Abo

+++ EILMELDUNG +++ Nach Angriff auf Polizei Razzia in Leverkusen – Großfamilie im Fokus

+++ EILMELDUNG +++ Nach Angriff auf Polizei Razzia in Leverkusen – Großfamilie im Fokus

Blutiger Pakt-BruchHisbollah lehnt Waffenruhe ab, israelischer Soldat getötet

Nahostkonflikt - Libanon

Copyright: Stringer/dpa

Der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel geht trotz Waffenruhe weiter.

Hisbollah lehnt Waffenruhe ab, Gewalt im Libanon eskaliert.

Eigentlich sollte eine Waffenruhe gelten, doch die blutige Auseinandersetzung zwischen Israels Armee und der Hisbollah-Miliz aus dem Libanon eskaliert. Ein Soldat ist tot. Er starb bei einer neuen Attacke der proiranischen Gruppe auf Truppen im südlichen Libanon, wie das israelische Militär am Abend bestätigte. Kurz zuvor hatte die Hisbollah die Konditionen für eine Feuerpause zurückgewiesen, die in Washington zwischen Vertretern des Libanon und Israels ausgehandelt worden waren. Die Regierung in Beirut ist in diesem Krieg keine Partei und hat kaum Kontrolle über die Miliz, die bei den Verhandlungen nicht dabei war.

Israels Armee reagierte prompt. Nach der Attacke der Hisbollah bombardierten die Streitkräfte laut eigener Aussage die Infrastruktur der schiitischen Miliz. Doch die Gewaltspirale drehte sich weiter: In der Nacht meldete die Hisbollah einen weiteren Raketenbeschuss auf israelische Einheiten im südlichen Libanon. Ob diese Behauptungen stimmen, konnte von unabhängiger Seite nicht verifiziert werden. Von Israels Militär gab es dazu zunächst keinen Kommentar.

Hisbollah-Chef Naim Kassim

Copyright: Bilal Hussein/AP/dpa

Hisbollah-Chef Naim Kassim lehnt die Entwaffnung seiner Miliz ab. (Archivbild)

Hisbollah blockiert Friedens-Deal

Für Verwirrung sorgte unterdessen US-Präsident Donald Trump. Er behauptete vor Journalisten in Washington, die Hisbollah habe mit ihm geredet und den Deal gar nicht abgelehnt. „Sie sagten, 'wie wäre es, aufzuhören?'“, erklärte Trump. Er deutete an, dass er Fortschritte bei der Beendigung der Gefechte erwartet. „Es wäre wirklich schön, wenn der Libanon etwas Frieden haben könnte“, sagte er.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Hisbollah-Chef Naim Kassim wies die Vereinbarung scharf zurück – vor allem das Verlangen nach einer Entwaffnung seiner vom Iran geförderten Organisation. Eine Waffenruhe, bei der die Hisbollah ihre Attacken stoppen soll, während Israel weiter angreift, sei eine „Kapitulation“. Das ging aus einer Erklärung hervor, die im Fernsehen des Libanon verlesen wurde. „Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils.“

Israels Verteidigungsminister Katz

Copyright: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Israels Armee bleibt laut Verteidigungsminister Katz vorerst im Südlibanon präsent. (Archivbild)

Auch von israelischer Seite gibt es keine Entspannungssignale. Verteidigungsminister Israel Katz machte am Donnerstag laut Berichten der „Times of Israel“ klar, dass die Armee ihre Operationen im Nachbarland im Norden bis auf Weiteres fortführen wird.

Das steht im Waffenruhe-Plan

Der abgelehnte Plan sieht unter anderem vor, dass die Miliz ihre Attacken auf Israel beendet und sich aus Regionen südlich vom Litani-Fluss zurückzieht. Im südlichen Libanon sollen Sicherheitszonen entstehen, die allein von den offiziellen Streitkräften des Libanon kontrolliert werden – wie das praktisch umgesetzt werden soll, ist aber völlig offen. Die ganze Lage ist zudem ein entscheidender Knackpunkt in den festgefahrenen Gesprächen über ein Ende des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Die Regierung in Teheran, die die Hisbollah unterstützt, sieht die Auseinandersetzung als Bruch der Feuerpause mit den USA. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Pflege
„Schlag ins Gesicht der Kommunen“
Heftige Kritik an den neuen Pflege-Plänen von Ministerin Warken