Abo

US-Angriffe auf VenezuelaTrump zeigt gefesselten Maduro – und droht nächstem Staat

Der gefesselte Nicolás Maduro nach der Festnahme durch die US-Army.

Copyright: Truth Social/@realDonaldTrump

Der gefesselte Nicolás Maduro nach der Festnahme durch die US-Army.

Aktualisiert

US-Präsident Donald Trump hat auf „Truth Social“ ein Foto veröffentlicht, das den langjährigen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro nach seiner Festnahme zeigt. Danach trat Trump vor die Presse.

US-Präsident Donald Trump (79) hat auf seiner Plattform „Truth Social“ ein Foto veröffentlicht, das Maduro gefesselt und mit verbundenen Augen, mit einem grauen Jogginganzug bekleidet, zeigt. „Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima“, schrieb er dazu.

Das Foto veröffentlichte Trump am Samstag (3. Januar), kurz bevor er in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida vor die Presse trat und über den Einsatz in Venezuela sprach.

Dieses Bild postete Trump am Samstag (3. Januar) auf der Plattform Truth Social. „Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima“, schrieb er dazu.

Copyright: AFP

Dieses Bild postete Trump am Samstag (3. Januar) auf der Plattform Truth Social. „Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima“, schrieb er dazu.

Trump hat auf der Pressekonferenz eine „zweite, deutlich größere Welle“ von Angriffen in Venezuela in Aussicht gestellt. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Maduro „so erfolgreich“ gewesen sei, sagte er in Palm Beach. „Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen.“

Die USA wollen zudem vorübergehend die Führung des Landes übernehmen. „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können“, sagte der US-Präsident weiter. Gleichzeitig kündigte er an, US-Ölunternehmen sollten in Venezuela aktiv werden, um „anzufangen, Geld für das Land zu machen“.

Trump erklärte weiter, dass man „befreundete Nachbarn“ wolle. Im selben Atemzug drohte er dem nächsten Karibikstaat: Kuba. „Darüber müssen wir reden. Wir wollen den Menschen in Kuba helfen, es ist ein sehr ähnlicher Fall.“

Auch Senator Lindsey Graham (Republikaner aus South Carolina) postete einen Beitrag auf X, in dem er auf den Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme von Madura reagierte. Er schrieb zwei Worte: „Freiheit für Kuba.“

Die US-Operation in Venezuela sollte laut Trump „als Warnung an alle dienen, die die amerikanische Souveränität bedrohen oder amerikanische Leben gefährden wollen.“ Die US-amerikanische Flotte bleibe vorerst in Position. 

Machado: Oppositioneller González soll Präsident werden

Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado indes fordert nach der Festnahme von Maduro die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, heißt es in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung Machados.

Nach dem Militäreinsatz der USA sei für die Opposition die Zeit gekommen, Venezuela zu regieren, schrieb Machado weiter. „Heute sind wir bereit, unser Mandat durchzusetzen und die Macht zu übernehmen. Bleiben wir wachsam, aktiv und organisiert, bis der demokratische Übergang vollzogen ist.“ Sie rief die Streitkräfte des südamerikanischen Landes dazu auf, González als Oberbefehlshaber anzuerkennen. (afp/dpa/mg)

Carsten Schneider (l, SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, und seine Begleitung stehen bei der Ankunft zur Preisverleihung der Berlinale auf dem Roten Teppich vor dem Berlinale Palast.

Eklat bei Berlinale

Sieger-Rede „nicht akzeptabel“ – Bundesumweltminister verlässt Saal