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Kurz vor seinem 80. GeburtstagEx-Zimmergenosse packt über Trumps peinlichen Spitznamen aus

Donald Trump 2001 zusammen mit seiner späteren Frau Melania bei einem Basketballspiel in Philadelphia.

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Donald Trump 2001 zusammen mit seiner späteren Frau Melania bei einem Basketballspiel in Philadelphia.

UFC-Gründer Art Davie (79) war einst Trumps Zimmergenosse auf einer Militärschule. Jetzt erzählt er, Trump sei schon mit 16 ein „Egomane“ gewesen – und spricht über dessen spöttischen Spitznamen.

Donald Trump (79) feiert seinen 80. Geburtstag am 14. Juni mit einer UFC-Gala auf dem Südrasen des Weißen Hauses – mit jenem Käfigkampf-Format, das sein früherer Zimmergenosse Art Davie (79) einst mitentwickelte.

Und genau dieser Davie packt nun über Trump als Teenager aus: Er spricht über die Zeit, in der beide an der New York Military Academy in einem Zwei-Mann-Zimmer lebten.

„Er war sehr verärgert und frustriert“

Davie erinnert sich: Trump sei damals als 16-Jähriger Unteroffizier aus Queens angekommen und habe sofort das obere Bett für sich beansprucht. Davie selbst, damals ein 15-Jähriger aus Brooklyn, schlief unten. Schon damals, sagt Davie in einem Interview mit „Daily Beast“, habe Trump sich ständig benachteiligt gefühlt – und geklagt, er hätte längst „Hauptmann“ sein müssen.

Donald Trump im Jahr 1964 als Schüler des Internats New York Military Academy.

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Donald Trump im Jahr 1964 als Schüler des Internats New York Military Academy

„Er war sehr verärgert und frustriert, dass die Schule nicht erkannt hat, dass er schneller hätte befördert werden müssen“, sagt Davie. Dazu habe Trump schon damals eine Eigenschaft an den Tag gelegt, die vielen bis heute bekannt vorkommen dürfte: Er habe bei allem behauptet, der Beste zu sein. „Er war mit 16 ein Egomane“, so Davie. Trump habe ständig verlangt, alle sollten anerkennen, dass er der Größte sei.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Trump sei stark im Baseball gewesen – aber nicht im Fußball. Davie erinnert sich an einen Streit, in dem Trump auch dort der Beste sein wollte. Davie habe ihm entgegnet: Im Baseball könne er sich meinetwegen so sehen, aber im Fußball seien andere Kadetten besser gewesen. Trump habe das nicht akzeptiert – und sofort wieder auf sein Lieblingsthema geschwenkt: den fehlenden Rang. „Ich hätte dieses Jahr Hauptmann sein sollen. Ich bin kein Versorgungsunteroffizier“, erinnert Davie Trumps Worte.

Trump suchte nach „Star-Qualitäten“

Davie berichtet außerdem, Trump habe schon als Teenager nach „Star-Qualität“ geschielt – und sei besonders beeindruckt von John F. Kennedy gewesen. Kennedy sei für ihn das Beispiel gewesen, dass ein „Star“ nicht einmal prahlen müsse, weil Medien und Öffentlichkeit es ohnehin erkennen würden.

Kurios: Das Zimmer der beiden diente zugleich als Lager für Übungsgewehre. Bei einer Inspektion durch US-Offiziere sei Trump extrem förmlich gewesen – während Davie locker mit einem Oberstleutnant scherzte. Ein Spruch über „Knall-Gewehre“ habe Trump wütend gemacht: Er habe Davie vorgeworfen, so könne man nicht mit Offizieren reden. Davie sagt, das sei der einzige richtig ernste Streit zwischen ihnen gewesen. Nach Weihnachten seien die beiden plötzlich getrennt worden – Davie landete in einem Bereich mit Einzelzimmern. Trump blieb an der Schule und wurde später tatsächlich noch Hauptmann.

Dann kommt Davie auf einen Spitznamen zu sprechen, den Trump später unter einigen Ehemaligen der Militärakademie bekommen haben soll – wegen der bekannten Geschichte um Trumps Wehrdienstbefreiung: „Cadet Bonespurs“. zu Deutsch: „Kadett Knochensporne“.

Daher kommt Trumps Spitzname

Der Ausdruck spielt auf Trumps Vietnam-Wehrdienstgeschichte an: Er erhielt 1968 laut Berichten die Diagnose Fersensporn, ein dornförmiger Knochenauswuchs am Fersenbein, und wurde damit vom Wehrdienst befreit. „Cadet Bonespurs“ soll Trump als jemanden darstellen, der sich vor dem Militärdienst gedrückt habe. Vor allem gut betuchte US-Amerikaner sollen sich damals einen Arzt gesucht haben, der ihnen einen Fersensporn diagnostiziert. Kurzum: Es ist ein Spitzname, den der US-Präsident sicherlich nicht gern hört. Zumal dieser später vor allem durch die demokratische Senatorin Tammy Duckworth verbreitet wurde, die Trump damit in sozialen Medien angriff.

Trumps Zimmergenosse Davie selbst ging dagegen zum Marinekorps und war nach eigenen Angaben fast ein Jahr in Vietnam. Später zog er nach San Diego, arbeitete als Autohändler und entwickelte schließlich das Konzept der UFC mit – samt Achteck-Käfig.

Heute, sagt Davie, habe er Trump seit den Schultagen nie wieder gesprochen – er habe ihn aber dreimal gewählt. Und während im Weißen Haus nun ein riesiges UFC-Event vorbereitet werde, beobachte er das alles aus der Ferne und sagt: Trump habe sich seit damals kaum verändert.

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