu können“, beschreibt Marcus (34) aus Mannheim seine Motivation, sich bei „Das perfekte Dinner“ angemeldet zu haben. Schon in der zweiten Klasse schenkte seine Mutter ihm ein Kochbuch - mit nachhaltigem Erfolg, wie rund um seinen Auftritt in der Vox-Hobbykochreihe (auch zu sehen im Stream bei RTL+) zu bestaunen ist.

„Perfektes Dinner“-Kandidat: „Kochen ist für mich wie Meditation“

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Was der Fachprüfer im Gesundheitswesen („Ich stelle Pflegeheime auf den Prüfstand“) vor allem beweist, ist Internationalität. Nicht nur stammen sein Ehemann Iljas (27) und die Amuses Gueules aus Griechenland, auch sein Menü hat er mit „Fernweh“ betitelt:

  • Vorspeise: „Asien“ - Ente / Reis / Kräuter / Chili / Koriander
  • Hauptspeise: „Amerika“ - Hirsch / Kartoffel / Mais / Tomate / Kräuter
  • Nachspeise: „Europa“ - Kirsche / Schokolade / Sahne

Die Vorspeise hat biografischen Bezug: „Meine Mutter hatte eine Freundin aus Laos. Mit ihren Gerichten bin ich aufgewachsen“, so Marcus („Kochen ist für mich wie Meditation“) zum ersten Gang. Ah, das strandlose Nachbarland von Thailand, wo es vor allem die Rucksack-Freaks hinzieht! Alles Kalkül bei Marcus: Seine ihm noch unbekannten Gäste will der durchaus nervöse Gastgeber explizit „auf eine Reise mitnehmen und neue Dinge ausprobieren lassen“.

Kräutersalat mit gehacktem Entenfleisch („Laab Ped“) dürfte dabei definitiv neue Wege erschließen, besonders Mitesser Andreas (40) aus Lampertheim. Der hasst nämlich den Hauptbestandteil Koriander: „Schmeckt für mich wie abgestandene Seife.“

„Perfektes Dinner“: Büffel, Bisons und „Chimmichurri“

Der Rest der Runde goutiert die Vorspeise aus dem Land der Tempel, woran auch der begleitende Aperitiv „Thai Basil Smash“ seinen Anteil haben könnte. Nur die Klebreis-Beilage findet Gast Sabrina („Meine Kochkünste reichen für meine Kinder“) ein „bisschen zu hart“ - nicht ahnend, dass er in seinem Ursprungsland auch als „Besteck“ für flüssigere Speisen dient.

Nicht so jedoch bei Marcus, der ein Faible für „Porzellan und Silberwaren“ hat. Auf eben diesen serviert er den Hauptgang „Amerika“, beim Fleisch mit einem Kompromiss. „Büffel oder Bison habe ich nicht bekommen, also gibt es Hirsch“. Das bedauernswerte Großtier mundet allen ausgezeichnet, ebenso Maiskölbchen auf, okay, der argentinischen Würzsauce „Chimmichurri“, Popcorn, Trüffel-Polenta und „15-Stunden-Kartoffeln“, einem Zwitter aus Kroketten und Pommes Frites.

Beim Dessert hält sich das „Fernweh“ dann in erträglichen Grenzen: Bei der Kreation aus Mini-Brownies, Schokoladen-„Sand“, hausgemachtem Sahneeis und „beschwipsten“ Kirschen handelt es sich um eine „dekonstruierte“ Schwarzwälder Kirschtorte. Ihr Herkunftsort scheint erreichbarer als das Mekong-Ufer, und 36 Punkte für das Mannheimer Startmenü sind stabil. Denn wer fühlt sich gerade nicht ein wenig „dekonstruiert“... (tsch)

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