Jürgen Milski gilt als einer der ersten Reality-Stars des deutschen Fernsehens. Heutzutage kann er mit dem TV-Genre jedoch nur noch wenig anfangen. In einem Podcast-Gespräch mit Schauspielerin Janine Kunze wurde der „Big Brother“-Veteran deutlich - und sprach von seiner schwarzen Kandidaten-Liste.
„Big Brother“-Urgestein Jürgen Milski rechnet mit Reality-TV ab„Gossensprache hoffähig gemacht“

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Jürgen Milski nahm 2023 bei „Promi Big Brother“ teil. (Bild: SAT.1/Nadine Rupp)
Streit, Stress und einen umstrittenen Dschungelkönig: Die aktuelle Staffel des Dschungelcamps hatte für die Zuschauerinnen und Zuschauer einiges zu bieten. Zu viel, findet Schlagersänger Jürgen Milski (62), der im Jahr 2000 dank der ersten „Big Brother“-Staffel bekannt geworden war. „Ich finde das auch ganz gefährlich, weil da wird gerade diese Gossensprache und diese Respektlosigkeit versucht, hoffähig zu machen“, kritisierte er im Podcast „Kunzes Kosmos“ mit Schauspielerin Janine Kunze (“Hausmeister Krause“).
„Das ist nicht mehr meine Welt“, erklärt der 62-Jährige mit Blick auf das deutsche Reality-TV und schwelgt später in Erinnerungen an sein erstes Mal vor den Kameras: „Wir haben noch so viel Spaß gehabt. Wir haben so viel gelacht.“ Dabei hätten sie die Menschen unterhalten, ohne „zu den Mitteln zu greifen, zu denen heute gegriffen wird.“ Milski hat genug: „Ich möchte so was nicht mehr sehen.“ Anscheinend, so überlegt der Kölner weiter, wolle das Publikum jedoch eben das sehr wohl sehen. „Wir“, also die Zuschauerinnen und Zuschauer solcher Sendungen, „sind letzten Endes das Problem“, ist Kunze seiner Meinung.
Jürgen Milski ärgert sich über „Promi Big Brother“-Schnitt
Milski selbst war jedoch auch nach „Big Brother“ noch in verschiedenen Formaten zu sehen. Zuletzt nahm er 2023 am Ableger „Promi Big Brother“ teil. Fast drei Jahre später ärgert ihn noch immer der Schnitt der Sendung: Eine Auseinandersetzung mit Reality-Kollegin Paulina Ljubas sei auch nach der Versöhnung weiter „ausgeschlachtet“ worden. Zudem sei er als „faul“ dargestellt worden, regt er sich im Gespräch mit Kunze auf. Milski unterstellt Kalkül. „Da weißt du: Da ist irgendjemand bei der Produktionsfirma oder im Sender, der hat gerade einen Kicker auf dich, der will dich gerade niedermachen.“
Ob der Ballermann-Sänger noch einmal vor die Reality-Kameras tritt? Anfragen bekäme er weiterhin, sagt er. Doch seine Teilnahme macht der 62-Jährige sowohl von der Gage als auch von den anderen Kandidaten abhängig: „Wenn die daran teilnehmen, ist der Papa raus.“ Wer auf seiner schwarzen Liste steht, verrät er allerdings nicht. (tsch)

