Bärbel Schäfer bekam mit 41 Jahren ihr erstes Kind. In Katja Burkards Podcast „Glow Up Your Life“ wunderte sich die ehemalige Talkshow-Moderatorin nun über die Skepsis gegenüber älteren Müttern.
„War mir eigentlich egal“Bärbel Schäfer verteidigt späte Mutterschaft

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Ihr erstes Kind bekam Bärbel Schäfer mit 41. (Bild: 2018 Getty Images/Christian Augustin)
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Europaweit bekommen Frauen ihr erstes Kind immer später. „Und trotzdem ist es ja immer noch so, dass man so ein bisschen komisch drauf guckt, wenn Frauen so spät dann noch mal schwanger werden“, merkt Katja Burkard im Podcast „Glow Up Your Life“ an.
Die RTL-Moderatorin bekam ihr erstes Kind mit 36 Jahren, bei der Geburt ihrer zweiten Tochter war sie 42 Jahre alt. Auch Burkards Podcast-Gast Bärbel Schäfer wurde verhältnismäßig spät Mutter - mit 41 Jahren.
„Ich wusste auch irgendwie, dass die Uhr tickt“
Die einstige Talkshow-Moderatorin hält die Skepsis nicht für gerechtfertigt. „Wir sind top ausgebildet, wir haben die besseren Abschlüsse, wir haben mehr Universitätsabschlüsse. Wir kommen rein in den Job und brauchen dann natürlich auch ein bisschen Zeit, um uns zu etablieren.“ Schließlich, gibt Schäfer zu bedenken, sei Mutterschaft häufig mit finanziellen Einbußen verbunden: „Sobald das erste Kind kommt, verlieren viele Frauen, wenn du das die Jahrzehnte hochrechnest, an Einkommen.“
In ihrem Umfeld sei es inzwischen gängig, „mit Ende 30, Anfang 40“ Kinder zu bekommen. Burkard erinnert die Ehefrau von Michel Friedman indessen an das mediale Echo, das ihre Schwangerschaft mit 41 hervorgerufen habe. Sie habe damals „nicht das Gefühl“ gehabt, 41 zu sein, entgegnet Schäfer: „Ich wollte mich nicht jünger machen, aber ich war so in den Produktionen und in meinem Leben drin, dann rast ja irgendwie das Jahrzehnt zwischen 30 und 40 dahin.“
Die heute 62-Jährige räumt ein: „Ich wusste auch irgendwie, dass die Uhr tickt, aber es war jetzt erst mal keiner da, wo ich dachte: Das ist der Mann, dem ich auch vertraue, dass das ein guter Vater wird.“ Sie und ihr Mann hätten sich „dummerweise einfach sehr spät kennengelernt“. Zudem, erklärt Schäfer, wisse sie „gar nicht, ob ich vorher Verantwortung hätte übernehmen können. Ob ich jetzt zehn Jahre älter war auf dem Spielplatz oder nicht - das war mir eigentlich egal.“ (tsch)

