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Selenskyj fällt erstes Merz-UrteilUkrainischer Präsident macht Gespräch mit künftigem Kanzler öffentlich

Aktualisiert:

In den vergangenen Jahren war Olaf Scholz der erste Ansprechpartner für Wolodymyr Selenskyj in der deutschen Politik, nun übernimmt so langsam Friedrich Merz.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) und der voraussichtliche künftige Bundeskanzler Friedrich Merz (66, CDU) haben sich nach ukrainischen Angaben über die weitere deutsche Unterstützung für das von Russland angegriffene Land abgestimmt.

Die beiden Politiker hätten in einem „produktiven Gespräch“ ihre „Positionen koordiniert“, erklärte Selenskyj am Dienstag (4. März) im Onlinedienst X (ehemals Twitter).

Selenskyj im Austausch mit Friedrich Merz

Damit fällt der ukrainische Präsident nach zuletzt einigen komplizierteren Begegnungen, in erster Linie mit US-Präsident Donald Trump (78), ein insgesamt positives Urteil nach dem Austausch mit Merz. 

Die Ukraine wisse Deutschlands Bemühungen zur Wiederherstellung der Sicherheit in Europa und zum Schutz von Menschenleben in der Ukraine sehr zu schätzen, betonte Selenskyj.

Deutschland sei führend in der Versorgung der Ukraine mit Luftverteidigungssystemen und spiele eine entscheidende Rolle dabei, die finanzielle Stabilität des Landes zu sichern.

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Friedrich Merz hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine ausgesprochen.

Zuletzt sagte er in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, Deutschland müsse das Land „weiter militärisch gut ausstatten“. Allerdings dürfe Deutschland „nicht Kriegspartei werden“. (afp)

Bundeskanzler Friedrich Merz (M,l,CDU) nimmt neben Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU Vorsitzender und Bärbel Bas (M,r, SPD), Bundesarbeitsministerin und Co-Bundesvorsitzende der SPD, sowie Lars Klingbeil (r, SPD), Bundesfinanzminister und Co-Bundesvorsitzender der SPD, an der Pressekonferenz nach dem Koalitonsausschuss teil.

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