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Flut-Katastrophe Laschet verpasst in TV-Ansprache fast das wichtigste Thema

Armin Laschet gibt nach seinem Besuch der Feuerwehrleitzentrale ein Pressestatement.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei seinem Besuch am Samstag, 17. Juli 2021 in Erftstadt.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich nach der Unwetter-Katastrophe in einer Rede an die Bevölkerung gewandt. Sein Auftritt in Erftstadt hatte zuletzt für Kritik gesorgt. 

Köln. Nach der Unwetterkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz stehen unzählige Menschen vor den Trümmern ihrer Existenz. Häuser wurden zerstört, Menschen verloren ihr Leben.

Um seine Anteilnahme zu zeigen, hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sich am Sonntag (18. Juli) im TV an die Bevölkerung gewandt.

Armin Laschet spricht über Klimawandel

Dabei forderte er als Konsequenz aus der Hochwasserkatastrophe mehr Vorsorge gegen Extremwetter.

„Wir müssen Dämme bauen, Rückhaltebecken, Wasserreservoirs, Flächen renaturieren – Schutz nicht nur am Rhein, sondern auch an den großen und den vielen kleinen Flüssen überall im Land“, sagte Laschet.

„Kurz: Natur, Umwelt, Leib und Leben schützen – quasi das Immunsystem unserer Heimat stark machen, damit wir besser gegen Wetterextreme gewappnet sind.“

Sprach der CDU-Vorsitzende Laschet, der ebenso wie Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) um das Kanzleramt kämpft, zunächst nur darüber, wie man Wetterextreme in den Griff bekommen wolle, bekam er kurz vor dem Ende seiner Rede gerade noch die Kurve zu dem großen Thema, weshalb die Wetterextreme überhaupt erst immer öfter und immer heftiger auftreten.

Die Häufigkeit und die Wucht solcher Katastrophen seien auch eine Folge des Klimawandels, bekräftigte er. „Den müssen wir hier und weltweit schneller und konsequenter bekämpfen. Das Klima gewährt keinen Aufschub.“

Armin Laschet spricht im WDR über toten Feuerwehrmann

Zuvor hatte der Kanzlerkandidat an den in Altena getöteten Feuerwehrmann Oliver Diehl erinnert und von einem Gespräch mit der Witwe des 46-Jährigen berichtet.

„Sie hat mir erzählt, dass ihr Mann jungen Menschen Werte vermitteln wollte. Er wollte ein Vorbild sein. Er ist noch mehr. Er ist ein Held“, sagte Laschet. Er stehe stellvertretend für die Tausenden, die jeden Tag ihren Dienst tun und Leib und Leben riskieren.

Der Beitrag, der im WDR kurz vor der 20-Uhr-„Tagesschau“ gesendet wurde, wurde vorab aufgezeichnet. Der Feuerwehrmann war in der dramatischen Hochwasserlage am Mittwochnachmittag (14. Juli) in der Stadt im Märkischen Kreis nach der Rettung eines Mannes ins Wasser gestürzt und ertrunken. Seine Kollegen hatten ihn nur noch tot bergen können.

Nach Unwetter: Armin Laschets Ansprache im WDR ging 5 Minuten

Der Sender stellte für die fünf Minuten lange Ansprache sein Abendprogramm um. Die „Lokalzeit-Geschichten“ endeten etwas früher, um 20 Uhr übernahm dann wieder wie geplant die „Tagesschau“.

Bei Laschets Auftritt handelte es sich aber um keine Live-Produktion, stattdessen wurde die Rede vorab aufgezeichnet.

Der CDU-Politiker hatte sich am Samstag beim Besuch der besonders schwer betroffenen Stadt Erftstadt in NRW einen Faux-Pas geleistet. Während einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier scherzte Laschet unbeschwert im Hintergrund. Der Politiker hat sich nach heftiger Kritik entschuldigt. (mei/dpa)