Abo

Buch mit den „spannendsten Geschichten“Einer der besten Monumentalfilme aller Zeiten läuft heute im Free-TV

Cecil B. DeMilles „Die zehn Gebote“ ist einer der berühmtesten Monumentalfilme aller Zeiten. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Copyright: ARD Degeto / Paramount Pictures

Cecil B. DeMilles „Die zehn Gebote“ ist einer der berühmtesten Monumentalfilme aller Zeiten. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Folgen

Einen Goldjungen gab es für die Spezialeffekte, ein Goldkalb für die Israeliten: Cecil B. DeMilles Epos ist eine der besten Bibelverfilmungen aller Zeiten.

Charlton Heston als Moses in einer der Schlüsselszenen von „Die Zehn Gebote“: Auf dem Berg Sinai schließt er mit Gott den Bund durch den Empfang der Zehn Gebote. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Copyright: ARD Degeto / Paramount Pictures

Charlton Heston als Moses in einer der Schlüsselszenen von „Die Zehn Gebote“: Auf dem Berg Sinai schließt er mit Gott den Bund durch den Empfang der Zehn Gebote. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Die Bibel ist nicht nur das meistgelesene Buch der Welt, sondern bietet auch den meisten Stoff für erfolgreiche Verfilmungen. Wie sagte Regisseur Cecil B. DeMille in den 50er-Jahren über den Vorteil solcher Produktionen: „Es gibt keine Lizenzprobleme, nie war ein Bibelfilm erfolglos, und schließlich stehen darin die spannendsten, besten und wahrsten Geschichten.“ Ob das nun stimmt oder nicht, klar ist: Bibelfilme üben eine gewisse Faszination aus - auch wenn in den letzten Jahren die großen Kinoerfolge (von Mel Gibsons „Passion Christi“ abgesehen) ausblieben. Dafür wartet der Home-Video-Markt mit immer neuen Erzeugnissen auf. Mit DeMilles „Die zehn Gebote“ (Freitag, 22. Mai, 22.50 Uhr) wiederholt der BR nun einen echten Klassiker.

Die Rolle des Moses bedeutete für Charlton Heston einen ersten Schritt zum großen Durchbruch als Schauspieler. Dieser gelang ihm dann mit William Wylers „Ben Hur“ 1959. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Copyright: ARD Degeto / Paramount Pictures

Die Rolle des Moses bedeutete für Charlton Heston einen ersten Schritt zum großen Durchbruch als Schauspieler. Dieser gelang ihm dann mit William Wylers „Ben Hur“ 1959. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Die 50er- und 60er-Jahre waren die Zeit der großen Monumentalstreifen. Epische Musik, panoramaartige Landschaftsaufnahmen, bedeutungsschwangere Dialoge und aufwändige Kostüme waren die Kennzeichen dieser Ära, in der unter anderem „Ben Hur“ (1959), „König der Könige“ (1961) und „Cleopatra“ (1963) entstanden. Mit rund 13 Millionen US-Dollar Budget war DeMilles Film seinerzeit eine der teuersten Produktionen und mit Tausenden Statisten auch eine der aufwändigsten. Mehr als zwei Jahre dauerten die Arbeiten an der Verfilmung von Moses' biblischer Lebensgeschichte. Gedreht wurde größtenteils in den Paramount-Studios, zum Teil auch auf der Halbinsel Sinai.

Oscar für die Spezialeffekte

Neben Charlton Heston (links) sind in „Die zehn Gebote“ mit Yul Brynner als Ramses und Anne Baxter als Nefretiri zwei der größten Stars der 50er-Jahre zu sehen. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Copyright: ARD Degeto / Paramount Pictures

Neben Charlton Heston (links) sind in „Die zehn Gebote“ mit Yul Brynner als Ramses und Anne Baxter als Nefretiri zwei der größten Stars der 50er-Jahre zu sehen. (Bild: ARD Degeto / Paramount Pictures)

Die Geschichte dürfte geläufig sein: Das Findelkind Moses wird an den ägyptischen Hof gebracht und dort großgezogen. Als Moses (Charlton Heston) erwachsen ist, erfährt er, dass er von israelitischen Sklaven abstammt. Also wechselt er die Seite und wird vom Sklaventreiber zum Ausgebeuteten. Nachdem er das Schicksal der Unterdrückten am eigenen Leib erfährt, beschließt er, sein Volk vom ägyptischen Joch zu befreien.

Was folgt, sind einige der legendärsten Momente der Filmgeschichte: Gott spricht zu Moses durch den brennenden Dornbusch. Als Ausdruck seiner Macht verwandelt Moses vor Ramses II. (Yul Brynner) seinen Stab in eine Schlange, Moses teilt das Rote Meer und nimmt von Gott die Zehn Gebote entgegen, während das verblendete Volk um das Goldene Kalb tanzt. Die Spezialeffekte waren der Academy damals einen Oscar wert. Und auch DeMille, der 1923 denselben Stoff als epischen Stummfilm produziert hatte, wurde gewürdigt: Seit 1952 wird unter seinem Namen bei den „Golden Globes“ die Auszeichnung für das Lebenswerk außergewöhnlicher Filmschaffender verliehen. (tsch)

Am Donnerstag präsentierte Stephen Colbert ein letztes Mal seine „Late Show“. (Bild: Getty Images / Dimitrios Kambouris)
Letzte „Late Show“
So lief Stephen Colberts Abschiedsfolge