Verhalten bei WM 2022 Karl Lauterbach schießt wütend gegen Kapitän Neuer – „blamabel“

Karl Lauterbach (hier im November 2022) geht mit Manuel Neuer ins Gericht.

Karl Lauterbach (hier im November 2022) geht mit Manuel Neuer ins Gericht.

Karl Lauterbach meldet sich in der Debatte um die „One Love“-Binde bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Das Verhalten von Kapitän Manuel Neuer nannte der Gesundheitsminister „blamabel“.

Die negativen Schlagzeilen um die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar reißen nicht ab. Richtete sich die Kritik zunächst gegen die Menschenrechtsverletzungen in dem Gastgeberland, rückt nun auch die Deutsche Nationalmannschaft in den Focus.

Grund dafür ist das Verbot der „One Love“-Binde, welche die deutsche Mannschaft beim WM-Auftakt gegen Japan tragen wollte.

Politiker mischen sich in Diskussion um „One Love“-Binde bei WM 2022

Auch deutsche Politiker mischen sich vermehrt in die Diskussion. Robert Habeck etwa äußerte sich in der ZDF-Talksendung „Markus Lanz“ am Dienstagabend (22. November 2022) betont kritisch. Die Nationalelf solle die Binde trotzdem tragen und es darauf ankommen lassen, so der Bundeswirtschaftsminister (Die Grünen).

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Zwar hatte die FIFA das Verbot gegen die „One Love“-Binde ausgesprochen, doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) knickte ein und beugte sich dem Druck von oben.

Eine Haltung, mit der auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) scharf ins Gericht geht. Das Verhalten von Manuel Neuer, Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft, nannte er in dem Zusammenhang „blamabel“.

Karl Lauterbach nennt Verhalten von Manuel Neuer „blamabel“

„Die WM 2022 wird immer weniger interessant für mich. Wenn nicht einmal ein minimales Zeichen der Solidarität an unterdrückte Gruppen in Katar gezeigt werden kann, ist das blamabel“, so Lauterbach in einem Tweet vom Montagabend (21. November 2022).

In Katar ist Homosexualität gesetzlich verboten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warnte auch Fußballfans vor der Reise zur WM 2022 in Katar, vorsichtig zu sein. Vor allem aber einheimische Homosexuelle schwebten demnach in großer Gefahr.

Karl Lauterbach hatte sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich als Unterstützer der LGBTIQ+-Community gezeigt. Erst im Juni 2022 etwa hatte der Politiker die Regenbogenflagge vor dem Bundesgesundheitsminister gehisst.

Auf Twitter teilte der SPD-Mann ein Foto von der Aktion. „Damit drücken wir unsere Überzeugung aus, dass eine vielfältige Gesellschaft lebenswerter für alle ist“, erklärte Lauterbach damals.

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