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Wegen „Extremismus und Terrorismus“Putin verbietet Oscar-Film

Radovan Síbrt, Alžbeta Karásková, David Borenstein, Helle Faber, Pavel Talankin (von links) mit Oscars für die Doku „Mr. Nobody Against Putin“.

Copyright: IMAGO / Agencia EFE

Radovan Síbrt, Alžbeta Karásková, David Borenstein, Helle Faber, Pavel Talankin (von links) mit Oscars für die Doku „Mr. Nobody Against Putin“.

Nach dem Oscar-Triumph hat der Kreml die Doku „Mr. Nobody Against Putin“ verbannt.

Die Behörden in Russland haben die mit einem Oscar ausgezeichnete Doku „Mr. Nobody Against Putin“ verbannt. Laut einem Bericht der unabhängigen Nachrichtenseite Mediazona vom 26. März begründeten die Ankläger die Forderung nach einem Verbot mit einer harten Anschuldigung: Der Film verbreite angeblich „Extremismus und Terrorismus“.

Den offiziellen Stellen ist vor allem die kritische Perspektive der Doku ein Dorn im Auge. Sie transportiere eine „negative Einstellung gegenüber der militärischen Spezialoperation und der aktuellen Regierung“. Der Begriff „militärische Spezialoperation“ ist die offizielle Bezeichnung des Kremls für die umfassende Invasion der Ukraine

Doku enthüllt Propaganda im Klassenzimmer

Der Film von den Machern David Borenstein und Pavel Talankin liefert schockierende Einblicke in das Leben in Russland. Die Kamera folgt dem Lehrer Talankin bei seiner Arbeit in einer Schule in der armen Minenstadt Karabasch, gelegen in der Oblast Tscheljabinsk. Mit Aufnahmen, die er heimlich über einen Zeitraum von zwei Jahren machte, wird offengelegt, wie junge Menschen mit staatlicher Kriegspropaganda beeinflusst werden.

Doch die Anklagepunkte der Staatsanwälte gehen noch weiter. Ein Kritikpunkt ist die Darstellung der weiß-blau-weißen Fahne, welche die russischen Behörden der Legion „Freiheit Russlands“ zuordnen, die an der Seite der Ukraine kämpft. Beanstandet wird außerdem, dass Minderjährige ohne die Erlaubnis ihrer Eltern zu sehen seien. Deshalb wurde beantragt, die Doku für einen „unbestimmten Personenkreis“ unzugänglich zu machen.

Die Geschichte hinter dem Film liest sich wie ein Thriller. Im Sommer 2024 gelang Talankin die Flucht aus Russland, wobei er die Festplatten mit dem heiklen Filmmaterial aus dem Land schaffte. Am 25. Januar wurde die Doku erstmals auf dem Sundance Film Festival gezeigt und erhielt dort einen Spezialpreis der Jury. Der absolute Höhepunkt folgte am 15. März: der Gewinn des Oscars in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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