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Als Bauernhof-Fund sein Geheimnis preisgibt, läuft es Horst Lichter kalt den Rücken runter

Horst Lichter reagierte entsetzt, als er die Funktionsweise des „Bares für Rares“-Objekts gezeigt bekam. (Bild: ZDF)

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Horst Lichter reagierte entsetzt, als er die Funktionsweise des „Bares für Rares“-Objekts gezeigt bekam. (Bild: ZDF)

Was zunächst aussah wie ein Dirigentenstab entpuppte sich als echte Kuriosität - und sorgte bei „Bares für Rares“-Gastgeber Horst Lichter für großes Unbehagen.

Horst Lichter (Mitte) hatte zunächst keine Ahnung, was es mit dem Objekt von Verkäufer Peter (rechts) auf sich haben könnte. Detlev Kümmel wusste Rat. (Bild: ZDF)

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Horst Lichter (Mitte) hatte zunächst keine Ahnung, was es mit dem Objekt von Verkäufer Peter (rechts) auf sich haben könnte. Detlev Kümmel wusste Rat. (Bild: ZDF)

Ein Dirigentenstab? Vielleicht eine Mini-Luftpumpe? Oder doch etwas völlig anderes? Ein ungewöhnliches Fundstück entpuppte sich als echte Kuriosität - und sorgte bei Horst Lichter in der Donnerstagsausgabe von „Bares für Rares“ prompt für Unbehagen.

So etwas kommt nicht alle Tage vor: Horst Lichter hatte keine Ahnung, was es mit dem Objekt auf dem Tisch auf sich haben konnte. „Du hast was mitgebracht, was mich noch vor ein Rätsel stellt“, gestand er Verkäufer Peter. Der erklärte daraufhin, dass das seltsame Teil nach dem Kauf eines alten Bauernhofs aufgetaucht sei. Nun sollte es weg. Seine Familie habe schon genug Antiquitäten. „Das passt nicht ins Sammelsurium.“

Das eltsame Teil war nach dem Kauf eines alten Bauernhofs aufgetaucht. (Bild: ZDF)

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Das eltsame Teil war nach dem Kauf eines alten Bauernhofs aufgetaucht. (Bild: ZDF)

Und was mochte sich nun hinter dem eigenwilligen Gegenstand samt Schriftstück und Holzkästchen verbergen?

Horst Lichter reagiert entsetzt: „Ach du heiliges Kanonenrohr!“

Ein Aufsatz mit rund 30 spitzen Nadeln wurde bei der Expertise sichtbar. (Bild: ZDF)

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Ein Aufsatz mit rund 30 spitzen Nadeln wurde bei der Expertise sichtbar. (Bild: ZDF)

„Wir haben hier ein medizinisches Gerät vor uns“, begann Detlev Kümmel seine Einordnung und nahm das Rätsel Stück für Stück auseinander. Ursprünglich sollte es die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Ein Blick in die „kurzgedrängte Anleitung zum Gebrauche“ verriet zwar den Einsatzzweck, doch Lichter blieb skeptisch. „Was steht da?“, fragte er irritiert. „Baunscheidtismus“, las Kümmel vor. „Das hab ich noch nicht gehört.“

Der Experte holte etwas weiter aus: Ein gewisser Carl Baunscheidt habe einst an Gicht gelitten. Ein entzündeter Mückenstich brachte überraschend Linderung und lieferte die Inspiration. Die daraus gezogene Erkenntnis: „Dass man seinen Körper selbst verletzten muss, damit er seine Selbstheilung wieder anregt“. Lichter reagierte entsetzt: „Ach du heiliges Kanonenrohr!“, rief er, als das entscheidende Detail sichtbar wurde: ein Aufsatz mit rund 30 spitzen Nadeln.

„Bares für Rares“-Händler haben „keinen blassen Schimmer“

„Wir stellen uns ganz viele Fragen“, gab Markus Wildhagen (links) offen zu. „Eigentlich müssten sie jetzt fünf Fragezeichen sehen, weil wir haben keinen blassen Schimmer, was das ist.“ (Bild: ZDF)

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„Wir stellen uns ganz viele Fragen“, gab Markus Wildhagen (links) offen zu. „Eigentlich müssten sie jetzt fünf Fragezeichen sehen, weil wir haben keinen blassen Schimmer, was das ist.“ (Bild: ZDF)

Anschaulich demonstrierte Kümmel die Funktionsweise lieber an Papier, denn - wen wundert's: Experimente an seiner Haut lehnte Lichter dankend ab. Per Federmechanismus schnellten die Nadeln nach vorne. Das klang schmerzhaft! Das Gerät der alternativen Medizin sei etwa zwischen 1840 und 1850 entwickelt worden, erklärte der Experte. Dieses Exemplar datierte er auf die Zeit nach 1900. Verkäufer Peter hoffte auf über 100 Euro, Kümmel setzte den Wert bei 100 bis 150 Euro an.

Im Händlerraum herrschte kollektives Stirnrunzeln. Liza Kielon verlas kurzerhand die Anleitung. Ob sich für diesen „Lebenswecker“ ein Käufer finden würde? „Wir stellen uns ganz viele Fragen“, gab Markus Wildhagen offen zu. „Eigentlich müssten sie jetzt fünf Fragezeichen sehen, weil wir haben keinen blassen Schimmer, was das ist.“

Nach der Aufklärung folgte der Aha-Moment. Liza Kielon, die nebenbei auch als Tätowiererin arbeitet, bewies Mut zum Pieksen und sicherte sich das Objekt für glatte 100 Euro. (tsch)

Auch nach der Sendung zeigte sich die Verkäuferin noch immer überwältigt davon, wie viel ihr seltener Fund letztlich eingebracht hatte. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll - ich bin völlig außer Rand und Band“, ringte sie nach Worten. Eines stand für sie jedoch fest: „Das Geld wandert jetzt erst einmal in die Reisekasse.“ (Bild: ZDF)

„Bares für Rares“

Verkäuferin unterschätzt Fisch komplett: „Bin völlig außer Rand und Band“