„Verbindungen nicht kappen“ Schröders Ehefrau spricht über Beziehung zu Russland und bekommt direkt Gegenwind

Gerhard Schröder (SPD), Bundeskanzler a.D., und seine Frau Soyeon Schröder-Kim vor der Kanzlerwahl am 8. Dezember 2021 auf der Tribüne im Bundestag.

Gerhard Schröder (SPD), Bundeskanzler a.D., und seine Frau Soyeon Schröder-Kim vor der Kanzlerwahl am 8. Dezember 2021 auf der Tribüne im Bundestag.

Knapp eine Woche nach Gerhard Schröder hat sich nun auch dessen Ehefrau Soyeon zum Angriff Russlands auf die Ukraine geäußert. Erste Reaktionen folgten prompt.

Auf ihre Worte schaut man in Deutschland gerade ganz genau: Gerhard Schröder und seine Frau Soyeon Schröder-Kim, die gute Beziehungen zu Wladimir Putin haben.

Knapp eine Woche nach dem Altkanzler hat sich nun auch dessen Ehefrau fast wortgleich zum Angriff Russlands auf die Ukraine geäußert.

Ukraine-Krieg: Soyeon Schröder-Kim äußert sich auf Instagram

Viele Menschen hätten sie gefragt, „ob mein Mann nicht mit Herrn Putin über den Krieg in der Ukraine reden könnte“, schrieb Schröder-Kim am Mittwoch (2. März) auf Instagram. Sie betonte, der Krieg und das damit verbundene Leid für die Menschen in der Ukraine müssten schnellstmöglich beendet werden. „Das ist eindeutig die Verantwortung der russischen Regierung.“

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Wie zuvor ihr Mann verwies jedoch auch Schröder-Kim auf die Bedeutung bestehender Verbindungen zu Russland.

Mit Blick auf die Zukunft gelte, „dass die verbliebenen politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Verbindungen, die zwischen Deutschland und Russland bestehen, nicht gekappt werden“, schrieb sie.

Reaktionen auf Russland-Posting von Gerhard Schröders Ehefrau

„Denn diese sind – trotz der gegenwärtig dramatischen Lage – die Basis für eine Hoffnung, die wir alle haben: dass ein Dialog über Frieden und Sicherheit auf unserem Kontinent wieder möglich wird“, führte sie weiter aus – und erntete dafür vor allem Kritik.

So waren unter den ersten Reaktionen Sätze wie „Das ist leider nicht genug“, „Man kann einen Dialog mit Russland auch führen, ohne gleichzeitig Geld anzunehmen“ und „Schämen Sie und Ihr Mann sich nicht?“

Einige ihrer mehr als 34.000 Instagram-Follower riefen sie aber auch zum Handeln auf.

  • „Bitte tragen die Sorge, dass ihr Ihr Ehemann und ehemalige Kanzler eines freien Landes mit dem Präsidenten der Russischen Föderation spricht! Er könnte als Vermittler in die Geschichte eingehen!“
  • „Wer will die Beziehung zu Russland kappen…. Eher doch die zum lupenreinen Demokraten Putin!“
  • „Die Verbindung zu Russland darf nicht gekappt werden, sehr wohl aber die zu Putin!“

Gerhard Schröder steht seit langem wegen seiner Verbindungen nach Russland in der Kritik. Der SPD-Politiker gilt als langjähriger Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ist Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft und hat auch Führungspositionen bei den Pipeline-Projekten Nord Stream und Nord Stream 2.

Am vergangenen Donnerstag hatte er die Regierung in Moskau im Online-Netzwerk LinkedIn aufgefordert, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Von persönlichen Konsequenzen war aber nicht die Rede. (dpa)

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