Wie geht das? Rätsel um skurriles Foto von Armin Laschet mit Handy an Wange gelöst

Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags am 26. Oktober hat Armin Laschet telefoniert – ohne Hände. Das Foto sorgt für einige Fragezeichen.

Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags am 26. Oktober hat Armin Laschet telefoniert – ohne Hände. Das Foto sorgt für einige Fragezeichen.

Das Foto von Armin Laschet mit einem Handy an der Wange sorgte in ganz Deutschland für Verwunderung, jetzt hat der CDU-Kanzlerkandidat selbst das Rätsel aufgeklärt: Was steckt hinter seinem Klebe-Fon?

Berlin. Es war Thema in Zeitungsartikeln, auf zahlreichen News-Seiten, auf Twitter – und zuletzt auch in der Talk-Show von Sandra Maischberger am Mittwoch (3. November): das ominöse Klebe-Fon von Armin Laschet. 

Ist es eine Fotomontage? Ein genialer Trick, den einfach noch niemand kennt?

Das Foto, über das alle sprechen, stammt vom 26. Oktober: Ein sichtlich erschöpfter Armin Laschet sitzt in einer konstituierenden Sitzung des neuen Bundestags. Und telefoniert. Er spricht aber nicht wie jeder andere ins Handy – nein, der Noch-CDU-Chef schafft es irgendwie, das Handy ohne Hände am Kopf zu halten.

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Nachdem das Foto von der Deutschen Presse-Agentur veröffentlicht wurde, machte es schnell auch bei Twitter die Runde. Ein Journalist teilte das kuriose Bild und fragte: „Hat sich Armin Laschet versehentlich ein Handy ans Ohr geklebt?“ 

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten, schnell wurde darüber spekuliert, ob das Foto überhaupt echt ist. Sogar die Satire-Seite „Der Postillon“ schaltete sich ein, und postete ein weiteres Foto von Laschet, der ihn mit Klebe-Fon am Ohr zeigt. 

Armin Laschets Handy-Trick: Er erklärt ihn in der ARD

Auch die Süddeutsche Zeitung widmete dem kuriosen „Handy-Trick“ einen eigenen Artikel: „Die Schwerkraft ist überbewertet, sang der Popmusiker Peter Licht. Der Politiker Armin Laschet würde sich dem Urteil wohl nicht uneingeschränkt anschließen“, so beginnt der Text.  

Bis dato blieb die Angelegenheit ein Geheimnis – bis jetzt. Am Mittwoch sprach Armin Laschet in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“ nicht nur offen über seinen Kontrahenten Markus Söder (CSU), sondern auch über seine elegante Angewohnheit.

Auf die entsprechende Frage von Sandra Maischberger antwortete Laschet lächelnd: „Man legt es an den Kopf und telefoniert. Das habe ich zig mal gemacht – und irgendjemand hat das jetzt mal fotografiert. Das ist ganz einfach, es klebt doch nichts“, sagte er am Mittwoch in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. „Der eine hält es so, der andere so – ich halte es halt so.“ Oder er hält es halt gar nicht.

Laschet zeigte sich ganz verwundert über die Reaktionen zu dem Foto, über den vielen Wirbel. „Ich frage mich manchmal, was ist eigentlich in der Welt los und mit dem deutschen Journalismus.“

Armin Laschet einfacher Abgeordneter in Berlin

Einfach an den Kopf legen – das ist also des Rätsels Lösung. Viele, so Maischberger hätten es versucht nachzumachen „und sind dabei kaputtgegangen“. Offenbar hat Laschets Kopf die nötige Ausgeglichenheit und Balance für den Trick – anders als seine Partei. 

Nach dem Wahldebakel will die CDU ihre personelle Neuaufstellung mit einem Bundesparteitag am 21./22. Januar in Hannover abschließen. Sehr zum Unmut vieler Parteigenossen, die sich eine Entscheidung noch in diesem Jahr wünschen. Laschet aber kann, auch wenn er als Unionskanzlerkandidat gescheitert ist, seinen Handytrick in Berlin fortführen: Dort ist der ehemalige NRW-Ministerpräsident jetzt einfacher Abgeordneter. (mg)

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