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Update

Großeinsatz in HamburgTödliche Schüsse auf St. Pauli – drittes Opfer in Klinik

Mehrere Polizeikräfte stehen auf der Straße.

Copyright: Bodo Marks/dpa

Die Polizei sperrte den Tatort in der Lagerstraße in der Nähe der Messenhallen (Hintergrund) weiträumig ab. 

Aktualisiert:

Schock im Schanzenviertel! Schüsse peitschen über ein Industriegelände, zwei Menschen verlieren ihr Leben. Ein riesiges Polizeiaufgebot war vor Ort. Jetzt wurde ein drittes mutmaßliches Opfer bekannt. 

Die Polizei war am späten Dienstagabend (1. September 2026) nach einer Gewalttat im Hamburger Stadtteil St. Pauli im Großeinsatz. In der Lagerstraße unweit des Fernsehturms, waren am frühen Abend auf einem Fabrikgelände mehrere Schüsse zu hören. Zwei Männer wurden getötet. 

Sofort rückte eine große Anzahl an Polizeikräften an. Das Areal wurde von schwer bewaffneten Einsatzkräften großflächig gesperrt. Eine umfassende Suche nach den Tätern wurde gestartet. Das berichtet „Bild“. Im Rahmen der Fahndung waren mehr als zwei Dutzend Streifenwagenteams im Einsatz.

Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen sichern den Tatort im Hamburg

Die Situation am Einsatzort war äußerst prekär. Das komplette Gelände wurde von Polizisten mit Maschinenpistolen bewacht. Verstärkung durch die Bundespolizei war am späten Abend ebenfalls eingetroffen.

Obwohl viele Rettungskräfte, die Feuerwehr und ein Notarzt warteten, war ein Betreten des Gebäudes vorerst unmöglich: Zu groß die Sorge, dass sich im Inneren noch bewaffnete Angreifer befinden könnten. Drohnen überflogen das Gebiet, um eventuell flüchtende Personen aufzuspüren.

Wie die Polizei berichtete, war eine leblose Person auf einem dortigen Parkplatz mit einer mutmaßlichen Schussverletzung gefunden worden. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen sei der 47-Jährige wenige Minuten später verstorben. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten entdeckten die Einsatzkräfte ein weiteres Opfer, das ebenfalls durch einen Schuss getötet worden war. Bei dieser Person ist die Identität noch nicht abschließend geklärt.

Darüber hinaus wurde ein 48-Jähriger durch eine Schussabgabe verletzt. Ein Polizeisprecher: „Dieser Mann hatte sich mutmaßlich vor Eintreffen der Einsatz- und Rettungskräfte vom Tatort entfernt und selbstständig in ein Krankenhaus begeben.“ Lebensgefahr bestehe bei ihm nicht. 

Tödliche Schüsse in Hamburg: Mordkommission sucht Zeugen

Schauplatz der Tat war ein Firmengebäude, das einen Fleischproduzenten und einen Boxclub beherbergt. Beide Örtlichkeiten wurden nach dem Vorfall von der Polizei durchkämmt. 

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen. Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar. Die Mordermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass eine „Tatvorbeziehung“ bestand – die Tatbeteiligten sich also kannten. (red, dpa)

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