Der Kampf um die Commerzbank spitzt sich zu – und einer freut sich schon. Christian Sewing, Boss der Deutschen Bank, macht klar: Sein Institut steht bereit, um abzukassieren.
Banken-Beben in FrankfurtDeutsche Bank sieht sich als großer Gewinner im Commerzbank-Deal

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Deutsche-Bank-Chef Sewing sieht das Übernahmeringen um die Commerzbank gelassen (Archivbild)
In der deutschen Finanzszene brodelt es gewaltig – und die Konkurrenz bringt sich in Stellung. Mitten im Übernahmeringen um die Commerzbank meldet sich Christian Sewing zu Wort. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank erklärte auf einer Konferenz von Morgan Stanley, dass sein Geldhaus nur darauf warte, aus der turbulenten Lage Vorteile zu ziehen.
Laut Sewing habe die Deutsche Bank verschiedene Szenarien durchgespielt und sei auf die aktuelle Entwicklung vorbereitet. Man sei für Expansion gerüstet und sehe in Deutschland großes Potenzial. Seine Botschaft ist eindeutig: „Wie immer es ausgehen wird, ich denke, dass wir in jedem Fall profitieren werden.“
Italienische Großbank greift nach Commerzbank
Auslöser der ganzen Aufregung ist ein Vorstoß der italienischen Unicredit. Die Großbank, die bereits fast 30 Prozent der Anteile an der Commerzbank besitzt, hat ein freiwilliges Kaufangebot für den Konzern aus Frankfurt vorgelegt, wie die dpa meldet. Die Commerzbank-Führung wehrt sich jedoch gegen die Übernahme und will unabhängig bleiben, wobei sie von der Bundesregierung Beistand erhält.
Auch der Iran-Krieg bereitet dem Bank-Chef Sorgen
Der Bank-Chef sprach außerdem die ökonomischen Auswirkungen des Konflikts im Iran an. Dieser sorge für Instabilität und treibe die Energiekosten in die Höhe – ein kritischer Faktor speziell für die Industrie in Deutschland. Die Auseinandersetzungen schaffen laut Sewing zusätzliche Verunsicherung und sind eine Bürde für die gesamte Wirtschaft.
Dennoch blickt der Manager optimistisch in die Zukunft: Die deutsche Konjunktur erhole sich langsam, aber sicher, und das Land werde für Investoren wieder attraktiver. Sewing betonte dazu: „Wir wollen davon profitieren.“ Für die Prognosen der Deutschen Bank bedeute dies keine Veränderung. (red)
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