Die Mietpreise auf Mallorca kennen kein Halten mehr. Für winzige, verbotene Wohnungen werden absolute Mondpreise verlangt.
Wucher-Wahnsinn auf Malle2.500 Euro für ein 25-Quadratmeter-Loch!

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Mallorca: Hohe Mieten für illegale Mini-Wohnungen (Symbolbild).
Auf Mallorca herrscht ein brutaler Mangel an Wohnungen und der riesige Andrang auf Bleiben lässt die Mieten immer weiter steigen. Das ruft auch illegale Geschäftemacher auf den Plan. Ein ganz mieser Trick, der gerade voll im Trend liegt: Das Vermieten von sogenannten „Infraviviendas“. Das sind im Grunde Bruchbuden, die keinerlei Mindeststandards für die Bewohnbarkeit erfüllen. Trotzdem fordern die Besitzer dafür absolute Wucherpreise.
Einen Mietpreisdeckel gibt es auf den Balearen zwar nicht, aber das ist kein Freifahrtschein! Es existieren klare gesetzliche Vorschriften, an die sich jeder Vermieter halten muss. Das stellte nun José Francisco Reynés, der in der Balearen-Regierung als Generaldirektor für das Wohnungswesen zuständig ist, unmissverständlich klar. Er hat zusammen mit der Immobilienmakler-Kammer eine Aufklärungsaktion ins Leben gerufen. Diese soll den Leuten die Augen öffnen, damit sie erkennen, welche Mietverträge gegen das Gesetz verstoßen. So sollen die Menschen in die Lage versetzt werden, unrechtmäßige Zustände zu identifizieren und den Behörden zu melden. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Was genau ist also eine „Infravivienda“? Laut Gesetz sind das Behausungen mit einer Fläche von unter 30 Quadratmetern. Aber das ist nicht alles: Reynés fügte hinzu, dass auch das Anbieten von Immobilien ohne ein notwendiges Energieeffizienzzertifikat weit verbreitet und illegal ist.
Ein kurzer Check der gängigen Immobilien-Websites beweist: Viele Eigentümer pfeifen auf die Regeln und bieten trotzdem „Infraviviendas“ an. In einer Annonce wird zum Beispiel geworben: „In einer der emblematischsten Gegenden Palmas gelegen, befindet sich dieses charmante Studio im Herzen der Altstadt, mit unschlagbarer Lage“. Die Wohnung liegt am Carrer Sant Nicolau. Der Knaller-Preis dafür: für mickrige 25 Quadratmeter werden satte 2.500 Euro verlangt. Das macht einen Quadratmeterpreis von unglaublichen 100 Euro!
Und es geht munter weiter. Ein weiteres Inserat preist ein „niedliches Apartment“ am Carrer Puresa für 1.200 Euro pro Monat an. Der Haken an der Sache: Die angegebene Wohnfläche beträgt nur 29 Quadratmeter und liegt damit auch klar unter der erlaubten Mindestgröße.
Die Dreistigkeit kennt keine Grenzen. In der Gegend von Molinar findet sich ein Studio, das ebenfalls als „niedlich“ („coqueto“) beschrieben wird. Der Clou: Wohn- und Schlafzimmer sind identisch. Für diese 28 Quadratmeter große Ein-Raum-Bude wollen die Besitzer 950 Euro Miete im Monat sehen. Und die Liste geht noch weiter: Ein „charmantes Studio“ in Ciutat Jardí, das „strategisch im Erdgeschoss gelegen“ ist, soll für 25 Quadratmeter krasse 1.190 Euro kosten. Die Wucher-Angebote scheinen endlos zu sein.
Aber das ist noch nicht alles. Generaldirektor José Francisco Reynés stellt außerdem klar, dass es ebenso verboten ist, Gemeinschaftsräume wie ein Wohn-Esszimmer einfach umzubauen, nur um ein weiteres vermietbares Schlafzimmer zu gewinnen. Wer solche illegalen Machenschaften entdeckt, kann sich direkt an die Generaldirektion für Wohnen oder an die Maklerkammer der Balearen (API) wenden. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
