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Kracher bei „Bares für Rares“Erbstück aus dem Keller ist 30.000 Euro mehr wert

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter

Copyright: ZDF

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter

Im Untergeschoss verstaubte das Schmuckstück über Jahre. Als der wahre Wert ans Licht kommt, kullern plötzlich Tränen.

Lediglich 2.500 Euro erhoffte sich die Besitzerin. Doch das finale Urteil übertraf diese Vorstellung um satte 30.000 Euro! In der ZDF-Sendung ließ eine Kandidatin ein betagtes Erinnerungsstück ihrer Familie begutachten, zu dessen Hintergrund ihr fast jegliche Informationen fehlten. Die anschließenden Minuten sorgten für pure Emotionen. Moderator Horst Lichter sah sich sogar gezwungen, die komplett überwältigte Dame tröstend zu umarmen.

Allerdings war das Drama damit noch längst nicht vorbei: Vor den potenziellen Käufern folgte prompt eine weitere unvorhergesehene Wendung. Dort bremste die Besitzerin das Geschehen abrupt aus und hinterließ ausschließlich ratlose Gesichter. Das berichtet „Verkäuferin kann ihr Glück kaum fassen“.

Strahlendes Schmuckstück sorgt für große Augen

Wir blicken zurück auf den 30. April 2020: Damals besucht Kandidatin Sandra das beliebte TV-Format im Zweiten. Mitgebracht hat sie einen auffälligen Fingerschmuck samt Brillanten. Zu diesem Zeitpunkt ist ihr überhaupt nicht bewusst, dass dieser Auftritt einen der packendsten Augenblicke der gesamten Sendungsgeschichte liefern wird. Hintergrundwissen zu dem edlen Objekt besitzt sie kaum. „Ich weiß nicht, wie alt er ist. Es ist ein Erbstück meiner Mutter“, räumt die Besucherin ehrlich ein. Am Finger befand sich das gute Stück niemals. Vielmehr fristete es sein Dasein unbemerkt in den eigenen Kellerräumen.

Sofort sticht dem TV-Gastgeber dieser enorme Klunker ins Auge. Vom intensiven Glitzern ist der Entertainer restlos begeistert und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: „Das ist aber ein mächtiger Stein.“

Ebenso fasziniert reagiert Sachverständige Heide Rezepa-Zabel auf den Fund. Ein ganzes Jahrhundert existiert das edle Kleinod mittlerweile schon. Hinzu kommt eine außergewöhnliche Optik: Intensiv gelb strahlt das Juwel, was unfassbar rar vorkomme. Doch die absolute Sensation thront direkt im Zentrum der Fassung. Für derartige Klunker seien die Marktwerte „wirklich extrem in die Höhe geklettert“, erläutert die Fachfrau.

Bescheidene Forderung weicht gigantischer Expertise

Auf Lichters Erkundigung bezüglich ihrer finanziellen Vorstellung reagiert Sandra äußerst zurückhaltend. „2500 Euro“, lautet ihre knappe Antwort. Sofort sieht sich die Gutachterin gezwungen, korrigierend einzuschreiten. Tatsächlich liege der reale Preis nämlich um ein Vielfaches über dieser Summe!

Rasch folgt die genaue Kalkulation: Ein derart kostbarer historischer Brillant könne pro Karat durchaus stolze 13.000 Euro erzielen. Obendrein weist das Exemplar sensationelle 2,6 Karat auf. Daraus resultiert eine Bewertung, welche sämtlichen Anwesenden glatt die Sprache verschlägt: „32.000 bis 34.000 Euro.“

Völlig fassungslos verharrt Sandra am Pult und realisiert kaum, was sich dort soeben abspielt. Vor lauter Rührung wird ihr Blick ganz feucht. Voller Mitgefühl eilt Horst Lichter herbei und schließt die vor Freude weinende Gästin herzlich in seine Arme.

Trotz Preisdrückerei bleibt Sandra absolut standhaft

Eingefleischte Zuschauer des Formats wissen längst: Ein gigantischer Schätzwert garantiert im Anschluss noch keinen lukrativen Verkauf. Schon häufig gaben Studiogäste ihre Schätze trotz fantastischer Gutachten letztlich für lächerliche Beträge her. Unter Beobachtung zahlreicher Fernsehkameras eiskalt zu feilschen, stellt schließlich eine enorme Herausforderung dar.

Dieses Mal zeichnet sich ebenfalls deutlich ab, wie die routinierten Profis im Raum das Gebot für das seltene Objekt schmälern möchten. Zwar signalisiert Händlerin Susanne Steiger durchaus starkes Kaufinteresse. Dennoch meldet sie Bedenken an, inwiefern der Farbton des Juwels tatsächlich natürlichen Ursprungs sei. Aus jenem Grund verweigert sie jegliche Zahlung oberhalb der Marke von 18.000 Euro.

Allerdings läuft die Geschäftsfrau damit bei Sandra komplett ins Leere. Keinesfalls lässt sich die Eigentümerin übervorteilen, sondern kontert unverzüglich mit klaren Worten: „Unter 20.000 würde ich ihn nicht weggeben.“ Somit platzt das Geschäft endgültig, das Familienerbstück wechselt nicht den Besitzer. Für diese beeindruckende Konsequenz erntet die Frau im Internet stürmischen Beifall.

So kommentiert ein Zuschauer auf der Plattform YouTube: „Die Entscheidung der Verkäuferin war völlig richtig. Mich ärgert, dass manchmal Dinge abgewertet oder schlecht geredet werden.“ Zahlreiche weitere Nutzer pflichten dem bei: „Endlich mal eine vernünftige Verkäuferin.“ Bereits in der Vergangenheit löste eine Transaktion der Sendung exakt wegen solcher Methoden heftigen Unmut unter den Zuschauern aus. (red)

Für alle, die nun ebenfalls einschalten möchten: Das ZDF zeigt die Trödel-Show jeweils von Montag bis Freitag ab 15.05 Uhr. Darüber hinaus stehen sämtliche aktuellen Episoden jederzeit gebührenfrei über die hauseigene Mediathek zum Abruf bereit. (red)