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Tragödie um Lena (13)Eltern klagen an: „Ihn interessiert es einen Scheißdreck“

Goldene Waage der Gerechtigkeit

Copyright: IMAGO / Zoonar

Goldene Waage der Gerechtigkeit.

Ein Mädchen stirbt, die Eltern klagen den Vermieter an.

Ein schreckliches Drama sorgt in Marl (Ruhrgebiet) für Fassungslosigkeit: Cassandra Hendelkens entdeckte im August 2024 ihre nur 13 Jahre alte Tochter Lena ohne Leben in der Badewanne. Das junge Mädchen hatte sich nur ein Bad einlassen wollen, doch jegliche Wiederbelebungsmaßnahmen schlugen fehl. Die entsetzliche Ursache für ihren Tod: eine Vergiftung durch Kohlenmonoxid.

Beinahe zwei Jahre nach dem furchtbaren Ableben des Mädchens muss sich der Wohnungsbesitzer nun vor einem Gericht verantworten. Die Eltern von Lena reichten Klage wegen fahrlässiger Tötung ein. Sie lasten ihm den Tod ihrer Tochter an, weil eine kaputte Gastherme im Bad die Ursache gewesen sein soll. Angeblich hätten sie den Vermieter zuvor schon mehrfach auf die Probleme mit dem Gerät aufmerksam gemacht. Das berichtet „FOCUS online“.

Für die Hinterbliebenen ist es ein endloser Albtraum. Der Stiefvater hatte am Tag des Unglücks einen Gasgeruch bemerkt, aber für Lena war es bereits zu spät. Dem Gas waren auch andere Personen aus der Familie ausgesetzt, darunter die damals schwangere Mutter Cassandra. Die Familie macht das Ereignis zudem für den Tod von Lenas Bruder verantwortlich, der nur wenige Wochen danach als Frühgeburt starb. „Wir versuchen uns irgendwie durch den Tag zu quälen, um irgendwie wieder klar zu kommen. Keiner kann uns helfen, weil unsere Geschichte zu dramatisch ist“, erklärte die Mutter im Gespräch mit Sat.1 NRW.

Die Anklagebehörde wirft dem Wohnungsbesitzer vor, seine Verantwortlichkeiten vernachlässigt zu haben. Der Rechtsbeistand der Familie stellt klar: „Der Vermieter der Wohnung ist mehrfach darauf hingewiesen worden, dass mit der Gastherme etwas nicht in Ordnung ist. Dann müsste Abhilfe geschaffen werden. Das hat die Staatsanwaltschaft strafrechtlich bewertet als Verletzung einer Garantenpflicht.“ Bei einem Schuldspruch droht dem Mann eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt, gilt er als unschuldig.

Für die Mutter Cassandra ist die ganze Lage unerträglich. Ihr Zorn ist gewaltig: „Dieser Mensch – wie der einfach sein Leben weiterleben kann. Wieso darf dieser Mensch ganz normal weitermachen?“ Sie sehnt sich nach Gerechtigkeit und sagt voller Schmerz: „Ihn interessiert es einen Scheißdreck, dass er ein Leben ausgelöscht hat.“ Der Gerichtsprozess wird ihre Kinder nicht zurückbringen, aber die Familie klammert sich an die Hoffnung, dass für deren Tod endlich jemand zur Rechenschaft gezogen wird. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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