Abo

Kugel im KinderzimmerUS-Beamter schießt durch Haustür und trifft Mann am Oberschenkel

Einwanderungsbehörde ICE an US-Flughäfen

Copyright: Angelina Katsanis/AP/dpa

ICE-Beamter wegen Schüssen in Minnesota angeklagt. (Archivbild)

US-Agent schießt durch Tür – Kugel landet im Kinderzimmer

In Minnesota steht ein Mitarbeiter der in der Kritik stehenden US-Behörde ICE vor Gericht, weil er während einer Operation Schüsse abgab. Ihm wird Schwerwiegendes zur Last gelegt: Die Anklagepunkte lauten auf Körperverletzung sowie Falschaussagen bei den Untersuchungen.

Passiert ist das Ganze Mitte Januar. Details zu dem Geschehen nannte die Staatsanwältin von Hennepin County, Mary Moriarty, bei einer Medienkonferenz. Demnach feuerte der Agent auf eine verschlossene Eingangstür, hinter der sich vier Personen aufhielten. Ein Geschoss traf einen Mann am Oberschenkel. Das Projektil durchbrach die Tür und bohrte sich schlussendlich in die Mauer eines Kinderzimmers.

Staatsanwältin: Es gab keine Bedrohung

Die Anklägerin stellte klar, dass der Agent sich der Situation voll bewusst war. Er habe gefeuert, „obwohl er wusste, dass sich dort Menschen befanden, die gerade ins Haus gerannt waren und weder für ihn noch für andere eine Gefahr darstellten.“ Ein explosives Detail kommt hinzu: Die Person, die verletzt wurde, lebte nachweislich legal in der Ortschaft.

Dieser Vorfall steht in einem größeren Zusammenhang. Anfang des Jahres sorgten brutale Razzien zur Abschiebung, insbesondere in Minnesota, für landesweites Entsetzen. Zwei amerikanische Staatsbürger kamen bei diesen Operationen durch Kugeln von Bundesagenten ums Leben. Seither tobt eine erbitterte Kontroverse zwischen der Bundesebene und den Einzelstaaten, wie diese Geschehnisse untersucht werden sollen.

Keine Begnadigung durch den Präsidenten möglich

Moriarty hob hervor, dass die Strafverfolgung ausschließlich bei den Anklägern in Minnesota liegt. Dies führt zu einer bedeutenden Folge: Im Falle einer Verurteilung des Agenten ist eine Begnadigung durch den Präsidenten der USA ausgeschlossen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

US-Präsident Trump

Trump bläst Angriff ab

US-Präsident sagt Attacke ab, droht aber weiter mit Krieg