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„Bares für Rares“-Händler lässt sich zu Mittelfinger-Geste hinreißen

Bei „Bares für Rares“ wurde im Händlerraum wieder einmal kräftig gefrotzelt. Als ein Kollege eine pikante Anspielung machte, hatte Walter „Waldi“ Lehnertz eine unmissverständliche Antwort parat. Na hoppla! Was war da los? (Bild: ZDF)

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Bei „Bares für Rares“ wurde im Händlerraum wieder einmal kräftig gefrotzelt. Als ein Kollege eine pikante Anspielung machte, hatte Walter „Waldi“ Lehnertz eine unmissverständliche Antwort parat. Na hoppla! Was war da los? (Bild: ZDF)

So eine deutliche Geste bekommt man bei „Bares für Rares“ nicht alle Tage zu sehen. Ein harmlos gemeinter Scherz brachte „Waldi“ in der ZDF-Trödelsendung zu einer deutlichen Reaktion.

Bei „Bares für Rares“ wurde im Händlerraum wieder einmal kräftig gefrotzelt. Als ein Kollege eine pikante Anspielung machte, hatte Walter „Waldi“ Lehnertz eine unmissverständliche Antwort parat. Na hoppla! Was war da los?

Alles fing mit acht Figuren an, ganz in Schwarz und eigentlich ganz harmlos. Horst Lichter taufte die nackte Gesellschaft kurzerhand „den Nudisten-Club von Boppard“.

Alles fing mit acht Figuren an, ganz in Schwarz und eigentlich ganz harmlos. Horst Lichter taufte die nackte Gesellschaft kurzerhand „den Nudisten-Club von Boppard“. (Bild: ZDF)

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Alles fing mit acht Figuren an, ganz in Schwarz und eigentlich ganz harmlos. Horst Lichter taufte die nackte Gesellschaft kurzerhand „den Nudisten-Club von Boppard“. (Bild: ZDF)

„Eher ein Keller-Nudisten-Club“, scherzte Melanie über ihre Mitbringsel, die bislang im Untergeschoss ihres Hauses lagerten. Auf den ersten Blick glichen sich die Figuren, bei genauerem Hinsehen gab es jedoch Unterschiede. „Vom Gewicht her sind sie unterschiedlich. Manche sind signiert, manche nicht“, erklärte die Verkäuferin.

„Das sind nicht autorisierte Fälschungen“

Expertin Dr. Bianca Berding konnte Licht ins Dunkel bringen. „Wen wir hier wirklich sehen“, leitete sie ihre Erklärung ein: „Erst mal sehen wir eine weibliche, wunderbar gerundete Figur. Diese Figur soll Xanthippe darstellen.“ Bei Xanthippe handelte es sich um die Ehefrau von Sokrates, die laut Berding als „ein übellauniger Zankapfel“ galt. Der österreichische Künstler Rudolf Schwaiger wollte ihr ein friedlicheres Denkmal setzen: Seine Interpretation zeigt einen Akt, „der in sich ruht, träumerisch und in sich versunken“.

Auf den ersten Blick glichen sich die Figuren, bei genauerem Hinsehen gab es jedoch Unterschiede. „Vom Gewicht her sind sie unterschiedlich. Manche sind signiert, manche nicht“, erklärte die Verkäuferin. (Bild: ZDF)

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Auf den ersten Blick glichen sich die Figuren, bei genauerem Hinsehen gab es jedoch Unterschiede. „Vom Gewicht her sind sie unterschiedlich. Manche sind signiert, manche nicht“, erklärte die Verkäuferin. (Bild: ZDF)

Besonders die unterschiedlichen Gewichte fand sie frappierend. „Entweder haben wir einen Bronzefuß und die Figur ist aus einer anderen Metalllegierung gemacht oder es könnte eine galvanische Bearbeitung sein.“ Feststand: Die acht Exemplare waren nicht auf dieselbe Weise entstanden.

Der Haken: Nur eine Figur war ein Original. Welche die echte war, sollte Horst Lichter herausfinden. „Du wirst es sehen. Ich weiß, dass du das sehen kannst“, machte Berding ihm Mut. Tatsächlich entdeckte er eine abweichende Färbung. Volltreffer! Weitere Merkmale, darunter Gravuren, bestätigten Lichters Vermutung. „Das ist das autorisierte Original“, erklärte Berding. Für die übrigen sieben Skulpturen fiel das Urteil ernüchternd aus: „Das sind nicht autorisierte Fälschungen.“

Die Nachahmungen durften nicht verkauft werden. Melanie hatte aber bereits eine alternative Verwendung im Sinn: „Dann müssen sie in den Garten als Gartenzwerge. Das wäre das Schicksal sowieso gewesen.“ Ursprünglich hatte sie sich für alle acht Figuren zusammen 300 Euro erhofft.

Anschließend wurde es auf dem Expertentisch noch figurenreicher: Ein Schachspiel aus Lego stand zum Verkauf. Annika Raßbach war von dem ungewöhnlichen Set begeistert. „Ich bin richtig froh und stolz, dass mal in live zu sehen und anfassen zu dürfen“, schwärmte sie. (Bild: ZDF)

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Anschließend wurde es auf dem Expertentisch noch figurenreicher: Ein Schachspiel aus Lego stand zum Verkauf. Annika Raßbach war von dem ungewöhnlichen Set begeistert. „Ich bin richtig froh und stolz, dass mal in live zu sehen und anfassen zu dürfen“, schwärmte sie. (Bild: ZDF)

Für die einzig echte Skulptur aus dem Jahr 1974 stellte Berding 400 bis 500 Euro in Aussicht. Also deutlich mehr noch! Ausschlaggebend war die geringe Stückzahl: Von der originalen Xanthippe existierten lediglich 30 Exemplare. Horst Lichter jubelte mit: „Ich sag et doch!“

Händler drückt Kollegen fiesen Spruch

Im Händlerraum fanden vor allem die Körperrundungen der Bronze Beachtung. „Das war ganz angesagt und modern“, erklärte Jan Čížek. Jos van Katwijk konnte sich einen Seitenhieb auf Walter „Waldi“ Lehnertz nicht verkneifen und ergänzte mit einem Augenzwinkern in Richtung des Kollegen: „Noch immer.“

Ein funkelndes Erbstück ließ Horst Lichter an sakrale Baukunst denken. „Sieht aus wie ein Fenster in der Kathedrale.“ Schmuckexperte Patrick Lessmann erkannte in der Brosche den „Klassiker der Klassiker“: ein streng geometrisch gestaltetes Art-déco-Stück aus den Jahren 1920 bis 1930. (Bild: ZDF)

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Ein funkelndes Erbstück ließ Horst Lichter an sakrale Baukunst denken. „Sieht aus wie ein Fenster in der Kathedrale.“ Schmuckexperte Patrick Lessmann erkannte in der Brosche den „Klassiker der Klassiker“: ein streng geometrisch gestaltetes Art-déco-Stück aus den Jahren 1920 bis 1930. (Bild: ZDF)

Waldi ließ die Anspielung nicht unbeantwortet und setzte eine eindeutige Handbewegung ein: Er zeigte seinem Kollegen den Stinkefinger! Beim Thema Gewicht war der Eifeler offenbar nicht zu jedem Scherz aufgelegt.

Zwar stieg auch der Gefoppte ins Bietergefecht ein, den Zuschlag sicherte sich jedoch Wolfgang Pauritsch. Für 350 Euro wechselte die Bronze den Besitzer. Wenn zwei sich streiten ...

„Bares für Rares“: Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Danach wurde es bei „Bares für Rares“ messerscharf. Ein Solinger Rasiermesser-Set aus den 1920er-Jahren kam unter den Hammer - mit sieben Klingen, einer für jeden Wochentag. Nicht nur die außergewöhnliche Verarbeitung beeindruckte die Expertin: „Mir fehlen die Worte, wie scharf die Messer sind.“ Ihre Einschätzung lag bei 200 bis 250 Euro. (Bild: ZDF)

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Danach wurde es bei „Bares für Rares“ messerscharf. Ein Solinger Rasiermesser-Set aus den 1920er-Jahren kam unter den Hammer - mit sieben Klingen, einer für jeden Wochentag. Nicht nur die außergewöhnliche Verarbeitung beeindruckte die Expertin: „Mir fehlen die Worte, wie scharf die Messer sind.“ Ihre Einschätzung lag bei 200 bis 250 Euro. (Bild: ZDF)

Anschließend wurde es auf dem Expertentisch noch figurenreicher: Ein Schachspiel aus Lego stand zum Verkauf. Annika Raßbach war von dem ungewöhnlichen Set begeistert. „Ich bin richtig froh und stolz, dass mal in live zu sehen und anfassen zu dürfen“, schwärmte sie.

Das Ritter-Schachspiel stammte aus dem Jahr 2008 und brachte sogar seine besondere Originalverpackung samt Anleitung mit. Wegen fehlender Teile und deutlicher Gebrauchsspuren taxierte Raßbach den Wert auf 600 bis 700 Euro. Vater und Sohn hatten andere Vorstellungen: Unter 1.000 Euro wollten sie es nicht abgeben.

Ein funkelndes Erbstück ließ Horst Lichter an sakrale Baukunst denken. „Sieht aus wie ein Fenster in der Kathedrale.“ Schmuckexperte Patrick Lessmann erkannte in der Brosche den „Klassiker der Klassiker“: ein streng geometrisch gestaltetes Art-déco-Stück aus den Jahren 1920 bis 1930.

Eine Puderdose mit Spiegel aus dem Hause Van Cleef et Arpels war das nächste Verkaufsobjekt. Das Etui aus 950er-Silber stammte aus der Mitte der 1930er-Jahre und sollte laut Expertise 800 bis 900 Euro einbringen. Wolfgang Pauritsch erkannte sofort den Reiz des Stücks: „Das ist was Besonderes.“ Entsprechend lebhaft verlief die Bieterrunde, die Pauritsch mit 1.300 Euro für sich entschied. (Bild: ZDF)

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Eine Puderdose mit Spiegel aus dem Hause Van Cleef et Arpels war das nächste Verkaufsobjekt. Das Etui aus 950er-Silber stammte aus der Mitte der 1930er-Jahre und sollte laut Expertise 800 bis 900 Euro einbringen. Wolfgang Pauritsch erkannte sofort den Reiz des Stücks: „Das ist was Besonderes.“ Entsprechend lebhaft verlief die Bieterrunde, die Pauritsch mit 1.300 Euro für sich entschied. (Bild: ZDF)

Auch Jan Čížek zeigte sich begeistert: „Mehr Art-déco geht nicht“. Die nicht punzierte Brosche aus Gold und Platin fand im Händlerraum Anklang. An die erhofften 2.500 Euro reichten die Gebote jedoch nicht ganz heran. Lisa Nüdling sicherte sich das Schmuckstück für 1.900 Euro.

Danach wurde es bei „Bares für Rares“ messerscharf. Ein Solinger Rasiermesser-Set aus den 1920er-Jahren kam unter den Hammer - mit sieben Klingen, einer für jeden Wochentag. Nicht nur die außergewöhnliche Verarbeitung beeindruckte die Expertin: „Mir fehlen die Worte, wie scharf die Messer sind.“ Ihre Einschätzung lag bei 200 bis 250 Euro.

Im Händlerraum drohte Waldi seinem Kollegen Jos van Katwijk scherzhaft: „Du gehst unrasiert nach Hause“. Doch daraus wurde nichts. Mit 210 Euro setzte sich ausgerechnet van Katwijk durch und schnappte seinem Rivalen die Messer weg. Waldi nahm die Niederlage sportlich: „Obwohl wir uns ja wirklich mögen, das gehört dazu.“

Eine Puderdose mit Spiegel aus dem Hause Van Cleef et Arpels war das nächste Verkaufsobjekt. Das Etui aus 950er-Silber stammte aus der Mitte der 1930er-Jahre und sollte laut Expertise 800 bis 900 Euro einbringen. Wolfgang Pauritsch erkannte sofort den Reiz des Stücks: „Das ist was Besonderes.“ Entsprechend lebhaft verlief die Bieterrunde, die Pauritsch mit 1.300 Euro für sich entschied.

Zum Abschluss lag bei „Bares für Rares“ ein ganz besonderer Duft in der Luft. „Oh là là“, staunte Horst Lichter angesichts des riesigen Flakons mit 1,1 Litern „Organza“ von Givenchy. Bianca Berding stimmte zu: „Das ist 'ne Menge. So viel muss frau erst mal verbrauchen.“ Da diese Sondergröße nie regulär verkauft worden war, schätzte sie den Wert auf 350 bis 500 Euro.

Nach einer Schnupperprobe fand der Parfümflakon aus den 1990er-Jahren einen neuen Besitzer. Waldi ließ sich den Duft 400 Euro kosten und stach damit Jos van Katwijk aus. Diesmal hatte der Eifeler die Nase vorn. (tsch)