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Eklat bei BerlinaleSieger-Rede „nicht akzeptabel“ – Bundesumweltminister verlässt Saal

Carsten Schneider (l, SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, und seine Begleitung stehen bei der Ankunft zur Preisverleihung der Berlinale auf dem Roten Teppich vor dem Berlinale Palast.

Copyright: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Carsten Schneider (l, SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, und seine Begleitung stehen bei der Ankunft zur Preisverleihung der Berlinale auf dem Roten Teppich vor dem Berlinale Palast.

Wegen einer propalästinensischen Rede bei der Berlinale distanziert sich der zunächst anwesende Umweltminister Carsten Schneider – er verließ laut einem Sprecher den Saal.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat sich von einer propalästinensischen Rede bei der Preisverleihung der Berlinale distanziert. Er sei als einziger Vertreter der Bundesregierung bei der Gala gewesen, teilte ein Sprecher seines Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. Während der Rede des syrisch-palästinensischen Filmemachers Abdallah Alkhatib habe Schneider den Saal verlassen.

Alkhatibs Film „Chronicles From the Siege“ wurde als bestes Spielfilmdebüt ausgezeichnet. Der Filmemacher warf der deutschen Regierung auf der Bühne vor, sie sei Partner „des Völkermords im Gazastreifen“. „Bundesminister Schneider hält diese Aussagen für nicht akzeptabel“, teilte der Sprecher mit.

Regisseur Abdallah Alkhatib hält eine palästinensische Fahne hoch.

Copyright: Christoph Soeder/dpa

Abdallah Alkhatib, Regisseur vom Film „Chronicles from the Siege“, spricht bei der Übergabe des Preises für das „Beste Spielfilmdebüt“ während der Preisverleihung bei der Abschlussgala im Berlinale Palast auf der Bühne. Neben ihm wird die palästinensische Fahne hochgehalten.

Israel streitet ab, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen – das ist auch die Position der deutschen Regierung – und spricht von Selbstverteidigung nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023.

Alkhatib, der eine palästinensische Flagge mit auf die Bühne brachte, sagte, eines Tages werde es ein wunderbares Filmfestival in Gaza geben. „Wir werden uns an jeden erinnern, der an unserer Seite stand, und wir werden uns an jeden erinnern, der gegen uns war“, sagte er. „Ein freies Palästina von jetzt bis ans Ende der Welt.“ Im Saal waren Applaus und auch Zwischenrufe zu hören. (dpa)

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