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Wegen Dschungelkönig Gil OfarimRTL selbstkritisch: „Da hätten wir reagieren müssen“

Sänger Gil Ofarim gewann die Krone im Dschungelcamp 2026.

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Sänger Gil Ofarim gewann die Krone im Dschungelcamp 2026.

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Das Dschungelcamp liegt schon einige Wochen zurück - aber der Erfolg von Musiker Gil Ofarim in dem Format beschäftigt immer noch viele Menschen. Nun äußert sich der RTL-Deutschland-Chef zur Kritik.

Gil Ofarim gewann im Februar 2026 die RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“. Sein Sieg im Dschungelcamp beschäftigt zahlreiche Gemüter bis heute.

Jetz hat RTL eingeräumt, dass der Sender anders mit den Aussagen des umstrittenen Musikers im Dschungelcamp hätte umgehen können.

RTL-Deutschland-Chef gibt sich wegen Gil Ofarim selbstkritisch

„Natürlich haben wir das intern reflektiert“, sagte RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter in einem Interview dem Branchendienst „dwdl.de“. Das Team am Drehort in Australien habe das Thema an vielen Stellen gut verarbeitet. Und doch habe es „ein, zwei Sendungen“ gegeben, in denen man so agiert habe, wie immer im Dschungelcamp - das Format lasse die Protagonisten erzählen und das Publikum mache sich sein eigenes Bild.

„Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser bzw. richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in ‚Der Stunde danach‘“, sagte Schmitter. „Da hätten wir in Köln redaktionell reagieren müssen. Und sei es nur mit einer Bauchbinde.“

Bauchbinden sind Einblendungen mit Informationen für Zuschauer. „Die Stunde danach“ ist eine Anschlusssendung nach dem Dschungelcamp, in der die Geschehnisse in Australien besprochen werden.

RTL war von Beobachtern dafür kritisiert worden, die Aussagen in der Sendung nicht adäquat eingeordnet zu haben.

Gil Ofarim mit Andeutungen über angebliche Ungereimtheiten

Ofarim hatte die RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ überraschend gewonnen. In der Sendung nahm seine Vergangenheit viel Raum ein. 2021 hatte der Musiker für Schlagzeilen gesorgt, als er sich im sozialen Netzwerk Instagram als Opfer antisemitischer Äußerungen eines Leipziger Hotelmitarbeiters darstellte. Später gestand er aber vor Gericht, dass er die Vorwürfe erfunden habe, und entschuldigte sich.

Im Dschungelcamp war das natürlich ein größeres Thema. Viele Beobachter irritierte aber zum Beispiel, als Ofarim plötzlich nahelegte, dass mit den Kameraaufnahmen aus dem Hotel, die einer der Gründe für die Entlastung des Hotelmitarbeiters vor Gericht waren, womöglich etwas nicht gestimmt haben könnte.

Der damals fälschlich beschuldigte Hotelmitarbeiter zeigte sich in einem Interview mit der „Zeit“ daraufhin fassungslos. „Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich“, sagte er. Auch die Staatsanwaltschaft betonte, dass es sich um bloße „Wiederholungen von Vermutungen und Andeutungen angeblicher Manipulationen an letztlich nicht verfahrensrelevanten Aufnahmen“ handle. (dpa)

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