„Ich habe unterschrieben“ Lage hochexplosiv: Beunruhigende Video-Botschaft aufgetaucht

ARCHIV - 04.02.2022, Ukraine, Awdijiwka: Ivan Skuratovskyi, Soldat der Ukraine, patrouilliert durch die Ruinen eines Industriegebiets entlang der Frontline außerhalb von Awdijiwka in der Region Donezk.

Ein Soldat der Ukraine patrouilliert Anfang Februar durch die Ruinen eines Industriegebiets entlang der Frontline außerhalb von Awdijiwka in der Region Donezk. Die Video-Botschaft von Denis Puschilin, dem moskautreuen Separatistenchef in Donezk, beunruhigt internationale Beobachter derzeit.

Die Lage in der Ukraine bleibt hochexplosiv: Ein ukrainischer Soldat stirbt bei neuen Kämpfen im Osten. Währenddessen taucht eine Video-Botschaft von einem Rebellenchef auf, welche die internationalen Beobachter sehr beunruhigt.

Die Lage im Osten der Ukraine verschärft sich weiter: Nachdem es vor zwei Tagen Berichte über einen Artillerie-Beschuss gegeben hatte, bei dem ein Kindergarten getroffen wurde, meldet die ukrainische Armee nun einen toten Soldaten.

Gleichzeitig bereiten sich die Rebellenchefs in den selbst ernannten „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk auf Krieg vor. Zivilisten werden evakuiert. Und in einer Botschaft werden martialische Worte verbreitet.

Die Video-Botschaft von Denis Puschilin, dem moskautreuen Separatistenchef in Donezk, beunruhigt internationale Beobachter zutiefst. Denn er ruft darin die Reservisten zum Kampf auf und kündigt eine „Generalmobilmachung“ an.

Alles zum Thema Ukraine

„Heute habe ich ein Dekret über die Generalmobilmachung unterzeichnet“, sagte der Rebellenchef. Er rief sämtliche Reservisten auf, „in die Einschreibebüros des Militärs zu kommen“, wie die „Deutsche Welle“ aus dem Video zitiert.

Ukraine: Explosionen im Osten der Ukraine, ein Soldat tot

Nicht nur Puschilin, auch Luhansks Rebellenführer Leonid Pasetschnik habe inmitten der massiven Spannungen zwischen Russland und der Ukraine ein entsprechendes Papier unterzeichnet, hieß es. Es ordne „die volle Kampfbereitschaft für die Miliz und anderer Militäreinheiten“ an.

Puschilin erklärte weiter, seine Soldaten waren es, die die von der Ukraine geplante Angriffe vereitelt hätten. Mehrere Explosionen waren am Samstagvormittag im Norden von Denzk zu hören. Die ukrainische Armee wiederum meldete einen toten Soldaten auf ihrer Seite – durch den Beschuss von pro-russischen Rebellen.

Ukraine: Ein Soldat wurde nach Angaben der Armee getötet

„Infolge eines Beschusses hat ein ukrainischer Soldat eine tödliche Wunde durch ein Schrapnell erlitten“, teilte das Militärkommando mit. Nach eigenen Angaben habe es in der Ukraine allein am Samstagmorgen (7 Uhr Ortszeit) 66 Schusswechsel gegeben, verbotener Mörsergranaten seien ebenfalls eingesetzt worden.

Seit Tagen machen beide Seiten sich für diese schweren Verstöße gegen die Waffenrufe verantwortlich. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) spricht von einer „dramatischen Zunahme“ der Angriffe entlang der Front.

Ukraine: Städte in Luhansk und Donezk werden evakuiert

Am Freitag wurde bereits mit der Evakuierung der Städte und Ortschaften in den Regionen Luhansk und Donezk begonnen, mehr als 6000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, teilten die Separatisten mit.

Derweil hat die ukrainische Armee die erste Ladung Waffen aus Estland erhalten. Javelin-Panzerabwehrraketen seien in Kiew angekommen, so das estnische Verteidigungsministerium.

Ukraine: Biden vor einem Angriff Putins überzeugt

Die Gewalt nimmt weiter zu, und mit ihr die Furcht vor einem russischen Einmarsch. Die Nato und die USA befürchten, dass Russland nach einem Vorwand sucht, um in die Ukraine einzumarschieren.

Biden sagte am Freitag, er sei „überzeugt“ davon, dass Kreml-Chef Wladimir Putin die Entscheidung für den Angriff auf das Nachbarland bereits getroffen habe. Mit der Invasion sei in den „kommenden Tagen“ zu rechnen.

Russland wiederum bleibt weiteren diplomatischen Gesprächen zunächst fern: Erstmals seit Jahren nimmt Außenminister Sergej Lawrow nicht an der Münchner Sicherheitskonferenz, die am Wochenende startete, teil. Auch hier steht der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine im Mittelpunkt – es wird über Russland gesprochen, ohne dass Russland mit am Tisch sitzt.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.