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Unwetter in NRW „Werden Betroffene nicht allein lassen“: Laschet gibt Versprechen

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU, l.) unterrichtet zusammen mit dem Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Medien, nachdem er sich am Donnerstag (15. Juli) ein Bild von der Lage in der Stadt gemacht hat.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU, l.) unterrichtet zusammen mit dem Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Medien, nachdem er sich am Donnerstag (15. Juli) ein Bild von der Lage in der Stadt gemacht hat.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am Donnerstag (15. Juli) die Städte Hagen und Altena besucht. Dort informierte er sich über die Lage, sprach den Angehörigen seine tiefe Anteilnahme aus und trat vor die Kameras, um ein Statement abzugeben.

Hagen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat am Donnerstag (15. Juli) die vom Unwetter und dessen Folgen besonders gebeutelten westfälischen Städte Hagen und Altena besucht. In Hagen gab er anschließend zusammen mit dem Oberbürgermeister Erik O. Schulz ein Statement zur Lage ab.

Armin Laschet mit Statement nach Katastrophe

Laschet hat den Opfern der Starkregen-Katastrophe und den betroffenen Kommunen Hilfe versprochen. Ein genaues Lagebild der Flutkatastrophe in den Landesteilen gebe es noch nicht, sagte er. Die Höhe der notwendigen Hilfen könne er noch nicht genau beziffern. Für Freitagmorgen habe er eine Sondersitzung des Landeskabinetts einberufen. „Wir werden die Kommunen und Betroffenen nicht allein lassen“, sagte Laschet. Das Land sei in dieser Situation solidarisch.

Er hat zudem weltweit mehr Tempo beim Klimaschutz gefordert. Die zunehmenden Starkregen- und Hitzereignisse seien mit dem Klimawandel verbunden, betonte Laschet. Mit solchen Extremwetter-Ereignissen sei auch in Zukunft immer wieder zu rechnen. Deshalb sei nun mehr Dynamik beim Klimaschutz und der nötigen Anpassung an den Wandel erforderlich.

Ein Panzer der Bundeswehr zieht am Donnerstag (15. Juli) einen Lkw in Hagen aus dem Schlamm, nachdem es dort zu Überschwemmungen kam. Die Bundeswehr unterstützt die Hilfs- und Aufräumarbeiten in der Region.

Ein Panzer der Bundeswehr zieht am Donnerstag (15. Juli) einen Lkw in Hagen aus dem Schlamm, nachdem es dort zu Überschwemmungen kam. Die Bundeswehr unterstützt die Hilfs- und Aufräumarbeiten in der Region.

Die Ruhrgebietsstadt mit rund 180.000 Einwohnern war nach den heftigen Regenfällen in der Nacht zum Mittwoch von Überflutungen besonders schwer betroffen. Ein Altenheim musste evakuiert werden. Stadtteile waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Teilweise waren Autos von den Wassermassen fortgespült worden. Hagen wird von den Flüssen Ennepe, Ruhr, Lenne und Volme durchflossen. Die Bundeswehr unterstützt die Hilfs- und Aufräumarbeiten unter anderem mit einem Pionierpanzer des Typs „Dachs“.

Ministerpräsident Laschet besucht Altena mit Landrat Voge

In Altena, wo zwei Feuerwehrmann beim Einsatz ums Leben gekommen war, hatte sich Armin Laschet bereits am frühen Morgen zusammen mit dem Landrat Marco Voge über die Lage informiert. Den Angehörigen gelte tiefe Anteilnahme, heißt es auf dem Twitter-Account der Staatskanzlei NRW. Fotos zeigen, wie Laschet mit Voge durch das Chaos im Märkischen Kreis läuft, um sich die schweren Schäden anzusehen. Er spricht mit Angehörigen, Rettungskräften und dem Kreisbrandmeister.

Ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann war am Mittwoch in Altena ertrunken, nachdem er einen Mann gerettet hatte. In Werdohl starb ein 52-jähriger Feuerwehrmann am Mittwochabend – hier geht die Polizei von einem internistischen Notfall aus.

Der CDU-Chef hat wegen der dramatischen Hochwasserlage in der Region seinen geplanten Besuch bei der Klausur der CSU-Landesgruppe in Seeon abgesagt. Der Ministerpräsident wolle nach seinem Besuch auch mögliche Hilfen des Landes forcieren.

Ein Anwohner schaut sich die Schäden an, die die Überflutung des Nahmerbachs am 14. Juli verursacht hatte.

Ein Anwohner im Nahmertal in Hagen-Hohenlimburg schaut sich Unwetterschäden an. Der sonst so beschauliche Nahmerbach hatte sich am 14. Juli in einen Fluss verwandelt, der Trümmerberge in den Straßen hinterließ.

Zwei Tote in Altena: Trauerflore an Einsatzfahrzeugen

Der Deutsche Feuerwehrband (DFV) trauert ebenfalls um die beiden  durch das Unwetter gestorbenen Feuerwehrmänner in Altena. „In Gedanken sind wir bei ihren Familien und den Angehörigen der Feuerwehren“, sagte DFV-Präsident Karl-Heinz Banse am Mittwoch. Angesichts der Todesfälle rief der Verband deutschlandweit die Feuerwehren dazu auf, ihre Einsatzfahrzeuge zwei Wochen lang mit Trauerfloren zu versehen. (mg/dpa)

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