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+++ EILMELDUNG +++ Wegen Leihmutter-Debatte Unionsfraktionschef Spahn tritt zurück

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Update

Wegen Leihmutter-DebatteUnionsfraktionschef Spahn tritt zurück

Bundeskanzler Friedrich Merz und Jens Spahn sitzen nebeneinander.

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Jens Spahn (Archivfoto) am Samstag (18. Juli 2026) zum Rücktritt aufgefordert.

Aktualisiert:

Was von vielen gefordert wurde, ist jetzt wohl eingetreten: Nach einer Rücktrittsforderung von Merz schmeißt Spahn hin.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat in seiner Funktion als CDU-Chef den Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn zum Rücktritt aufgefordert. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag (18. Juli) aus dem Umfeld des Parteivorsitzenden.

Ging schnell: Wie die Agentur AFP kurz darauf vermeldet, tritt Spahn nach Informationen aus Parteikreisen jetzt zurück. Der dpa liegt inzwischen ein entsprechendes Schreiben Spahns an die Mitglieder der CDU/CSU vor.

Persönliches Glück nicht vereinbar mit politischem Amt

„Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete“, heißt es in der Mitteilung an die Bundestagsfraktion, die auch der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

„Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“, heißt es darin weiter. Der „Spagat“ zwischen der Entscheidung für ein Kind durch Leihmutterschaft und der „nachvollziehbaren Erwartung“ an einen Fraktionschef sei größer geworden, als er es erwartet habe.

Kürzlich war bekannt geworden, dass Spahn und sein Mann Eltern eines in den USA von einer Leihmutter zur Welt gebrachten Kinds wurden. Dieses Verfahren ist in Deutschland verboten. Außerdem hatte der CDU-Parteitag erst Anfang des Jahres einen Beschluss zur Ablehnung der Leihmutterschaft gefasst.

Spahn sah sich seither mit Rücktrittsforderungen und Vorwürfen konfrontiert, privat anders zu handeln als in seiner politischen Funktion. Eigentlich wollte Spahn die Fraktion im September über seine politische Zukunft entscheiden lassen. Am Samstag wuchs aber der Druck, zeitnah eine Entscheidung herbeizuführen. (dpa, afp)

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