Ein Collier aus den 1970er-Jahren sorgte bei „Bares für Rares“ nicht nur wegen seines Werts für Aufsehen. Verkäuferin Julia erfüllte damit den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter - und rührte damit nicht nur Horst Lichter.
Emotionales SchmuckstückSterbebett-Bitte bei „Bares für Rares“ rührt Horst Lichter

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Die Verkäuferin setzte ihre Preisvorstellung dennoch bei 4.000 bis 5.000 Euro an. Horst Lichter reagierte überrascht: „Das ist gut Geld.“ (Bild: ZDF)
Mit einem begeisterten „Oh, welch ein Geschmeide“ reagierte Horst Lichter in der Montagsausgabe von „Bares für Rares“ (ZDF) auf ein besonderes Collier, das einst als Wertanlage gekauft wurde. Doch die Geschichte dahinter war bewegender: Denn ursprünglich wollte die Mutter der Verkäuferin den Schmuck selbst ins Pulheimer Walzwerk bringen.

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Mit einem begeisterten „Oh, welch ein Geschmeide“ reagierte Horst Lichter in der Montagsausgabe von „Bares für Rares“ (ZDF) auf ein besonderes Collier, das einst als Wertanlage gekauft wurde. Doch die Geschichte dahinter war bewegender: Denn ursprünglich wollte die Mutter der Verkäuferin den Schmuck selbst ins Pulheimer Walzwerk bringen. (Bild: ZDF)
Ein Collier, das vor einigen Jahrzehnten ursprünglich als Wertanlage von ihrer Großmutter gekauft wurde, wollte Julia aus Bad Schönborn nun veräußern. Über die Jahre wanderte das Schmuckstück durch die Familie. „Meine Mutter meinte, ich könnte es tragen, aber für mich ist es einfach zu besonders“, erzählte die Verkäuferin in Erinnerung.
Zudem hatte ihre Mutter einen Wunsch auf dem Sterbebett: „Sie hat mich gebeten, das Collier bei 'Bares für Rares' zu verkaufen“, so Julia. Eigentlich wollte sie selbst in die Sendung kommen. Lichter reagierte sichtlich gerührt und sagte leise: „Sehr schade.“ Nachdem er nach oben blickte, meinte er: „Sie ist definitiv dabei, daran glaube ich fest.“
„Das ist gut Geld“

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Neben der emotionalen Geschichte überzeugte auch das Collier selbst. Wie Expertin Wendela Horz erklärte, handelte es sich um ein handgearbeitetes Stück aus 750er Gelbgold. Gefertigt wurde es von der renommierten Goldschmiedin Käthe Ruckenbrod, die bereits 1929 ein eigenes Atelier in Heidelberg-Ziegelhausen eröffnet hatte. (Bild: ZDF)
Neben der emotionalen Geschichte überzeugte auch das Collier selbst. Wie Expertin Wendela Horz erklärte, handelte es sich um ein handgearbeitetes Stück aus 750er Gelbgold. Gefertigt wurde es von der renommierten Goldschmiedin Käthe Ruckenbrod, die bereits 1929 ein eigenes Atelier in Heidelberg-Ziegelhausen eröffnet hatte.

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Im Händlerraum sorgte das Familien-Collier ebenfalls für Aufsehen. „Oh, das ist aber schön“, schwärmte Fabian Kahl und wirkte sichtlich begeistert. Für ihn war das Stück „sehr ausgefallen“ - und auch sein Sitznachbar Julian Schmitz-Avila stimmte angetan zu: „Ich glaube, so etwas hatten wir hier noch nicht.“ (Bild: ZDF)
Anhand typischer Merkmale datierte die Expertin das Unikat in die 1970er-Jahre. Trotz seiner starren Glieder entfaltete das Collier eine erstaunliche Dynamik und wirkte im Zusammenspiel mit den 28 Aquamarinen wie eine Verbindung von Gegensätzen - „Wasser und Metall“. Für Horz war es „eine sehr interessante und vielfältige Arbeit“.
Allerdings brauche es für einen erfolgreichen Verkauf „die richtige Frau mit entsprechender Statur und dem nötigen Kleingeld“, betonte Expertin Horz. „Das ist nicht so leicht.“ Die Verkäuferin setzte ihre Preisvorstellung dennoch bei 4.000 bis 5.000 Euro an. Horst Lichter reagierte überrascht: „Das ist gut Geld.“

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Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Schreibtisch-Utensil in Form eines Wildschweins von Experte Colmar Schulte-Goltz als Stiftablage aus Bronze aus den 1930er-Jahren identifiziert. Die Verkäuferin wünschte sich 80 Euro, der Schätzwert lag bei 100 bis 120 Euro. Im Händlerraum zahlte Liza Kielon schließlich 130 Euro. (Bild: ZDF)
Die Verkäuferin wollte den Erlös für „einen Familienurlaub in Gedenken an Mama“ verwenden. Lichter zeigte sich erneut gerührt: „Das könnte eine wunderschöne Tour werden.“ Auch Expertin Horz hatte positive Nachrichten: Denn allein der Goldwert betrug schon rund 4.400 Euro, den Gesamtwert schätzte sie auf 4.600 bis 5.000 Euro.
Über 5.000 Euro für besonderes Collier

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Eine Medaillon-Brosche aus 585er Gold mit Saphir datierte Wendela Horz auf die Zeit zwischen 1880 und 1900. Die Verkäufer wünschten sich 750 Euro, der geschätzte Wert lag jedoch bei rund 600 Euro. Im Händlerraum erhielt das Paar schließlich nur 450 Euro von Julian Schmitz-Avila, der das Stück zu einem Ring umarbeiten möchte. (Bild: ZDF)
Im Händlerraum sorgte das Familien-Collier ebenfalls für Aufsehen. „Oh, das ist aber schön“, schwärmte Fabian Kahl und wirkte sichtlich begeistert. Für ihn war das Stück „sehr ausgefallen“ - und auch sein Sitznachbar Julian Schmitz-Avila stimmte angetan zu: „Ich glaube, so etwas hatten wir hier noch nicht.“
Neugierig fragte Anaisio Guedes nach dem Hintergrund des Colliers: „Wurde es für eine Hochzeit angefertigt?“ Die Verkäuferin erklärte daraufhin, dass ihre Großmutter das Schmuckstück in den 1970er-Jahren als Anlage gekauft hatte - und erzählte auch vom letzten Wunsch ihrer Mutter. Julian Schmitz-Avila reagierte mit Beileid.

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Ein Gemälde von August Geiger-Thuring (um 1890) beschrieb Colmar Schulte-Goltz als „Regentag in Tirol“. Leider war der Zustand nicht gut. Die Verkäuferin wünschte sich 450 Euro, der Experte schätzte rund 700 Euro und Anaisio Guedes zahlte schließlich nur 350 Euro - wegen der hohen Restaurierungskosten. (Bild: ZDF)
Danach verwies Schmitz-Avila auf den gestiegenen Goldpreis. Seit den 70er-Jahren hatte der sich etwa versiebenfacht. Sein erstes Gebot: 4.400 Euro. Kahl war weiterhin begeistert vom Design des Colliers (“Das ist echt ausgefallen“) und bot fleißig mit. Schnell entstand ein Duell zwischen den beiden Händlerkollegen.
„Ich handele seit einem Jahr vermehrt mit Schmuck und das läuft gut“, fuhr Händler Kahl fort, als er sogar die Expertisengrenze mit 5.100 Euro überschritt. „Das ist immer noch ein sehr modernes Stück und sehr gut verkaufbar“, betonte er und hatte damit eine andere Meinung als Expertin Horz. Denn sie empfand das Collier als schwer verkäuflich.

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Das Nadelspiel „Picco Bello“ datierte Detlev Kümmel auf die späten 1940er- oder frühen 1950er-Jahre. Der Wunschpreis lag bei 30 Euro, der Schätzwert bei 40 bis 50 Euro. Im Händlerraum sorgte das „süße Spiel“ mit Glasmurmeln für Begeisterung und Liza Kielon zahlte sogar 160 Euro. (Bild: ZDF)
Als Kahl noch auf 5.200 Euro erhöhte, warf sein Kontrahent Schmitz-Avila endlich das Handtuch. Auch Verkäuferin Julia war mit dem Ergebnis „sehr glücklich“ und erteilte Kahl den Zuschlag für das „wirklich ausgefallene Stück - im Topzustand“. Auch Händler Guedes lobte den Kauf: „Ein ausgefallenes Objekt für einen ausgefallenen Menschen.“
„Bares für Rares“: Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Schreibtisch-Utensil in Form eines Wildschweins von Experte Colmar Schulte-Goltz als Stiftablage aus Bronze aus den 1930er-Jahren identifiziert. Die Verkäuferin wünschte sich 80 Euro, der Schätzwert lag bei 100 bis 120 Euro. Im Händlerraum zahlte Liza Kielon schließlich 130 Euro.
Eine Medaillon-Brosche aus 585er Gold mit Saphir datierte Wendela Horz auf die Zeit zwischen 1880 und 1900. Die Verkäufer wünschten sich 750 Euro, der geschätzte Wert lag jedoch bei rund 600 Euro. Im Händlerraum erhielt das Paar schließlich nur 450 Euro von Julian Schmitz-Avila, der das Stück zu einem Ring umarbeiten möchte.
Ein Gemälde von August Geiger-Thuring (um 1890) beschrieb Colmar Schulte-Goltz als „Regentag in Tirol“. Leider war der Zustand nicht gut. Die Verkäuferin wünschte sich 450 Euro, der Experte schätzte rund 700 Euro und Anaisio Guedes zahlte schließlich nur 350 Euro - wegen der hohen Restaurierungskosten.
Das Nadelspiel „Picco Bello“ datierte Detlev Kümmel auf die späten 1940er- oder frühen 1950er-Jahre. Der Wunschpreis lag bei 30 Euro, der Schätzwert bei 40 bis 50 Euro. Im Händlerraum sorgte das „süße Spiel“ mit Glasmurmeln für Begeisterung und Liza Kielon zahlte sogar 160 Euro. (tsch)
