Liebe auf den ersten Blick? „Nein, gar nicht, es war fürchterlich!“, erinnerte sich Andrea Sawatzki an das erste Aufeinandertreffen mit ihrem späteren Ehemann Christian Berkel. Jetzt sind die beiden Schauspiel-Stars in einer neuen ARD-Komödie zu sehen.
Andrea Sawatzki fand erste Begegnung mit Christian Berkel „fürchterlich“„Was ist das denn für einer?“

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Schriftsteller Gregor (Christian Berkel) hat mit seinen unter eigenem Namen veröffentlichten Romanen keinen Erfolg. Wohl aber mit den Liebesromanen, die er unter dem Pseudonym „Vanessa Fox“ veröffentlicht. Für eine Preisverleihung soll Taxifahrerin Elke (Andrea Sawatzki) in deren Rolle schlüpfen. (Bild: ARD Degeto Film/Silviu Guiman)

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Andrea Sawatzki und Christian Berkel sind seit fast 30 Jahren ein Paar - anfänglichen Irritationen zum Trotz. (Bild: 2024 Getty Images/Sebastian Reuter)

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Andrea Sawatzki (links) verriet „Inas Nacht“-Gastgeberin Ina Müller, wie sie ihren späteren Ehemann kennenlernte. (Bild: NDR/Morris Mac Matzen)
Mit dem Ehepartner den Berufsalltag teilen: Für viele ist das keine Wunschvorstellung. Für Andrea Sawatzki und Chrstian Berkel offenbar schon. Zumindest von Zeit zu Zeit. Nach „Scheidung für Anfänger“, „Sportabzeichen für Anfänger“ und „Entführen für Anfänger“ ist das Schauspieler-Ehepaar nun erneut in einer turbulenten ARD-Komödie zu sehen. „Taxi für zwei“ lautet der Titel des Films, der am Freitagabend um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.

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Szene aus dem ZDF-Fernsehfilm „Tod auf Amrum“ von 1998: Beim Dreh lernten sich Andrea Sawatzki und Christian Berkel kennen, die heute verheiratet sind. (Bild: ZDF / Gehner)
Sawatzki und Berkel gehören seit fast 30 Jahren zu den bekanntesten Schauspieler-Paaren der deutschen Filmbranche. 2011 heirateten die beiden TV-Stars. Kennengelernt hatten sich die heute 62-jährige Schauspielerin und Autorin und ihr fünf Jahre älterer Ehemann aber schon 1998 bei Dreharbeiten an der Nordsee. Ausgerechnet „Tod auf Amrum“ hieß der Film - „aber wir leben beide noch“, scherzte Sawatzki, als sie unlängst im ARD-Kneipen-Talk „Inas Nacht“ auf jenen schicksalhaften Dreh angesprochen wurde.

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Ein Paar wie Hund und Katze: Schriftsteller Gregor (Christian Berkel) und Taxifahrerin Elke (Andrea Sawatzki). (Bild: ARD Degeto Film/Silviu Guiman)
Auf die Frage von Gastgeberin Ina Müller, ob es Liebe auf den ersten Blick gewesen sei, antwortete der ehemalige „Tatort“-Star deutlich: „Nein, gar nicht. Es war fürchterlich!“ Christian Berkel sei ihr schon am Flughafen unangenehm aufgefallen, als er mit zwei großen Koffern ankam. „Der will doch nur nach Amrum so wie ich“, sei ihr durch den Kopf gegangen, „ich hatte nur einen kleinen Koffer. Da dachte ich: Was ist das denn für einer?“
Missverständnis brachte Christian Berkel bei Andrea Sawatzki in Misskredit

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Weil eines seiner unter Pseudonym geschriebenen Bücher für einen hoch dotierten Preis ausgewählt ist, brauchen Autor Gregor (Christian Berkel) und seine Verlegerin Caroline (Lavinia Wilson, Mitte) Elkes (Andrea Sawatzki) Hilfe: Sie soll das Pseudonym „Vanessa Fox“ spielen. (Bild: ARD Degeto Film/Silviu Guiman)

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Griesgram Gregor (Christian Berkel, rechts) und sein neuer Nachbar, der Paartherapeut Josua Quinn (Ulrich Brandhoff), stehen von Anfang an auf Kriegsfuß miteinander. (Bild: ARD Degeto Film/Silviu Guiman)

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Die wohlhabende Henriette von der Tann (Friederike Wagner, rechts) überreicht Elke alias Vanessa Fox (Andrea Sawatzki) den von ihr ausgeschriebenen hoch dotierten Literaturpreis. (Bild: ARD Degeto Film/Silviu Guiman)
Außerdem habe sie gewusst, dass Berkel damals in Scheidung lebte. „Wir waren die einzigen beiden Erwachsenen in diesem Krimi. Sonst haben nur Jugendliche mitgespielt“, erinnerte sich Sawatzki bei „Inas Nacht“. „Ich dachte: Jetzt muss ich mit jemandem, der in Scheidung lebt, vier Wochen auf so 'ner Insel verbringen.“ Sie selbst habe zu dieser Zeit ebenfalls in Trennung gelebt. „Ich hätte schon gerne jemanden kennengelernt. Aber da kam dieser Mann mit den zwei großen Koffern, und ich dachte: Oh mein Gott!“

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Wer ist denn nun „Vanessa Fox“? Autor Gregor (Christian Berkel) und Taxifahrerin Elke (Andrea Sawatzki) haben beide sehr viel von ihr in sich, so scheint es. (Bild: ARD Degeto Film/Ben Knabe)
Später habe sich jedoch herausgestellt, dass die beiden Koffer voll mit Büchern waren. „Das lag eben daran, dass Christian sehr viel liest“, sagte Sawatzki. Sie habe irrtümlich gedacht, „das ist einer, der sich jeden Tag zehnmal umzieht“. Als das Missverständnis aufgeklärt war, erschien ihr der Berufskollege gleich viel anziehender: „Ich fand's toll, dass jemand zwei Riesen-Koffer Bücher mitnimmt. Und denkt, dass er nichts anderes braucht - bis er auf mich trifft!“
„Ein Taxi für zwei“: Berkel spielt den Misanthropen, Sawatzki die Romantikerin

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Nachdem ihre bewegende Rede bei der Preisverleihung viral gegangen ist, kann sich Elke alias „Vanessa Fox“ nicht mehr vor Fans retten. (Bild: ARD Degeto Film/Silviu Guiman)

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Glänzender Auftritt als Bestsellerautorin „Vanessa Fox“: Elke (Andrea Sawatzki, Mitte) lernt den charmanten Verleger Eric Steiner (Philippe Brenninkmeyer) kennen. (Bild: ARD Degeto Film/Ben Knabe)
Seither führen Sawatzki und Berkel eine skandalfreie Beziehung - abseits der Filmsets und bisweilen auch vor den Kameras. Der aktuelle ARD-Film „Ein Taxi für zwei“ erinnert dabei frappierend an ihr echtes, von Stolperfallen geprägtes Kennenlernen. Berkel spielt den scheinbar gefühlskalten Misanthropen Gregor Basil. Der Griesgram ist Schriftsteller, allerdings ein wenig erfolgreicher, zumindest mit den Büchern, die er unter seinem eigenen Namen schreibt. Die kitschigen Liebesromane, die er unter dem Pseudonym „Vanessa Fox“ verfasst - und hasst -, sind dagegen Bestseller.
Basil besteigt das Taxi der lebenslustigen, romantischen Elke (Sawatzki), in dem, wie so oft, der kitschige Soundtrack der Teenie-Romanze „La Boum“ erklingt: Bühne frei für den ersten köstlichen verbalen Schlagabtausch, dem noch sehr viele folgen werden. Gregor ist es gewohnt, seine Mitmenschen mit seiner schroffen, abweisenden Art sprachlos zu machen. Doch mit der schlagfertigen Gute-Laune-Fee Elke hat er seine Endgegnerin getroffen.
Gregors Verlegerin Caroline (Lavinia Wilson) hat eine Idee: Eine Frau, die Vanessa Fox verkörpert, muss her. Und da kommt ganz zufällig Elke ins Spiel. Sie kann eine Finanzspritze gut gebrauchen und lässt sich daher trotz ihrer Aversion gegen Gregor auf das Lügenspiel ein. Das kann ja heiter werden bis zur Preisverleihung, für die Gregor Elke nicht nur briefen, sondern auch einkleiden muss. Am Ende hat Elke ihre Rolle so verinnerlicht, dass die Streithähne sogar darüber diskutieren, wer von ihnen die wahre Vanessa ist ... (tsch)
