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Baerbock mahnt Putin „Machen Sie diesen fatalen Fehler nicht“

Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesaußenministerin, gibt bei der 58. Münchner Sicherheitskonferenz eine Pressekonferenz.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) gibt bei der 58. Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag (19. Februar) eine Pressekonferenz. Und mahnt Putin.

Angesichts der erhöhten Gefahr einer Eskalation im Ukraine-Konflikt hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) Moskau davor gewarnt, einen „fatalen Fehler“ zu begehen.

Baerbock spricht nach einem Treffen der G7-Außenminister am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz Klartext – an die Adresse Russlands: „Unsere Botschaft ist klar: Machen Sie diesen fatalen Fehler nicht, ziehen Sie Ihre Truppen ab.“

Sie fügte hinzu: „Wir wissen nicht, ob ein Angriff bereits beschlossene Sache ist, aber die Drohung gegenüber der Ukraine ist sehr real.“

Die Welt stehe angesichts zehntausender russischer Soldaten an der Grenze zur Ukraine vor „der greifbaren Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung mitten in Europa“. Es sei klar, von wem die Eskalation ausgehe, betonte Baerbock, die derzeit den Vorsitz der G7-Außenminister inne hat.

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Annalena Baerbock: Separatisten folgen dem Skript, „vor dem viele gewarnt haben“

Die Außenministerin verwies auch auf die Äußerungen der prorussischen Separatisten in der Ostukraine, die „genau dem Skript folgen, vor dem viele gewarnt haben“, nämlich eine „Inszenierung, um eine Rechtfertigung für ein militärisches Eingreifen zu schaffen“.

Unterdessen betonte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian in einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow die „Geschlossenheit“ der Europäer und ihrer Nato-Verbündeten im Fall eines russischen Einmarschs in die Ukraine.

Auch Baerbocks Kollege Le Drian warnt Russland

Le Drian warnte Lawrow „vor den Folgen für Russland, die jede weitere Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine mit sich bringen würde“, wie das französische Außenministerium in einer Pressemitteilung erklärte.

Der russische Truppenaufmarsch, der nach westlichen Angaben rund 150.000 Soldaten umfasst, schürt seit Wochen Befürchtungen vor einem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Moskau weist jegliche Angriffspläne zurück und gibt seinerseits an, sich von der Nato bedroht zu fühlen. (afp/mg)

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