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„Bares für Rares“Verkäuferin unterschätzt Fisch komplett: „Bin völlig außer Rand und Band“

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Ein schwarzer Fund sorgte für große Emotionen bei „Bares für Rares“: Erst rätselten alle, dann staunten sie - und am Ende klingelte die Kasse lauter als erwartet.

Damit hatte die Verkäuferin in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ nicht gerechnet: Ein unscheinbarer, „kohlrabenschwarzer“ Fund aus einer Haushaltsauflösung sorgte bei Horst Lichter für eine große Überraschung.

Trotz geringem Materialwerts sprengte das rund 200 Jahre alte Glaubensobjekt sogar den Expertisenpreis.

„Bares für Rares“-Verkäuferin hat „Kirmes im Bauch“

„Toll sieht der aus, aber ein bisschen groß für den Hals“, meinte Lichter, der den großen Fisch aus Silber als Kettenanhänger erkannte. Doch mit seiner Interpretation lag er leider daneben. „Es ist ja auch keine Schlaufe dran“, so Lessmann. Doch was der Fisch eigentlich bedeutete, verriet der Experte noch nicht ...

Die Verkäuferin Sabine aus Essen war mit ihrer Tochter Lara in die Sendung gekommen. Sie hatte den Fisch bei der Wohnungsauflösung ihres Stiefvaters entdeckt, erzählte sie. Damals war er „kohlrabenschwarz“ gewesen. Erst als sie das Objekt mit einem Silberputztuch gereinigt hatte, kam auch eine Gravur samt Jahreszahl zum Vorschein: 1824.

Mehr Informationen hatte die Verkäuferin nicht zu dem Objekt und so erklärte Lessmann: „Das ist eine Besamimbüchse.“

Der jüdische Gewürzbehälter kam traditionell beim Hawdala-Ritual zum Einsatz, um das Ende des Schabbat zu feiern. Diese Gefäße wurden oft kunstvoll gestaltet und mit Gewürzen wie Zimt, Orangenschalen und Nelken gefüllt.

Die Verkäuferin Sabine aus Essen war mit ihrer Tochter Lara in die Sendung gekommen. Sie hatte den Fisch bei der Wohnungsauflösung ihres Stiefvaters entdeckt, erzählte sie. Damals war er „kohlrabenschwarz“ gewesen. Erst als sie das Objekt mit einem Silberputztuch gereinigt hatte, kam auch eine Gravur samt Jahreszahl zum Vorschein: 1824. (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Die Verkäuferin Sabine aus Essen war mit ihrer Tochter Lara in die Sendung gekommen. Sie hatte den Fisch bei der Wohnungsauflösung ihres Stiefvaters entdeckt, erzählte sie. Damals war er „kohlrabenschwarz“ gewesen. Erst als sie das Objekt mit einem Silberputztuch gereinigt hatte, kam auch eine Gravur samt Jahreszahl zum Vorschein: 1824. (Bild: ZDF)

Die Riechdose in Fischform war dabei besonders schön gestaltet. Den Punzen im Kopf zufolge stammte die Handarbeit aus 826er Silber mit Vergoldungen von dem dänischen Silberschmied Poul Hansen aus Dänemark. Als Fischaugen hatte er passende Mondsteine gewählt. Lessmann datierte das kunstvolle Objekt um 1820.

„Wahnsinn“, staunte Lichter - vor allem über das hohe Alter der Büchse. Der Wunschpreis dafür lag bei 250 bis 300 Euro. Obwohl sich der Materialwert nur auf 70 Euro belief, schätzte Lessmann das Objekt auf 800 bis 1.000 Euro, denn das „sieht man nicht so häufig“. „Guter Lohn fürs Putzen“, scherzte Lichter und Sabine hatte „Kirmes im Bauch“.

Expertisenpreis wird noch getoppt

Mit so einem Schätzpreis hatte Sabine nie gerechnet und so hatte sie auch im Händlerraum noch „Kribbeln im Bauch“. Doch auch die Händler kannten den wahren Wert von alten Besamimbüchsen - vor allem Wolfgang Pauritsch, der meinte: „Die kosten Geld.“ Und so startete der Händler das Bietergefecht mit 250 Euro. Doch dabei blieb es nicht ...

Im schnellen Schlagabtausch kletterten die Gebote in die Höhe. Julian Schmitz-Avila landete plötzlich bei 900 Euro. „Wow, das ist ein sehr gutes Gebot“, fand Pauritsch und Walter Lehnertz fragte verblüfft: „Ihr wisst schon, dass der nur aus Silber ist?“ Doch Pauritsch war nicht zu halten und erhöhte auf 1.100 Euro.

„Ich biete Ihnen 1.200 Euro“, legte Schmitz-Avila noch einmal nach - die Verkäuferin war völlig überwältigt. „Damit kommen wir ins Geschäft“, freute sich Sabine und nahm das Spitzengebot dankend an. Pauritsch zeigte sich hingegen etwas enttäuscht und sagte beim Abschied leise: „Die hübscheste Besamimbüchse, die ich je gesehen habe.“

Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Steinadler aus Wiener Fayence (Manufaktur Goldscheider) von Bianca Berding zwischen 1912 und 1920 datiert. Der Entwurf stammte von Anton Puchegger (1913/14). Gewünscht wurden 500 Euro, taxiert 400 bis 500 Euro und von Händler Wolfgang Pauritsch schließlich 400 Euro gezahlt.  
 (Bild: ZDF)

Copyright: ZDF

Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Steinadler aus Wiener Fayence (Manufaktur Goldscheider) von Bianca Berding zwischen 1912 und 1920 datiert. Der Entwurf stammte von Anton Puchegger (1913/14). Gewünscht wurden 500 Euro, taxiert 400 bis 500 Euro und von Händler Wolfgang Pauritsch schließlich 400 Euro gezahlt. (Bild: ZDF)

Auch nach der Sendung zeigte sich die Verkäuferin noch immer überwältigt davon, wie viel ihr seltener Fund letztlich eingebracht hatte. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll - ich bin völlig außer Rand und Band“, ringte sie nach Worten. Eines stand für sie jedoch fest: „Das Geld wandert jetzt erst einmal in die Reisekasse.“

„Bares für Rares“: Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Steinadler aus Wiener Fayence (Manufaktur Goldscheider) von Bianca Berding zwischen 1912 und 1920 datiert. Der Entwurf stammte von Anton Puchegger (1913/14). Gewünscht wurden 500 Euro, taxiert 400 bis 500 Euro und von Händler Wolfgang Pauritsch schließlich 400 Euro gezahlt.

Ein Chapeau Claque samt Hutschachtel aus den 1920er-Jahren schätzte Annika Raßbach auf 50 bis 80 Euro. Der Wunschpreis für den Klappzylinder lag ebenfalls nur bei 50 Euro. Doch nach einem Duell mit Jos van Katwijk erhielt Julian Schmitz-Avila bei 200 Euro den Zuschlag. (Bild: ZDF)

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Ein Chapeau Claque samt Hutschachtel aus den 1920er-Jahren schätzte Annika Raßbach auf 50 bis 80 Euro. Der Wunschpreis für den Klappzylinder lag ebenfalls nur bei 50 Euro. Doch nach einem Duell mit Jos van Katwijk erhielt Julian Schmitz-Avila bei 200 Euro den Zuschlag. (Bild: ZDF)

Ein signiertes Gemälde des deutschen Malers Otto Gleichmann (1959) zählte Bianca Berding zufolge zum Spätwerk des Expressionisten. Der Wunschpreis lag bei 1.500 Euro, der Schätzpreis der Expertin bei 1.500 bis 1.800 Euro und das Höchstgebot von Wolfgang Pauritsch bei 1.100 Euro.

Ein Chapeau Claque samt Hutschachtel aus den 1920er-Jahren schätzte Annika Raßbach auf 50 bis 80 Euro. Der Wunschpreis für den Klappzylinder lag ebenfalls nur bei 50 Euro. Doch nach einem Duell mit Jos van Katwijk erhielt Julian Schmitz-Avila bei 200 Euro den Zuschlag.

Patrick Lessmann datierte einen Art-déco-Schmuck aus 333er Gold und Silber in den 1920er-Jahren. Leider waren die Steine aber nur aus Glas. Deshalb schätzte er den Ring nur auf 80 bis 100 Euro. Der Wunschpreis lag bei 50 Euro. Doch Julian Schmitz-Avila zahlte dennoch 200 Euro.  (Bild: ZDF)

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Patrick Lessmann datierte einen Art-déco-Schmuck aus 333er Gold und Silber in den 1920er-Jahren. Leider waren die Steine aber nur aus Glas. Deshalb schätzte er den Ring nur auf 80 bis 100 Euro. Der Wunschpreis lag bei 50 Euro. Doch Julian Schmitz-Avila zahlte dennoch 200 Euro. (Bild: ZDF)

Patrick Lessmann datierte einen Art-déco-Schmuck aus 333er Gold und Silber in den 1920er-Jahren. Leider waren die Steine aber nur aus Glas. Deshalb schätzte er den Ring nur auf 80 bis 100 Euro. Der Wunschpreis lag bei 50 Euro. Doch Julian Schmitz-Avila zahlte dennoch 200 Euro.

Schulkarten mit Märchen-Motiven der Gebrüder Grimm, wie etwa die Heinzelmännchen und Dornröschen, datierte Annika Raßbach von 1904 bis 1918. Der Wunschpreis für die Papptafeln vom Meinhold Verlag (Dresden) lag bei 350 Euro. Die Expertin schätzte 300 bis 360 Euro. Und Jos van Katwijk zahlte 200 Euro. (tsch)

„Wo hast du denn dieses Eulengetier her?“, fragte Moderator Horst Lichter neugierig Verkäufer Alfred aus Laupheim. (Bild: ZDF)

„Ein toller Tag!“

Duell im „Bares für Rares“-Händlerraum führt zu Sensationspreis