Eine junge Mama braucht dringend ein Zuhause – und bekommt stattdessen schamlose Sex-Angebote.
Sex für ein Dach überm Kopf?Widerliche Nachrichten an Mama (28) auf Wohnungssuche

Copyright: IMAGO / Hanno Bode
Wohnungsgesuch von Zoe auf Poster.
Eine Frau aus Baden macht die miese Tour auf dem Immobilienmarkt publik, mit der Männer ihre verzweifelte Lage ausbeuten. Für sich und ihr dreijähriges Kind suchte die 28-jährige Mutter auf Facebook eine Unterkunft in der kleinen Stadt Weil am Rhein. Statt passender Wohnungsangebote bekam sie jedoch unanständige Vorschläge: ein Zuhause im Tausch gegen sexuelle Dienste. Das ist eine fiese Strategie, die leider immer wieder auftaucht, aber nur wenige Betroffene wagen es, darüber zu reden. In der „Badischen Zeitung“ hat diese Frau jetzt ihr Schweigen gebrochen.
Manche Männer machten ziemlich unverblümt klar, was sie als Gegenleistung wollten. Ein besonders unverschämtes „Angebot“ war: „Ich war sexuell seit Jahren nicht aktiv und weiß nicht mal mehr, wie man das angeht. Kann man sozusagen als Bezahlung sehen, dass du mir da hilfst, aktiver zu werden.“ Die Mutter reagierte fassungslos, doch der Mann legte nach: „Wieso geschockt? Es wäre ein guter Deal und du wärst nicht obdachlos.“ Das berichtet „FOCUS online“.
Solche Geschichten sind für Mechthild Frey von der Frauenberatungsstelle in Lörrach leider nichts Neues. Sie sagte der Zeitung, dass diese Vorfälle verdeutlichen, wie schwierig der Umgang mit Frauen oft immer noch ist. „Eine Frau wird weniger als Mensch, sondern mehr als Ware behandelt“, meint Frey. Ihr unmissverständlicher Ratschlag für Betroffene: Auf derartige Offerten gar nicht erst reagieren und zu Besichtigungsterminen niemals alleine gehen. Die 28-jährige Mutter will nun einige der Männer bei der Polizei melden.
Und tatsächlich kommen solche Fälle auch vor ein Gericht. So musste sich 2020 ein Vermieter aus München unter anderem wegen Vergewaltigung und Zwangsprostitution verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, die verzweifelte Lage junger Frauen ausgenutzt zu haben. Eine Frau auf Wohnungssuche soll er derart bedrängt haben, dass sie sich zu Sex und Prostitution gezwungen fühlte, nur um die Miete bezahlen zu können. Dieses Problem existiert nicht nur hierzulande: Eine Untersuchung des kanadischen Senders CBC vom März 2025 hat gezeigt, dass bei 8 von 10 Anfragen auf Portalen wie Facebook sexuelle Dienste als Bezahlung für die Miete angeboten wurden. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

