Ein neuer Raketen-Koloss von SpaceX ist in der Luft. Die Mission: Erst der Mond, dann der Mars.
Musks Raketen-Koloss startetDas neue Ungetüm soll zum Mond fliegen

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Elon Musk's Rakete und Startturm unter Wolken
Ein gewaltiges Ereignis in Texas! SpaceX hat am Freitag seine bislang gewaltigste und stärkste Starship-Rakete für einen Erprobungsflug ins All befördert. Von der südlichsten Spitze von Texas hob die optimierte Variante ab, in die auch die Nasa große Hoffnungen für künftige Missionen zum Mond legt. Mit an Bord waren 20 Dummys von Starlink-Satelliten, deren geplante Freisetzung auf halber Erdumrundung erfolgen sollte.
Es handelte sich um den zwölften Erprobungsflug dieser gigantischen Rakete, die laut Unternehmenschef Elon Musk irgendwann Personen zum Mars transportieren soll. Ihren ersten Einsatz hatte die neu konzipierte Rakete lediglich zwei Tage, nachdem Musk den Börsengang seiner Firma publik gemacht hatte. Ein Versuch zu starten war am Donnerstagabend aufgrund von Schwierigkeiten an der Abschussvorrichtung in letzter Minute gescheitert. Das berichtet „the Guardian“.
Zuerst zum Mond, danach zum Mars
SpaceX wollte unbedingt ein explosives Fiasko wie bei vorherigen Starts verhindern. Im letzten Jahr detonierten die Raketen bei zwei Anläufen mitten im Flug, woraufhin Wrackteile im Atlantik niedergingen. Auch bei vorangegangenen Flügen gab es Feuerbälle. Das aktuellste Modell mit der Bezeichnung V3 misst stattliche 124 Meter, überragt damit seine Vorgänger um einige Meter und verfügt über erheblich mehr Antriebskraft.
Eine Rettung der Komponenten war bei dieser Erprobung nicht vorgesehen, obwohl das Starship-System eigentlich komplett wiederverwendbar konzipiert ist. In Zukunft sollen gewaltige Greifarme an den Abschussrampen die Raketenstufen bei ihrer Rückkehr fangen. Bei diesem Versuch war für die erste Antriebsstufe jedoch im Golf von Mexiko Schluss, und für das Raumfahrzeug mitsamt den Satelliten-Attrappen war der Indische Ozean die Endstation.
Das Rennen der Superreichen zum Mond
Für dieses Vorhaben greift die Nasa tief in die Tasche: Sie bezahlt sowohl SpaceX als auch die Firma Blue Origin von Jeff Bezos mit Milliarden von Dollar, damit diese Landefähren für den Mond konstruieren. Die beiden Konzerne liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen darum, wer als Erster fertig wird. Starship hat schon mehrmals bei maximal einstündigen Flügen die Grenze zum All gekratzt. Im Gegensatz dazu hat die „Blue Moon“ von Bezos noch nicht den Boden verlassen, auch wenn ein erster Prototyp für einen Mondflug im laufenden Jahr startklar gemacht wird.
Nachdem im April vier Astronauten erfolgreich den Mond umrundet haben, sieht die Nasa für kommendes Jahr ein Test-Andockmanöver in der Erdumlaufbahn vor. Im Rahmen der Mission Artemis III sollen die Raumfahrer das Koppeln ihrer Orion-Kapsel entweder an das Starship, die Blue Moon oder beide trainieren. Schon 2028 könnte es dann mit Artemis IV zu einer Mondlandung mit einer zweiköpfigen Besatzung kommen – abhängig davon, welches Landemodul als sicherer gilt und früher einsatzbereit ist. Das wäre die erste Landung von Menschen auf dem Mond durch die Nasa seit der Apollo-17-Mission von 1972. Das Fernziel ist die Errichtung einer Basis am Südpol des Mondes, die mit Menschen und auch Robotern bemannt sein soll. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
