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Bangen um Wal „Timmy“Experten mit neuer Einschätzung: „Für alle sehr bitter“

Der gestrandete Buckelwal liegt noch immer an der Ostseeküste.

Copyright: Bodo Marks/dpa

Der gestrandete Buckelwal liegt noch immer an der Ostseeküste.

Weiches Sediment, ein sinkender Wasserstand und ein erschöpftes Tier: Warum laut Fachleuten für den gestrandeten Buckelwal jede Hoffnung auf Selbstrettung schwindet.

Der an der Ostseeküste vor Wismar gestrandete Buckelwal wird sich Experten zufolge nicht aus eigener Kraft befreien können.

Der Wasserstand liege aktuell bei 1,40 Meter, sagte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard Baschek, bei einer Pressekonferenz auf der Insel Poel. Das Tier liege „in einer Mulde im sehr weichen Sediment von etwa 30 Zentimeter“, der Rücken rage rund 40 Zentimeter aus dem Wasser. „Wenn es sich aus eigener Kraft freischwimmen wollte, bräuchte es einen Wasserstand, der um etwa 60 Zentimeter höher ist als heute.“

„Das ist für uns alle sehr bitter“

Diese Hoffnung gebe es aber nicht. „Die Prognose gibt das nicht her für die nächsten vier Tage. Da ist eher ein leicht sinkender Wasserstand vorhergesagt“, sagte Baschek. „Darüber hinaus ist die Gesamtkonstitution und Kraft schlichtweg nicht da.“ Die Situation sei für alle unbefriedigend und es sei nicht schön, das Tier dort draußen so zu sehen. „Das ist für uns alle sehr bitter.“

Seit mehr als einer Woche liegt der gestrandete Buckelwal im flachen Wasser vor Wismar. Ein Expertenteam war am Vormittag erneut mit einem Schlauchboot beim Wal, um sich ein aktuelles Bild zu verschaffen, wie ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums am Vormittag sagte. Taucher hätten die Lage und Position des Tieres überprüft. (dpa)

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