USA Nach Angriff in Homosexuellen-Club: Tatverdächtiger bezeichnet sich selbst als non-binär

Ein Mann legt eine Rose auf eine Gedenkstätte.

Bei einem tödlichen Angriff in einem LGBTQ-Nachtclub in den USA sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das Foto zeigt eine Gedenkstätte für die Opfer am 23. November 2022.

Bei einem Angriff in einem Homosexuellen-Club in den USA kamen mehrere Menschen ums Leben, zahlreiche wurden verletzt. Nun wurde bekannt, dass sich der Tatverdächtige selbst als nicht-binäre Person bezeichnet.

Nach dem tödlichen Angriff in einem LGBTQ-Nachtclub in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado sind erste Details über den mutmaßlichen Täter bekannt geworden.

Wie seine Anwälte vor einer ersten Gerichtsanhörung am Mittwoch (23. November 2022) bekannt gaben, bezeichnet er sich selbst als nicht-binäre Person, fühlt sich also weder eindeutig als Mann noch als Frau.

Schüsse in Homosexuellen-Club: Tatverdächtiger bezeichnet sich selbst als nicht-binäre Person

Der Tatverdächtige hatte am Samstagabend (19. November 2022) im Club Q in Colorado Springs das Feuer eröffnet und fünf Menschen erschossen. 18 weitere wurden bei dem Angriff teilweise schwer verletzt. Der Schütze wurde von zwei Gästen überwältigt und von der Polizei festgenommen.

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Das Motiv ist bislang unklar. Bei einer ersten kurzen Gerichtsanhörung am Mittwoch war er per Video zugeschaltet. Er saß in orangefarbener Häftlingskleidung im Bezirksgefängnis und sprach nur um zu bestätigen, wie er heißt und dass er über seine Rechte informiert wurde. Seine Anwälte hatten das Gericht bereits vorab schriftlich über seine nicht-binäre Geschlechtsidentität informiert.

US-Medien berichteten zudem, der Tatverdächtige habe eine schwierige Kindheit gehabt. Seine Eltern trennten sich, als er zwei Jahre alt war. Beide Eltern hatten demnach Drogenprobleme. Als Jugendlicher nahm er einen neuen Namen an.

Der Vater, der nach eigenen Angaben früher als Pornodarsteller gearbeitet hat und jetzt Kampfsport-Trainer ist, sagte im Sender CBS, er habe seinen Sohn als Kind für gewalttätiges Verhalten „gelobt“. „Ich habe ihm gesagt, dass es funktioniert“, sagte er. Der „New York Times“ sagte der Vater, er habe seinem Sohn gegenüber auch seine starke Abneigung gegenüber Homosexuellen zum Ausdruck gebracht. Auf CBS sagte er: „Es gibt keine Schwulen in der Kirche der Mormonen.“

Der Club Q hatte am Samstag unter anderem mit einer Drag-Queen-Show den Gedenktag für die „Opfer von Transfeindlichkeit“ gefeiert. Der 20. November wird weltweit als „Transgender Day of Remembrance“ begangen. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. (afp)

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