„Das perfekte Dinner“ Ob das gutgeht? Nachspeise wurde schon Tage vor dem Servieren zubereitet

Gastgeber Reinhold (Mitte) serviert seinen Gästen (von links) Leander, Julian, Gabi und Vivi in der am 10. Mai 2022 ausgestrahlten Folge von „Das perfekte Dinner“ Fisch und Kalb.

Gastgeber Reinhold (Mitte) serviert seinen Gästen (von links) Leander, Julian, Gabi und Vivi in der am 10. Mai 2022 ausgestrahlten Folge von „Das perfekte Dinner“ Fisch und Kalb.

An Tag 2 der Dinner-Runde im Lahn-Dill-Kreis überlässt Loriot-Fan Reinhold (69) nichts dem Zufall. Seinen dicken Rezepte-Ordner arbeitet er Seite für Seite ab. Für den Nachtisch hat er zwei Tage gebraucht. Dafür erntet er ein genüssliches „Mmmm“ von seinen Gästen ...

In Waldsolms Brandoberndorf steht der Unternehmer im Ruhestand schon früh morgens in der Küche. „Ja, es ist viel“, plagt Reinhold trotz 48 Jahren Kocherfahrung die Angst, nicht alles zu schaffen. „Bei jedem Handgriff kann was schiefgehen.“ Mit seinem „Das perfekte Dinner“-Motto „Heimat – Zu Gast zwischen Dill, Lahn, Usa und Wetter Brandoberndorf“ steckt er kulinarisch die Grenzen des Lahn-Dill-Kreises ab:

  • Vorspeise: Gambach – Altenstädter Feld / Saibling trifft sich mit Forelle
  • Hauptspeise: Usingen – Eschbach / Kalb trinkt Rotwein zu einer Püree-Variation
  • Nachspeise: Bad-Nauheim-Ockstadt / Mei Moo Scherii

„Meine Frau und ich verwenden möglichst keine vorgefertigten Produkte“, deshalb macht Reinhold alles selbst. Strukturiert verarbeitet der Rentner die regionalen Zutaten und den selbst geräucherten Fisch. Seine größte Sorge: „Dass heute Abend ein Gast aufschreit: Au! Gräte!“ Eine Stunde, bevor die Gäste kommen, hat er die Vorbereitungen glatt über die Bühne gebracht.

„Das perfekte Dinner“ (Vox): Vivi genießt – „Ich habe sowas noch nie gegessen“

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Los geht’s mit der Vorspeise, einem Fischteller mit Saiblings-Tatar, Lachsforelle und Räucherfisch-Mousse nach einem Rezept von Johann Lafer (64). Die vielen Komponenten setzen Reinhold unter Druck: „Ich bin froh, dass ich es jetzt hier auf dem Tisch habe.“ Vivi (27) genießt: „Mmmm. Die Mousse ist superlecker. Ich habe so was noch nie gegessen.“ Leander (63) schlemmt: „Die Mousse war mega. Und auch der Lachs, da brauchtest du keine Zähne.“

Als Hauptspeise gibt es Kalbsbäckchen in Rotweinsoße mit Püree-Variation aus Paprika, Erbse und Kartoffel. „Soßenkochen ist meine Leidenschaft“, widmet sich Reinhold mit Hingabe dem Kalbsfond. „Irgendein Koch hat mal gesagt: Der wahre Koch ist der Soßenkoch.“ Leander schneidet seine Bäckchen an: „Oh, die sind butterzart.“ Nach dem ersten Bissen lobt er: „Auch das Sößchen, lecker.“

„Das perfekte Dinner“ (Vox): „Die Nachspeise war der Hammer“

Die Krönung des Menüs steht im Kühlschrank bereit: Mirror Glaze Kirschen mit Amarena-Kirschkern. „Das ist ein Prozess, der sich über zwei, drei Tage hinzieht“, deshalb hat Reinhold den Nachtisch schon vor Tagen zubereitet. Dazu reicht er Butterstreusel und ein Ragout aus Sauerkirschen aus dem eigenen Garten.

Die Dessert-Präsentation sorgt für den erhofften Wow-Effekt. Leander staunt: „Großes Kino!“ Gabi (62) hat so was noch nie gesehen: „Im ersten Moment habe ich gedacht, das ist nicht echt, was da auf dem Teller liegt.“ Vivi wagt sich an die Kirsche: „Mmmmm! Super lecker.“ Julian (33) honoriert den Aufwand: „Ich wünschte, bei Süßspeisen hätte ich diese Finesse und diese Handwerkskunst.“

„Die Nachspeise war der Hammer“, schwärmt Leander. „Für mich war es das perfekte Dinner.“ Für die anderen war es immerhin ganz nah dran. Den gelungenen Abend belohnen die Gäste mit Applaus und 35 Punkten: „Tolle Leistung!“ (tsch)

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