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„Ich schließe nichts mehr aus“Petition will Komiker als Bundespräsident – so reagiert er selbst

Hape Kerkeling

Copyright: Martin Schutt/dpa

Rund 20.000 Menschen sprechen sich für Hape Kerkeling als Bundespräsidenten aus. (Archivfoto)

Tausende wollen Hape Kerkeling als Bundespräsidenten

Ein Komiker als Staatsoberhaupt? Was wie ein Witz klingt, meinen Tausende Menschen in Deutschland todernst. Eine Online-Petition fordert, den Entertainer Hape Kerkeling (61) zum nächsten Bundespräsidenten zu machen – und hat bereits mehr als 20.000 Unterstützerinnen und Unterstützer.

Der Aufruf auf der Plattform von Campact richtet sich direkt an die Fraktionsspitzen von Union, SPD, Grünen und Linken. Die Forderung: „Nominieren Sie Hans-Peter Kerkeling als gemeinsamen, überparteilichen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten für die Wahl am 30. Januar 2027.“

„Deutschland braucht keine Parteitaktik“

Die Initiatoren der Petition sind überzeugt: „Deutschland braucht an der Spitze keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet.“ Kerkeling, der aus Recklinghausen in NRW stammt, sei dafür genau der Richtige.

Als Begründung wird vor allem eine Rede Kerkelings vom 12. April 2026 in der Gedenkstätte Buchenwald genannt. Diese habe viele Menschen „erschüttert und gleichzeitig inspiriert“. Der Komiker habe bewiesen, dass er die nötige Tiefe für das Amt besitze.

Kerkelings emotionale Rede als Enkel eines KZ-Häftlings

Beim Gedenkakt zum Jahrestag der Befreiung des NS-Konzentrationslagers erinnerte Kerkeling an seinen Großvater Hermann. Dieser war drei Jahre in Buchenwald inhaftiert, weil er nach der Machtübernahme der Nazis Flugblätter gegen Adolf Hitler verteilt hatte. Kerkeling mahnte in seiner Rede, dass „Nie wieder“ ein täglicher Kompass sein müsse.

Der 61-Jährige ist seit Jahrzehnten als Komiker, Autor und mit seiner Kunstfigur Horst Schlämmer eine feste Größe in der deutschen Unterhaltungslandschaft. Sein Buch „Ich bin dann mal weg“ wurde zum Bestseller.

„Schließe nichts mehr aus“: Das sagt Hape selbst

Und was sagt der Komiker selbst zu der Idee? Gegenüber Stern TV äußerte sich Kerkeling mit einem Augenzwinkern: „Ich muss ihnen ehrlich sagen, nach all dem, was in der Welt passiert und wer so an der Spitze von Nationen steht – ich schließe nichts mehr aus.“ Sein Unterton sei dabei allerdings deutlich ironisch gewesen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gibt sein Amt 2027 nach zehn Jahren ab. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird von der Bundesversammlung gewählt. Die schwarz-rote Koalition will erst im Herbst entscheiden, wen sie nominiert. Online-Petitionen haben in der Regel nur wenig Einfluss auf solche politischen Entscheidungen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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