„Das muss Liebe sein“, glaubte Christian Vechtel als Elke Velten die ohnehin schon hohen Gebote ihres Rivalen Daniel Meyer immer wieder konterte. Am Ende erzielte die „Waldohr-Eule“ bei „Bares für Rares“ statt des Schätzpreises von 350 bis 500 Euro stolze 1.250 Euro!
„Ein toller Tag!“Duell im „Bares für Rares“-Händlerraum führt zu Sensationspreis

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„Wo hast du denn dieses Eulengetier her?“, fragte Moderator Horst Lichter neugierig Verkäufer Alfred aus Laupheim. (Bild: ZDF)

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Die Eulen-Figur begeisterte sowohl Moderator Horst Lichter, als auch die Expertin. (Bild: ZDF)
„Vortrefflich getroffen!“, fand Horst Lichter. Er meinte jedoch nicht allein das Verkaufsobjekt, sondern die optische Harmonie zwischen der Eule und der Expertin Bianca Berding. „Wo hast du denn dieses Eulengetier her?“, fragte Lichter den Verkäufer Alfred aus Laupheim.
Eine Arbeitskollegin, die wusste, dass Alfred Sammler ist, hatte ihm die Eule vor 35 Jahren geschenkt. Der heute 75-jährige Alfred schaute schon im Internet nach möglichen Verkaufspreisen - jedoch ohne Erfolg. Gut, dass Dr. Bianca Berding vor Ort war. Die Amphora Werke haben die Eule hergestellt, entdeckte Berding auf der Rückseite der Figur. „Die werden heute noch gesammelt, weil die im Jugendstil wunderschöne Sachen gemacht haben“, weiß die Expertin. „Da gehört diese große Eule dazu.“

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Im Händlerraum duellierten sich Daniel Meyer und Elke Velten erbittert. (Bild: ZDF)
Die Expertin konnte das Vorbild für die Keramik-Eule biologisch sogar noch präziser einordnen: Anhand der besonderen Ohrform erkannte sie, dass es sich um eine Waldohr-Eule handelte. Produziert wurde die Keramik-Figur um 1900. „Damals war die Beleuchtung noch nicht so gut wie heute, man hatte noch kein elektrisches Licht“, erklärte Berding. Sie ahnte: „Dann hat die Glasur geglitzert mit 100 kleinen Pünktchen, das war bewegt.“
Eule mit „majestätischer Größe“ begeistert Horst Lichter und die Expertin

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Für einen „Nadelspieler“ wünschten sich Sophie und ihre Mutter Jaqueline 500 Euro. (Bild: ZDF)
„Die muss sensationell ausgesehen haben“, war die Expertin überzeugt. „Immer noch“, stimmte Alfred zu. „Ich hatte sie mal beleuchtet stehen gehabt, die hat einfach gut ausgeschaut.“ Berding fand diese Vorstellung „toll, großartig!“ Bianca Berding attestierte der Waldohr-Eule „eine majestätische Größe“. Horst Lichter fragte: „Ist der Zustand denn auch noch majestätisch?“ Auch hier stimmte die Expertin zu.

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Einen Sammelband mit 48 Ausgaben der Mode-Zeitschrift „Der Bazar“ aus dem Jahr 1890 wollte Modedesignerin Susanne veräußern. (Bild: ZDF)
Es gab allerdings keinen erkennbaren Entwerfer für die Keramik-Arbeit. Auch handelte es sich nicht um Porzellan. Trotzdem wirkte die Eule wertig. Entsprechend neugierig war Horst Lichter auf den Wunschpreis ... Alfred machte deutlich, dass ihn „alles über 300“ zufriedenstellen würde. Dr. Berding hielt 350 bis 500 für realistisch. Das Mitbringsel sei „ein ganz tolles Beispiel dafür, dass richtig gute Keramik, die auch richtig groß ist, gar nicht mal so teuer sein muss“.
„Es ist ein Tier“, erkannte Vechtel schon bevor er das Tuch abnahm. „Es ist ein ...“ Nun wurde es schon kniffliger. „Uhu“, vermutete der Händler. Alle im Händlerraum waren angetan von dem Anblick. „Tiere gehen immer“, kommentierte Daniel Meyer. „Donnerwetter!“, schwärmte auch Anaisio Guedes. „Boah, ist der schön!“, fand Daniel Meyer. Christian Vechtel nannte die Eule „echt schick“. Meyer erkundigte sich, ob eine Schleiereule dargestellt sei. Jan Čížek korrigierte, lag aber ebenfalls falsch: „Schnee-Eule“.

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Die Mondbrosche von Ole aus Berlin war mit 57 Diamanten bestückt. (Bild: ZDF)
„Normalerweise sieht man solche wunderschönen Tiere nur abends, aber hier haben wir das Glück, sie tagsüber zu betrachten“, sinnierte Guedes. „Was ist das für ein Tier?“, fragte Christian Vechtel den Verkäufer. „Ein Kauz“, erwiderte Meyer, obwohl die Frage nicht ihm galt.
„Bares für Rares“-Händler staunt: „Das muss Liebe sein“

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Den Holzpropeller hatte Uwe aus Bonn für 100 Euro gekauft, doch wollte er nun 1.500 Euro dafür. (Bild: ZDF)
„Eine Waldohr-Eule“, korrigierte Alfred. Christian Vechtel fragte nach dem Zustand des Keramik-Vogels. „Top“, sagte Alfred. Vechtel schien überzeugt. Er startete mit 150 Euro. Anaisio Guedes stieg ein mit 200. Elke Velten verdoppelte ohne Zögern. „Das war jetzt ein Elke-Schritt mit 400 Euro, sehr stark“, beobachtete Vechtel. Daniel Meyer und Elke Velten duellierten sich erbittert. Als sie 500 Euro bot, glaubte Christian Vechtel: „Das muss Liebe sein.“ Elke Velten bestätigte darauf: „Ist es.“

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Ein Karat Diamanten und 750er Gold kennzeichneten das Collier aus der Türkei, welches das Ehepaar Peter und Monika veräußern wollte. (Bild: ZDF)
Auch die magische Marke von 600 Euro überschritten die beiden Rivalen. „Sie merken: Es braucht nur zwei, die es haben wollen“, sprach Christian Vechtel den Verkäufer an. Die 700- und 800-Euro-Grenze halten die Duellanten ebenso wenig auf. Velten bot Tausend Euro. Besonders schräg: Obwohl Alfred die Expertise von 350 bis 500 Euro offenlegte, kämpften die beiden Rivalen weiter. Selbst als Meyer 1.200 Euro bot, legte Velten noch 50 drauf. „Ach Leute, wie geil ist das denn?!“, begeisterte sich Christian Vechtel.
„Ich habe genug von diesem Eulen-Jagen“, erklärte Meyer schließlich. Velten wurde für 1.250 Euro Eulen-Besitzerin und erntete Applaus von den anderen Händlern. Alfred freute sich: „Ich habe mit 300, 400 Euro gerechnet und 1.250 sind es geworden - ein toller Tag heute!“ Ein „Nadelspieler“ ist eine Art antiker Vorläufer des Flipper-Automaten. Sophie und ihre Mutter Jaqueline wünschten sich 500 Euro. Detlev Kümmel taxiert das Glücks- und Geschicklichkeitsspiel aus den 30er Jahren auf bis zu 400 Euro. Jan Čížek bezahlte 370 Euro.
Verkäufer nimmt Holzpropeller wieder mit nach Hause
Einen Sammelband mit 48 Ausgaben der Mode-Zeitschrift „Der Bazar“ aus dem Jahr 1890 wollte Modedesignerin Susanne veräußern. Elke Velten bezahlte 190 Euro. Taxiert wurde zuvor auf bis zu 200. Gab es für die Mondbrosche von Ole aus Berlin auch galaktische Preise? Immerhin war sie mit 57 Diamanten bestückt. Wendela Horz taxierte aufgrund des viereinhalb Karat Steinbesatzes auf bis zu 5.000 Euro. Daniel Meyer bezahlte 4.300.
Den Holzpropeller hatte Uwe aus Bonn für 100 Euro gekauft, doch wollte er nun 1.500 Euro dafür. Detlev Kümmel taxierte auf bis zu 700. Kein Deal: „Dann hänge ich ihn wieder an die Wand“, entschied Uwe. Ein Karat Diamanten und 750er Gold kennzeichneten das Collier aus der Türkei, welches das Ehepaar Peter und Monika veräußern wollte. Wendela Horz empfahl bis zu 3.000 Euro. Elke Velten war es 2.850 wert. (tsch)

