Irre Wende: Kapitol-Randalierer bewacht US-Geheimnisse.
Irrer Job im PentagonVerurteilter Kapitol-Stürmer hat jetzt höchste Sicherheitsstufe

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Beim Sturm aufs US-Kapitol am 6. Januar 2021 war auch der damals 19 Jahre alte Kadett Elias Irizarry dabei - mittlerweile hat er eine Anstellung beim US-Verteidigungsministerium. (Archivbild)
Irre Wende im Pentagon: Verurteilter Randalierer bewacht jetzt Amerikas Geheimnisse Ein verurteilter Randalierer, der das Kapitol stürmte, hat nun einen Job mit höchster Sicherheitsstufe. Im US-Verteidigungsministerium herrscht Fassungslosigkeit: Wie ist das möglich?
Elias Irizarry, ein verurteilter Beteiligter am Angriff auf das Kapitol, hat eine Anstellung im US-Verteidigungsministerium. Dort befasst er sich mit hochbrisanten Themen. Ein Sprecher des Ministeriums hat auf der Plattform X bestätigt, dass Irizarry eine „politisch Ernannter“ Position im Pentagon innehat. Die „Washington Post“ hatte diese Information zuerst veröffentlicht.
Seit dem letzten Jahr ist Irizarry laut Berichten in einem Bereich tätig, der für heikle Missionen wie unkonventionelle Kriegsführung und die Bekämpfung von Terrorismus zuständig ist. Für sämtliche Stellen in dieser Abteilung ist eine außergewöhnlich hohe Sicherheitsüberprüfung notwendig. Die „Washington Post“ meldet, dass auch innerhalb der Behörde Unverständnis herrscht, wie eine Person mit Beteiligung an einem Angriff auf die amerikanische Demokratie eine derart vertrauliche Aufgabe erhalten konnte.
Erinnerung an den 6. Januar: Chaos, Gewalt und Tote
Am 6. Januar 2021 stürmten Unterstützer des zu diesem Zeitpunkt nicht wiedergewählten Präsidenten Donald Trump das Kapitol mit Gewalt. Mitten unter den Aufrührern befand sich Irizarry, damals noch Kadett an einer Militärakademie. Der damals 19-Jährige stieg durch ein zerbrochenes Fenster ein. Videoaufnahmen dokumentieren, wie er eine Metallstange hielt, jedoch soll er damit keine Person angegriffen haben.
Über Wochen hinweg hatte Trump seine Anhängerschaft mit unbewiesenen Vorwürfen angestachelt, dass ihm der Sieg bei der Wahl durch Manipulationen entwendet worden sei. Fünf Personen verloren bei diesen Ausschreitungen ihr Leben.
Irizarrys Weg: Reue, Strafe und Trumps Gnade
Irizarry äußerte während seines späteren Gerichtsverfahrens großes Bedauern. „Ich schäme mich, weil ich für immer Teil dieser Schande sein werde“, wurde er von amerikanischen Medien zitiert. Er bekam eine Haftstrafe von 14 Tagen für das Eindringen in eine gesperrte Zone. Berichten zufolge gelang es ihm im Anschluss, seine Militärakademie davon zu überzeugen, seine Ausbildung fortsetzen zu dürfen.
Die entscheidende Wende kam direkt am Anfang von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft: Er begnadigte Irizarry – wie beinahe jeden, der wegen des Angriffs auf das Kapitol eine Verurteilung erhalten hatte. Es bleibt unklar, wer exakt für die Einstellung von Irizarry verantwortlich ist. Üblicherweise werden derartige Positionen vom Büro des Verteidigungsministers besetzt, in manchen Fällen jedoch direkt vom Weißen Haus. Joel Valdez, ein Sprecher des Pentagons, rechtfertigte die Entscheidung und nannte Irizarry „eine qualifizierte, patriotische junge Fachkraft“. (dpa/red)
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