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Molotows auf Russen-HausVerdächtiger stellt sich nach Brandanschlag in Prag der Polizei

Brandanschlag auf russisches Kulturzentrum in Prag

Copyright: Petr David Josek/AP/dpa

Beim Brandanschlag auf das «Russische Haus» in Prag entstand Sachschaden. (Archivbild)

Nach dem Anschlag auf das Russen-Zentrum hat sich der Täter gestellt.

Eine krasse Wende in Prag: Ein Verdächtiger ist nach der Feuer-Attacke auf das russische Kultur- und Wissenschaftszentrum zur Polizei gegangen. Dort legte der Mann ein Geständnis ab und wurde sofort in Gewahrsam genommen, wie die tschechischen Behörden über X verkündeten.

Der ausländische Staatsbürger räumte ein, den Angriff schon seit dem vergangenen Sommer geplant zu haben, so meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Aus juristischen Gründen machten die Ermittler keine Angaben zu seiner Herkunft.

Molotow-Cocktails flogen gegen die Hauswand

In der Nacht zum Freitag flogen mehrere Brandsätze gegen das sogenannte „Russische Haus“. Das Gebäude befindet sich im Diplomatenviertel Prag-Dejvice. Zwar entstand ein materieller Schaden, doch verletzt wurde zum Glück niemand.

Die Attacke hat diplomatische Wellen geschlagen: Der tschechische Botschafter musste in Moskau antreten. Daraufhin wurde bekannt, dass Russland einen besseren Schutz für seine diplomatischen Einrichtungen verlangt hat.

Einrichtung in Prag sorgt für Zündstoff

Hinter dem russischen Kulturzentrum steckt eine Regierungsagentur aus Russland. Diese steht auf der Sanktionsliste der EU, weil sie Propaganda des Kremls verbreiten soll. Trotzdem laufen dort weiterhin Sprachkurse, es werden Preise für Übersetzer vergeben und russische Filme vorgeführt.

Schon lange wird gefordert, die Institution dichtzumachen, die es seit 1971 in der Hauptstadt Tschechiens gibt. Was die Sache besonders heikel macht: Seit März 2022 ist das tschechische Pendant in Moskau vollständig geschlossen – eine Folge der russischen Invasion in der Ukraine. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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