Dieser Flohmarktbesuch hat sich gelohnt: Für sein 1-DM-Schnäppchen bekommt der Verkäufer einen beachtlichen Euro-Preis ausgezahlt.
„Das gibt's ja nicht!“Bei diesem 1-DM-Schnäppchen geraten die „Bares für Rares“-Händler ins Staunen

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„Ein sehr schönes Schmuckstück“, fand Horst Lichter. Gebannt lauschte der „Bares für Rares“-Moderator der Geschichte des Verkäufers: „Die Brosche, die habe ich so ungefähr 40 Jahre, seitdem ich studiert habe“, erzählte Michael aus Celle. (Bild: ZDF)

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Um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen, ging er damals immer auf Flohmärkte und suchte nach Schnäppchen. 1.000 Euro wünschte sich der Verkäufer, Expertin nannte Rezepa-Zabel legte sogar einen Wert von 1.500 bis 2.000 Euro fest. (Bild: ZDF)
„Ein sehr schönes Schmuckstück“, fand Horst Lichter. Gebannt lauschte der „Bares für Rares“-Moderator in der Freitagsausgabe der ZDF-Trödelshow der Geschichte des Verkäufers, wie er an die Brosche kam: Er habe den Schmuck „so ungefähr 40 Jahre, seitdem ich studiert habe“, erzählte Michael aus Celle. Um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen, ging er damals immer auf Flohmärkte und suchte nach Schnäppchen.
„Auf dem Flohmarkt gefunden?“, traute Lichter seinen Ohren nicht. So ein edles Schmuckstück? „Ist ja irre!“ Noch verrückter war der Kaufpreis, den Michael investierte: „Ich habe dafür eine Mark bezahlt.“ Horst Lichter fehlten die Worte: „Nein!!!“ Die Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel vermutete: „Weil man gedacht hat, es war Modeschmuck.“

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Nach harten Verhandlungen zahlte Händler Daniel Meyer (rechts) zahlte schließlich 1.200 Euro für die Brosche. (Bild: ZDF)
„Das war in so einem Nähkästchen drin, Wolle, Nähgarn, sonst was“, berichtete Michael weiter. „Ach je, versteckt“, dämmerte Rezepa-Zabel, warum das Schmuckstück so günstig hergegeben wurde.
„Das ist wirklich eine ganz feine Goldschmiedearbeit“, erkannte die Expertin einen hohen Wert und ein hohes Alter. „Aus der Übergangszeit des Viktorianischen Zeitalters bis hin zum Edwardian“, eingegrenzt auf die Zeit zwischen 1890 und 1905. In Gold gearbeitet und mit Silber doubliert, fein ausgesägt und gefeilt und anschließend die Diamanten gesetzt: „Das ist eine ganz aufwändige Handarbeit.“
Verkäufer lehnt „besten Preis“ ab - „Bares für Rares“-Händler legt noch mal drauf

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Ebenfalls verkauft wurde die Jugendstil Blumensäule mit Cachepot von Villeroy & Boch aus dem Jahr 1903 mit einem Schätzwert von 800 bis 1.200 Euro. „Noch nie gesehen“, deshalb kaufte David Suppes die Keramik für 1.200 Euro. (Bild: ZDF)
Ein Halbkaräter in der Mitte, etwa ein Karat weitere Diamanten und 585er Rosé-Gold hoben den Wert nach oben. Zwei Steine fehlten allerdings. „1.000 Euro, das wäre gut“, meinte Michael. „Mein Schätzpreis liegt hier höher“, nannte Rezepa-Zabel einen Wert von 1.500 bis 2.000 Euro. Michael stockte der Atem: „Wow!“ Lichter fügte hinzu: „Für ne Mark.“

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Die Leica 3c Fotokamera inklusive Ledertasche aus der Zeit um 1940 wurde auf 600 bis 800 Euro geschätzt. Leica-Experte Wolfgang Pauritsch, der schon die Kamera des Papstes versteigert hat, schlug mit 650 Euro zu. (Bild: ZDF)
„Ich habe das vor 40 Jahren auf dem Flohmarkt gekauft“, verriet Michael auch im Händlerraum. „Wirklich?“, staunte Lisa Nüdling über den edlen Fund. „Aus der Vitrine oder im Kruschelkästchen?“, wollte David Suppes wissen. „Es war in einem Nähkästchen“, antwortete der Verkäufer.
Wolfgang Pauritschs Startgebot von 500 Euro erhöhte sich rasant. „Ich bin überzeugt von diesem Schmuckstück“, bot er kurz darauf 850 Euro. Ab 1.000 Euro stagnierte die Verhandlung. „Ich würde 1.100 Euro anbieten, als besten Preis“, hoffte Daniel Meyer auf den Zuschlag. Doch Michael forderte 1.200 Euro. Meyers Entgegenkommen auf 1.150 Euro lehnte er ab: „Tja, dann soll es nicht sein.“ Geschickt verhandelt, denn Meyer legte doch noch die 1.200 Euro auf den Tisch.

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Der Armreif aus der Zeit zwischen 1880 und 1885 war ein Familienerbstück, das die Großmutter der Großtante des Verkäufers einst von Otto von Bismarck geschenkt bekam. Schätzwert: 500 bis 600 Euro. Für 450 Euro wanderte das Schmuckstück zu Wolfgang Pauritsch. (Bild: ZDF)
„Aber was haben Sie bezahlt?“, wollte Lisa Nüdling doch noch wissen. „Eine Mark“, grinste der Verkäufer. „Das gibt's ja nicht!“, staunte die Händlerin. „Verzweitausendvierhundertfacht“, lachte David Suppes.
„Bares für Rares“-Händler reißen sich um Gürtelschnalle aus Porzellan

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Die Gürtelschnalle aus Porzellan mit dem Monogramm von Kaiser Wilhelm II. aus der Zeit zwischen 1892 und 1918 war 100 Euro wert. Benjamin Leo Leo zahlte 750 Euro dafür. (Bild: ZDF)
Ebenfalls verkauft wurde die Jugendstil Blumensäule mit Cachepot von Villeroy & Boch aus dem Jahr 1903 mit einem Schätzwert von 800 bis 1.200 Euro. „Noch nie gesehen“, deshalb kaufte David Suppes die Keramik für 1.200 Euro.
Die Leica 3c Fotokamera inklusive Ledertasche aus der Zeit um 1940 wurde auf 600 bis 800 Euro geschätzt. Leica-Experte Wolfgang Pauritsch, der schon die Kamera des Papstes versteigert hat, schlug mit 650 Euro zu: „Der Zustand ist gut. Es ist jetzt kein seltenes Modell.“
Der Armreif aus der Zeit zwischen 1880 und 1885 war ein Familienerbstück, das die Großmutter der Großtante des Verkäufers einst von Otto von Bismarck geschenkt bekam. Schätzwert: 500 bis 600 Euro. Für 450 Euro wanderte das Schmuckstück „vom Deutschen Kaiserreich ins k.u.k.-Reich“ zu Wolfgang Pauritsch.
Die Gürtelschnalle aus Porzellan mit dem Monogramm von Kaiser Wilhelm II. aus der Zeit zwischen 1892 und 1918 war 100 Euro wert. Benjamin Leo Leo und Daniel Meyer schaukelten sich gegenseitig nach oben. Und so bezahlte Leo Leo am Ende sogar 750 Euro. (tsch)
