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Grauenhafte Bilder aus befreitem Butscha Klitschko wirft Putins Russland Völkermord vor

Ein Junge betrachtet einen zerstörten russischen Panzer nach den jüngsten Kämpfen in Butscha am 1. April 2022, in der Nähe von Kyjiw. Aus der von ukrainischen Truppen zurückeroberten Stadt werden grauenhafte Verbrechen gemeldet.

Ein Junge betrachtet einen zerstörten russischen Panzer nach den jüngsten Kämpfen in Butscha am 1. April 2022, in der Nähe von Kyjiw. Aus der von ukrainischen Truppen zurückeroberten Stadt werden grauenhafte Verbrechen gemeldet.

Es sind nur schwer erträgliche Bilder, die derzeit aus dem befreiten Butscha kommen. Leichen auf den Straßen, in Gullys. Russland macht sich nicht mal die Mühe, die Kriegsverbrechen zu verstecken. Die Ukraine wirft Wladimir Putin und seinen Truppen Völkermord vor.

Der Anblick, der sich den ukrainischen Truppen beim Einmarsch ins zurückeroberte Butscha bot, dürfte den Soldaten das Blut in den Adern gefrieren lassen. Es sind Bilder, die nicht zu ertragen sind. Leichen auf offener Straße, von hinten in den Kopf geschossen. Vergewaltigte Frauen.

Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Pdoljak schrieb auf Twitter: „Die Kyjiw-Region ist die Hölle des 21. Jahrhunderts. Die Leichen von Männern und Frauen, getötet mit gefesselten Händen. Die schlimmsten Verbrechen der Nazis kehren zurück nach Europa. Das ist das Werk Russlands. Verhängt ein Embargo auf Energielieferungen. Stoppt das Töten!“

Botschafter Melnyk klagt die Bundesregierung an

Andrij Melnyk (46), Botschafter der Ukraine in Deutschland, klagt die Bundesregierung an: „Liebe Bundesregierung, Sie können zwar ruhig weiter schlafen & sich über Spritpreise, Inflation & Rezession Sorgen machen. Nur: indem Sie wegschauen, begeht Russland einen Genozid mitten in Europa. Und Deutschland finanziert diese Massaker brav mit.“

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Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko (50) klagt via „Bild“ an: „Das, was in Butscha und anderen Vororten von Kyjiw passiert ist, kann man nur als Völkermord bezeichnen. Es sind grausame Kriegsverbrechen, die Wladimir Putin (69) dort zu verantworten hat. Zivilisten, die mit verbunden Händen erschossen wurden.“

280 Zivilisten auf der Flucht von Russland getötet

Bislang konnten die grausamen Fotos nicht auf ihre Authentizität überprüft werden. Doch die schockierenden Aufnahmen zeigen ein Bild des Grauens. Rund 280 Zivilisten haben die Behörden in einem Massengrab beigesetzt. Sie wurden beim Versuch getötet, in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet zu gelangen.

Die durch die Bombardierung zerstörte Brücke auf der Autobahn in Butscha. Fast 300 Zivilisten wurden entlang der Straße in Butscha, einer Pendlerstadt außerhalb der Hauptstadt, getötet.

Ein Bild der Verwüstung: Die durch die Bombardierung zerstörte Autobahnbrücke von Butscha am 2. April 2022.

Auf Twitter kursieren zudem offizielle Anleitungen für die russischen Truppen zum Anlegen von Massengräbern – als seien die Säuberungen ganzer Regionen von Beginn an Teil der russischen Strategie gewesen. Klitschko: „Die Konsequenz für den Westen muss sein: Nicht ein Cent darf mehr an Russland gehen. Es ist schmutziges Geld, mit dem Blut vergossen wird.“

Russische Armee zieht sich aus Kyjiw zurück

Die russische Armee hat sich aus der Region um Kyjiw inzwischen komplett zurückgezogen, hinterlässt aber eine Schneise der Verwüstung und des Horrors. Zerschossene Wohnhäuser, zerstörte Infrastruktur, Leichen wurden einfach am Wegesrand liegengelassen.

Die russischen Truppen konzentrieren sich nun auf die strategisch wichtige und seit Wochen belagerte Stadt Mariupol. Welche Bilder uns von dort erwarten, mag man sich kaum ausdenken.

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